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Donald Trump lässt Wahlunterstützung für Benjamin Netanjahu offen

President Donald Trump welcomes visiting Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu to the White House in Washington, Monday, March 25, 2019. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta)
Donald Trump findet, dass Benjamin Netanjahu vernünftiger handeln muss.Bild: AP

Trump lässt Wahlunterstützung für Netanjahu offen

18.06.2026, 18:2918.06.2026, 18:29

US-Präsident Donald Trump lässt seine Unterstützung für den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei der kommenden Parlamentswahl nach Angaben des israelischen Senders Kan vorerst offen. Demnach sagte Trump in einem Interview, er werde Netanjahu bei der Wahl wahrscheinlich unterstützen, aber müsse erst einmal abwarten, wer kandidiere. Trump fügte hinzu, er habe ein gutes Verhältnis zu Netanjahu, aber dieser müsse vernünftiger handeln.

Ein Termin für die Wahl zur Knesset steht noch nicht fest. Das Gesetz schreibt eine Durchführung bis zum 27. Oktober 2026 vor. Aktuellen Umfragen zufolge verfehlt die amtierende Regierungskoalition ihre parlamentarische Mehrheit.

Bei der Wahl 2019 zeigte sich der israelische Ministerpräsident noch auf riesigen Bannern gemeinsam mit US-Präsident Trump unter dem Slogan «Netanjahu – eine andere Liga».

Vermehrte Kritik

In jüngster Zeit äusserte Trump in ungewohntem Masse öffentliche Kritik an Netanjahu. So bezeichnete er ihn als «sehr schwierigen Typen» und warf ihm fehlendes Urteilsvermögen vor. Er kritisierte auch das Vorgehen der israelischen Armee im Libanon.

Nach Informationen der Zeitung «Wall Street Journal» belasten diese Differenzen das Verhältnis der beiden Politiker zunehmend. Trumps Frustration über Netanjahu sei in den vergangenen Wochen zeitweise übergekocht, da er versucht habe, den Krieg mit dem Iran zu beenden, während der israelische Ministerpräsident darauf bedacht gewesen sei, den Kampf fortzusetzen, hiess es. Das Blatt zitierte einen hochrangigen Regierungsvertreter, dass Netanjahu in Telefonaten mit Trump in der Regel auf verstärkte Militäreinsätze dränge, und der US-Präsident davon mittlerweile genug habe. (sda/dpa)

So sieht Trumps Reflecting Pool jetzt aus

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