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Ukraine-Konflikt: Biden sichert Selenskyj Unterstützung zu

Ukraine-Konflikt: Biden sichert Selenskyj Unterstützung zu

03.01.2022, 02:2103.01.2022, 04:22

US-Präsident Joe Biden hat seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj im Konflikt mit Russland Hilfe zugesichert. Biden habe klargemacht, dass die USA und ihre Verbündeten «entschlossen antworten werden, wenn Russland weiter in die Ukraine einmarschiert», teilte das Weisse Haus in Washington am Sonntag nach einem Telefonat der beiden Präsidenten mit. Biden und Selenskyj unterstützen demnach auch die diplomatischen Bemühungen um einen Abbau der Spannungen mit Russland.

President Joe Biden leaves Banks' Seafood Kitchen after having New Year's Eve lunch with first lady Jill Biden in Wilmington, Del., Friday, Dec. 31, 2021. (AP Photo/Carolyn Kaster)
Joe Biden
Joe Biden wird die Ukraine im Ernstfall unterstützen.Bild: keystone

In der kommenden Woche – am 9. und 10. Januar – sind Gespräche der USA mit Russland in Genf geplant. Danach ist eine Sitzung des Nato-Russland-Rates angesetzt – die erste seit zweieinhalb Jahren. Zudem soll es anschliessend noch Gespräche der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geben.

Ukrainian soldiers walk at the line of separation from pro-Russian rebels, Donetsk region, Ukraine, Sunday, Jan. 2, 2022. President Joe Biden has warned Russia's Vladimir Putin that the U.S. coul ...
Ukrainische Soldaten in Donetzk an der Grenze zu Russland.Bild: keystone

Er habe mit Biden die «gemeinsamen Aktionen der Ukraine, der USA und Partner für den Erhalt des Friedens in Europa» sowie Schritte zur Deeskalation besprochen, teilte Selenskyj im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Biden betonte nach Angaben aus Washington, dass sich die USA der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit der Ukraine verpflichtet sähen.

Selenskyj hatte erst in seiner Neujahrsansprache gesagt, dass er nicht nur die 2014 von Russland annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim zur Ukraine zurückholen wolle. Auch die von prorussischen Separatisten kontrollierten Teile der Ostukraine sollten zurückkommen, sagte er.

12.07.2021, Berlin: Wolodymyr Selenskyi, Pr�sident der Ukraine, und die Bundeskanzlerin geben vor ihrem Gespr�ch ein Pressestatement. Foto: Stefanie Loos/AFP POOL/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Selenskyj möchte die Krim wieder zurückholen.Bild: keystone

Die USA werfen Russland seit Wochen einen Truppenaufbau in Gebieten an der Grenze zur Ukraine vor. Befürchtet wird, dass russische Truppen in der Ex-Sowjetrepublik einmarschieren könnten. Russland bestreitet solche Pläne für eine Invasion und wirft seinerseits der Ukraine vor, zusätzliche Soldaten in die Region verlegt zu haben.

Biden betonte nach Angaben des Weissen Hauses, dass sich die USA der Souveränität und der territorialen Unversehrtheit der Ukraine verpflichtet sähen. Die US-Regierung hat für den Fall eines russischen Angriffs auf die Ukraine mit harten Wirtschaftssanktionen gedroht, die mit den Verbündeten in Europa koordiniert würden. Zudem soll in einem solchen Fall die Präsenz der Nato in ihren östlichen Mitgliedsstaaten ausgebaut werden. Die USA würden der Ukraine demnach auch zusätzliche Hilfen gewähren, darunter für die Streitkräfte.

Biden, der am Donnerstag mit Putin telefoniert hatte, unterstrich in dem Gespräch mit Selenskyj auch, dass für die Lösung des Konflikts in der Ostukraine der Minsker Friedensplan gelte. Er unterstützte auch das sogenannte Normandie-Format, wie das Weisse Haus mitteilte. Russland hatte mehrfach kritisiert, dass die Ukraine die unter internationaler Vermittlung getroffenen Vereinbarungen immer wieder verletze.

In der Vierer-Gruppe des Normandie-Formats versuchen Frankreich, Deutschland, Russland und die Ukraine den seit fast acht Jahren dauernden Konflikt zu lösen. Mehr als 13'000 Menschen sind nach UN-Schätzungen im Donbass seit 2014 bei Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und den von Russland unterstützten Separatisten getötet worden. (saw/sda/dpa)

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Das wahre Gesicht des Krieges in der Ukraine
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Das wahre Gesicht des Krieges in der Ukraine
Ein Pro-russischer Soldat zwischen den Trümmern des Flughafens Donezk wo die erbittertsten Kämpfe stattgefunden haben.
quelle: epa/epa / luca piergiovanni
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