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Trump spielt Missstände auf Flugzeugträger herunter

Trump spielt Missstände auf Flugzeugträger herunter

Trotz Berichten über Missstände auf dem seit Monaten im Nahen Osten eingesetzten Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» hält US-Präsident Donald Trump am Militäreinsatz fest.
14.08.2026, 22:2914.08.2026, 22:29

Wie in einem Video von CBS News zu sehen ist, antwortete er auf die Frage einer Journalistin, ob der Einsatz schon zu lange dauere: «Nein, nein, nein. Bei weitem noch nicht lange genug.» Trump spielte zudem Bedenken von Familienangehörigen der Einsatzkräfte bezüglich der Bedingungen an Bord des Flugzeugträgers herunter und fügte hinzu, dass das Schiff in Kürze verlegt und durch ein anderes «sehr ähnliches Schiff» ersetzt werde.

President Donald Trump speaks at the David Mack Center for Training and Intelligence, Friday, Aug. 14, 2026, in Garden City, N.Y. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Trump
Alles nicht so schlimm? Donald Trump will nichts von Missständen auf dem US-Flugzeugträger wissen.Bild: keystone

Damit bestätigte Trump zum Teil Medienberichte, wonach der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die «USS George Washington» ersetzt werden solle. Das hatten das «Wall Street Journal» sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichtet. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Trump nannte den Namen der «USS George Washington» nicht.

Senator forderte sofortiges Handeln der Regierung

Zuvor hatte der Senator aus dem Bundesstaat Connecticut, Richard Blumenthal, die US-Regierung auf X aufgefordert, sie solle erklären, was sie zur Unterstützung der Streitkräfte an Bord tue. «Weitverbreitete Berichte über Versorgungsengpässe, Probleme bei den Sanitäranlagen, eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit und mehr erfordern sofortiges Handeln», hiess es weiter.

Fehlende Seife und verstopfte Klos sind demnach nicht einmal das schlimmste Problem: Bei Soldatinnen und Soldaten sei eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit festzustellen, hiess es in der offiziellen Anfrage. Es seien «Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Aussendecks» geäussert worden. Störungen im Postverkehr hätten ferner dazu geführt, dass viele an das Schiff adressierte Versorgungspakete über Monate auf dem Transportweg verloren gegangen seien.

US-Militär weist Berichte zurück

Das US-Militär wies die Berichte zurück. Der Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» weise unter allen der US Navy eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten der Besatzung mit 84,4 Prozent auf, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Eine solche Rate beschreibt den Anteil der Soldaten, die freiwillig weiter im Militär bleiben, nachdem ihre Vertragszeit abgelaufen ist.

Von Centcom hiess es weiter, anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen sei, sei schnell und sicher geborgen worden, hiess es weiter. Centcom sprach von Falschberichterstattung.

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt.

Mit der aus dem Südchinesischen Meer abgezogenen «USS Abraham Lincoln» und ihren Begleitschiffen hatte das US-Militär bereits Anfang Januar seine Präsenz im Nahen Osten ausgebaut. Am 28. Februar hatten die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran begonnen. Seither ist der Flugzeugträger im Arabischen Meer im Einsatz, um die US-Seeblockade gegen Schiffe durchzusetzen, die versuchen, iranische Häfen anzulaufen oder zu verlassen. (sda/dpa)

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