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5 Dollar fürs Wählen – Kansas ermittelt

RIVERSIDE, CA - OCTOBER 30, 2026: A voter drops his ballot in a secure ballot box during early voting at La Sierra Library on October 30, 2026 in Riverside, CA. (Gina Ferazzi / Los Angeles Times via G ...
Ein Wähler gibt in den USA seine Stimme ab.Bild: Los Angeles Times

5 Dollar fürs Wählen – Kansas ermittelt

Ein Wähler in Kansas soll von einem Wahlkampfhelfer einen 5-Dollar-Gutschein angeboten bekommen haben, wenn er wählen geht. Der republikanische Generalstaatsanwalt Kris Kobach hat die betroffene Organisation nun zum sofortigen Stopp solcher Angebote aufgefordert.
02.11.2026, 11:0202.11.2026, 11:02

Auslöser ist nach Angaben der Behörden die Beschwerde eines einzelnen Wählers. Dieser erklärte, ein Mitarbeiter, der sich als Helfer der Organisation Bluestem Kansas ausgegeben habe, habe ihm einen Gutschein im Wert von fünf Dollar im Zusammenhang mit der Stimmabgabe angeboten.

Wie der lokale Sender KCTV berichtet, schickte Generalstaatsanwalt Kris Kobach daraufhin eine Unterlassungsaufforderung an Bluestem Kansas. Die Organisation müsse alle finanziellen Anreize stoppen, die an die Teilnahme an der Wahl gekoppelt seien. Zudem soll sie Unterlagen, Nachrichten, Schulungsmaterialien und Zahlungsinformationen zu ihren Haustüraktionen sichern.

Kansas Attorney General Kris Kobach speaks before President Donald Trump at a campaign rally at Heartland Credit Union Arena, Monday, Oct. 19, 2026, in Park City, Kan. (AP Photo/Charlie Riedel)
Trump
Der republikanische Generalstaatsanwalt in Kansas: Kris Kobach.Bild: keystone

Bezahlen fürs Wählen ist verboten

Sowohl nach dem Recht von Kansas als auch nach US-Bundesrecht ist es verboten, Menschen Geld oder andere materielle Vorteile dafür anzubieten, dass sie wählen. In Kansas kann dies als Wahlbestechung strafrechtlich verfolgt werden.

Kobachs Behörde ruft nun weitere Personen auf, sich zu melden, falls ihnen ebenfalls Geld, Gutscheine oder andere Vorteile angeboten wurden. KCTV hatte Bluestem Kansas um eine Stellungnahme gebeten, zunächst jedoch keine Antwort erhalten.

Bislang ist nicht belegt, dass es sich um eine grössere oder koordinierte Aktion handelte. Ebenso gibt es nach dem derzeit bekannten Stand keinen Nachweis für eine direkte Beteiligung der Demokratischen Partei. Die Behörden untersuchen zunächst den gemeldeten Vorfall und mögliche weitere Fälle.

Politisch ist der Zeitpunkt heikel. In Kansas findet gleichzeitig ein ungewöhnlich enges Senatsrennen statt. Der Vorwurf dürfte deshalb unmittelbar vor dem Wahltag zusätzliche Diskussionen über die Integrität der Wahl auslösen. (mke)

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