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«Kommunistischer Versager»: Trump wütet über siegreichen Demokraten

Abdul El-Sayed, a progressive candidate in the Democratic primary for U.S. Senate in Michigan, speaks during a primary election night event Wednesday, Aug. 5, 2026, at the Majestic Theatre in Detroit. ...
Abdul El-Sayed: Der progressive Demokrat hat die internen Vorwahlen in Michigan gewonnen.Bild: keystone

Trump schäumt: Linker Demokrat El-Sayed gewinnt Vorwahl in Michigan

Der linke Demokrat Abdul El-Sayed hat die parteiinterne Vorwahl im US-Bundesstaat Michigan gewonnen. Präsident Trump hat daran keine Freude.
06.08.2026, 13:1606.08.2026, 13:16

Der als progressiv geltende Demokrat Abdul El-Sayed hat sich im Bundesstaat Michigan in einer viel beachteten parteiinternen Vorwahl für einen Sitz im US-Senat durchgesetzt. Er behauptete sich knapp gegen die dem moderaten Lager zugeordnete Demokratin Haley Stevens, wie US-Medien übereinstimmend prognostizierten. Dem Rennen wurde in den USA auch mit Blick auf den Ausgang der Zwischenwahlen im November eine hohe Bedeutung beigemessen.

In Michigan wird am 3. November über einen der insgesamt 33 zur Wahl stehenden Sitze im US-Senat abgestimmt. El-Sayed konkurriert dann gegen den Republikaner Mike Rogers. Das Ergebnis könnte für die künftigen Mehrheitsverhältnisse in der Parlamentskammer entscheidend sein: Experten sehen das Rennen um den Sitz in dem «Swing State», der zwischen Republikanern und Demokraten umkämpft ist, als eines von wenigen, bei dem der Wahlausgang im Vorfeld schwer absehbar ist. Eine zentrale Frage aus Sicht der Demokraten ist nun, wie gut die Chancen ihres linken Kandidaten El-Sayed sind, auch über die eigene Partei hinaus bei den Zwischenwahlen zu punkten.

Trump: «Kommunistischer Versager»

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Berichte über El-Sayeds Sieg als «tolle Neuigkeiten für die Republikanische Partei». Auf seiner Plattform Truth Social warf er ihm vor ein «kommunistischer Versager» zu sein. Trump nutzte das Kommunismus-Label zuletzt immer wieder für linke Demokraten, die jüngst auch andernorts Erfolge feierten.

Donald Trump wütet über den Sieg von Abdul El-Sayed bei den Vorwahlen in Michigan.
Bild: sc/Truth Social

El-Sayed macht sich für allgemeine Krankenversicherung stark

El-Sayed kam als Sohn ägyptischer Einwanderer in Michigan zur Welt. Er studierte Medizin an der Columbia University und promovierte an der University of Oxford. Mit 30 Jahren stieg er zum Leiter des Gesundheitsamtes von Detroit auf. 2018 trat er bei den Vorwahlen für die Gouverneurswahl in Michigan an, unterlag aber Gretchen Whitmer.

Zu seinen Kernforderungen gehören eine allgemeine staatliche Krankenversicherung («Medicare for All»), eine stärkere Besteuerung von Superreichen, die Absage an Grossspenden von Unternehmen und Massnahmen gegen den Klimawandel. El-Sayed vertritt zugleich eine sehr kritische Haltung gegenüber der israelischen Regierungspolitik und fordert einen Stopp von US-Militärhilfen.

Er geniesst einen grossen Rückhalt im linken Flügel der eigenen Partei. Neben der Senatorin Elizabeth Warren haben sich unter anderem auch die Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und Ro Khanna für ihn ausgesprochen. (sda/dpa/cpf)

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quelle: wikimedia
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Reinhard51
06.08.2026 14:03registriert November 2025
Wenn Trump "schäumt" macht er alles richtig.
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Chluisi
06.08.2026 13:52registriert August 2024
Und immer wieder: "Loser". Eine Gesellschaft, die systematisch "Verlierer" verachtet und alle "Winner" verherrlicht, ist zufiefst sozialdarwinistisch und damit per se faschistoid.
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The Barbarian
06.08.2026 13:29registriert Oktober 2025
Also kein gemässigter Demokrat wie Clinton, Obama oder Biden, sondern jemand links. Meiner Ansicht nach hätte man damals 2016 statt Hillary Clinton den linken Sanders gegen Trump antreten lassen sollen.
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