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Trump-Anhänger schlägt Schwarzen bei Wahlkampfveranstaltung

Trump-Anhänger schlägt bei einer Wahlkampf-Veranstaltung einen Schwarzen

11.03.2016, 03:2411.03.2016, 06:59

Bei einer Wahlkampfveranstaltung des populistischen US-Geschäftsmanns Donald Trump hat ein weisser Anhänger des Republikaners einen Schwarzen niedergeschlagen. Der junge Mann hatte bei der Veranstaltung des umstrittenen Kandidaten demonstriert.

Von der Szene gibt es mehrere Aufnahmen.
YouTube/Guardian Wires

Wie die Polizei in North Carolina dem örtlichen Fernsehsender Wral am Donnerstag sagte, wurde der 78-Jährige unter anderem wegen Körperverletzung angeklagt. Er hatte dem Demonstranten am Mittwochabend in Fayetteville mitten ins Gesicht geschlagen und gesagt, beim nächsten Mal «werden wir ihn wohl umbringen müssen».

Der Täter wurde erst am Donnerstag festgenommen, nachdem sich Videos des Vorfalls im Internet verbreiteten. Laut dem Fernsehsender CNN wurde er nach der Zahlung einer Kaution von 2500 Dollar wieder auf freien Fuss gesetzt.

Rakeem Jones wird nach dem Angriff von Sicherheitsleuten weggebracht.
Rakeem Jones wird nach dem Angriff von Sicherheitsleuten weggebracht.
Bild: HANDOUT/REUTERS

Das Opfer, der 26-jährige Rakeem Jones, sagte der «Washington Post», der Schlag habe ihn völlig unvorbereitet getroffen. Jones befand sich in einer Gruppe von Demonstranten, die von Ordnern aus dem Saal geführt wurden, als der 78-Jährige zuschlug.

Trump erwähnte Gewalt

Rakeem sagte dem Blatt, sein Besuch der Wahlkampfveranstaltung sei «ein soziales Experiment» gewesen. Trump, Favorit im Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftsbewerbung, sorgt immer wieder mit rassistischen und islamfeindlichen Aussagen für Empörung.

Laut der «New York Times» hatte Trump selbst auf derselben Veranstaltung gesagt, er würde die «guten, alten Zeiten» vermissen, als jemand, der sich aufgespielt habe, auf einer Trage rausgetragen worden wäre.

Eine Trump-Sprecherin sagte, solche Vorfälle seien zwar unglücklich, man habe aber keine Kontrolle über das Verhalten der Unterstützer. «Wir raten von jeglichem physischen Kontakt mit Protestierern ab», sagte sie der «New York Times». (kad/sda/afp/dpa)

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