Mit 24 ins Weisse Haus: Beni Rae Harmony wird Trumps neue Vize-Sprecherin
Die Berufung ins neue Amt verkündete Beni Rae Harmony gleich selbst. «Ich freue mich sehr, bekannt zu geben, dass ich der Trump-Regierung als stellvertretende Pressesprecherin des Weissen Hauses diene», verkündete die US-Journalistin auf der Plattform X. Das Besondere: Die neue Vize-Sprecherin von US-Präsident Donald Trump ist erst 24 Jahre alt.
Ihre neue Kollegin im Sprecherteam Anna Kelly lobte auf der Nachrichtenseite «TMZ»: «Beni Rae Harmony war als Korrespondentin des Weissen Hauses eine vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung.»
Trumps Chefsprecherin Karoline Leavitt hatte im Sommer ihre Stelle mit Blick auf ihre Familie aufgegeben. Sie war im Mai zum zweiten Mal Mutter geworden. Die Stelle bleibt weiter unbesetzt.
Neben Anna Kelly rückt nun auch Beni Rae Harmony ins Sprecherteam. Sie hatte Trump zuletzt schon im September auf einer Reise nach Irland begleitet.
Fest verwurzelt in der MAGA-Bewegung
Harmony arbeitete bislang unter anderem als Chefreporterin im Weisse-Haus-Team des rechtsgerichteten Senders Real America's Voice.
Ihre Stelle als Nachrichtensprecherin beim Sender WICS in Illinois hatte sie aufgegeben, nachdem Kritik an ihrer emotionalen Stellungnahme nach dem Attentat auf den rechtsgerichteten Podcaster Charlie Kirk aufgekommen war. «Ich sagte: ‹Ich kündige, und ich lasse mir nicht den Mund verbieten. Ich lasse mir nicht vorschreiben, dass ich nicht über jemanden sprechen darf, der mir am Herzen lag›», hatte Harmony damals erklärt.
Trumps neue Sprecherin hatte auch für republikanische Abgeordnete im US-Kongress gearbeitet. Darunter auch der frühere Parlamentarier Matt Gaetz, der unter anderem nach Vorwürfen von Drogen- und Kindesmissbrauchs sein Mandat aufgegeben hatte.
Aufsehen hatte sie zudem erregt, als sie in der Kampagne für den republikanischen Kandidaten Jarome Bell mit Waffe und einem T-Shirt mit der Aufschrift «Fuck Joe Biden» aufgetreten war. Ihre Sprecher-Kollegin Anna Kelly wies Kritik zurück: «Wir freuen uns darauf, sie an Bord zu haben!»
Trump war zuvor in die Kritik geraten, weil er unliebsame Pressevertreter vom Zugang zum Weissen Haus ausschliessen wollte. Ein US-Gericht hob die Anordnung auf.

