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Donald Trump könnte Wahl verlieren: Lindsey Graham warnt Ex-Präsidenten

This combination photo shows Republican presidential nominee former President Donald Trump at an event, Aug. 15, 2024, in Bedminster, N.J., left, and Democratic presidential nominee Vice President Kam ...
Im Herbst heisst es: Trump gegen Harris.Bild: keystone

Einflussreicher Republikaner warnt: Donald Trump könnte Wahl verlieren

Trumps persönliche Angriffe auf Kamala Harris stossen einigen Republikanern sauer auf. Ein wichtiger Senator hat den Ex-Präsidenten jetzt in aller Öffentlichkeit gewarnt.
19.08.2024, 09:0619.08.2024, 09:06
Thomas Wanhoff / t-online
Ein Artikel von
t-online

In Kreisen der Republikaner werden zunehmend Zweifel laut, ob die persönlichen Angriffe Donald Trumps gegen seine Kontrahentin Kamala Harris dienlich sind. Der ehemalige Präsident hat die Vizepräsidentin in den vergangenen Wochen immer wieder beschimpft und beleidigt. Jetzt hat sich ein prominenter Republikaner zu Wort gemeldet.

Lindsey Graham gilt als einer der einflussreichsten Senatoren der Republikaner. Nun hat er sich in einem Interview mit «Meet the press» Kritik geäussert. Graham sagte:

«Der [ehemalige] Präsident Trump kann diese Wahl gewinnen. Seine Politik ist gut für Amerika. Und wenn man eine Debatte über die Politik des Präsidenten führt, gewinnt er. Donald Trump, der Provokateur, der Showman, wird diese Wahl vielleicht nicht gewinnen.»
Lindsey Graham, Republikanischer Senator
Sen. Richard Blumenthal, D-Conn., left, and Sen. Lindsey Graham, R-S.C., confer before speaking to reporters about a bill to designate Russia as a state sponsor of terrorism, at the Capitol in Washing ...
Republikaner Lindsey Graham sitzt seit 2003 für den Bundesstaat South Carolina im Senat.Bild: keystone

Graham schlägt vor, dass Trump sich mehr auf politische Themen verlagern solle. «Das ist, worauf ich mich konzentrieren würde. Politische Inhalte. Politische Inhalte sind der Schlüssel zum Weissen Haus», sagte Graham.

Äusserungen über das Aussehen von Harris

Trump war am Wochenende erneut von seinem Redeskript abgewichen und hatte sein Äusseres mit dem von Kamala Harris verglichen. «Ich sage, dass ich viel besser aussehe. Ich sehe besser aus als Kamala», erklärte er der Menge und reagierte damit auf die Kritik, die er von einem republikanischen Kommentator gelesen hatte. Dieser hatte die Attraktivität von Harris als Vorteil für die Demokratin bezeichnet.

Trump hatte am Freitag seine Angriffe verteidigt und gegen Harris nachgelegt. «Ich bin sehr wütend auf sie, dass sie das Justizsystem gegen mich und andere Menschen eingesetzt hat», antwortete der ehemalige Präsident. «Ich denke, ich habe ein Recht auf persönliche Angriffe. Ich habe nicht viel Respekt vor [Harris]. Ich habe nicht viel Respekt vor ihrer Intelligenz, und ich denke, sie wird eine schreckliche Präsidentin sein».

Meinungsforscher und Verbündete gegen Ratschläge

Der republikanische Meinungsforscher Frank Luntz und andere Konservative haben davor gewarnt, dass solche Äusserungen Trumps ohnehin schon prekäre Position bei den weiblichen Wählern noch weiter beschädigen könnten. Luntz bezeichnete die geschlechtsspezifische Kluft zwischen Harris und Trump als «Abgrund» und zitierte nach Angaben des US-Magazins «Newsweek» jüngste Umfragedaten, die eine erhebliche Diskrepanz in der Unterstützung zwischen männlichen und weiblichen Wählern zeigen.

Sogar Kellyanne Conway, eine treue Trump-Verbündete, äusserte Kritik. «Die Erfolgsformel für Präsident Trump ist ganz klar. Es sind weniger Beleidigungen, mehr Einsichten und dieser politische Kontrast», sagte sie dem Sender Fox.

Graham hofft auf einen Wandel. Er erwartet, dass Trump in den letzten 80 Tagen bis zur Wahl seine Pläne zur Inflation, der Immigration und den hohen Preisen vorstellt. «Jeder Tag, an dem wir nicht über ihre [Kamala Harris, Anm.d.Red.] politischen Entscheidungen als Vizepräsidentin sprechen und darüber, was sie als Präsidentin tun würde, ist ein guter Tag für sie und ein schlechter Tag für uns.»

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Donald Trump gibt Kamala Harris die Schuld am Börsencrash
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