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«Komplett lächerlich» – Putin macht sich über Berichte von Trump-Spionage lustig

Russian President Vladimir Putin speaks during a news conference after a meeting with his Moldovan counterpart Igor Dodon at the Kremlin in Moscow, Russia, January 17, 2017. REUTERS/Sergei Ilnitsky/Po ...
«Wissen Sie, ich kann mir kaum vorstellen, dass er aus seinem Hotel gerannt ist, um unsere Mädchen mit ‹verringerter sozialer Verantwortung› zu treffen, auch wenn sie natürlich die besten der Welt sind», sagte der russische Staatschef, wobei er sich nur schwer ein Lachen verkneifen konnteBild: POOL/REUTERS

«Komplett lächerlich» – Putin macht sich über Berichte von Trump-Spionage lustig

Russlands Staatschef Wladimir Putin hat sich über Medienberichte lustig gemacht, wonach die russischen Geheimdienste den künftigen US-Präsidenten Donald Trump während eines Besuchs in Moskau 2013 ausspioniert haben.
17.01.2017, 21:4218.01.2017, 08:43

Bei einer Medienkonferenz in Moskau witzelte Putin am Dienstag unter anderem darüber, dass der US-Immobilienmilliardär anders als in Medienberichten nahegelegt als langjähriger Ausrichter der Miss-Universum-Wahl wohl kaum auf die Dienste russischer Prostituierter angewiesen sei.

Auf Nachfrage von Journalisten sagte Putin, als Trump im November 2013 die russische Hauptstadt besucht habe, sei er «in keiner Weise eine politische Figur» gewesen – «wir wussten nicht einmal etwas von seinen politischen Ambitionen». «Denkt irgendjemand, dass unsere Geheimdienste jedem amerikanischen Milliardär hinterherjagen?», fügte Putin hinzu. «Natürlich nicht, das ist einfach komplett lächerlich.»

Putin: Trump hat russische Prostituierte nicht nötig

Vor einer Woche hatten US-Medien, darunter die renommierte Zeitung «New York Times», über unbewiesene brisante Informationen zu Trumps Privatleben und seinen Finanzen berichtet, mit denen Russland ihn erpressen könnte. Das Medienportal Buzzfeed veröffentlichte ein 35 Seiten starkes Dossier, in dem unter anderem von Sexvideos mit Prostituierten in einem Moskauer Luxushotel 2013 die Rede war.

«Denkt irgendjemand, dass unsere Geheimdienste jedem amerikanischen Milliardär hinterherjagen? Natürlich nicht, das ist einfach komplett lächerlich.»
Wladimir Putin

Putin ging am Dienstag ausführlich auf die Angaben zu den Sexvideos mit Prostituierten ein. Trump sei ein Mann, «der sein ganzes Leben mit dem Organisieren von Schönheitswettbewerben zugebracht und die schönsten Frauen der Welt getroffen hat», sagte er.

«Wissen Sie, ich kann mir kaum vorstellen, dass er aus seinem Hotel gerannt ist, um unsere Mädchen mit ‹verringerter sozialer Verantwortung› zu treffen, auch wenn sie natürlich die besten der Welt sind», sagte der russische Staatschef, wobei er sich nur schwer ein Lachen verkneifen konnte. In ernstem Ton versicherte er dann, dass Prostitution «ein ernst zunehmendes, schreckliches soziales Phänomen» sei.

FILE - In this Jan. 13, 2017 file photo, President-elect Donald Trump speaks with reporters in the lobby of Trump Tower in New York. Premiums and the number of uninsured would soar under a Republican  ...
Trump weist die Erpressungs-Vorwürfe als «Fake News» zurück und bezeichnet das ganze als eine «Hexenjagd». Bild: Evan Vucci/AP/KEYSTONE

«Keine moralischen Grenzen»

Putin legte nahe, dass es sich bei den Vorwürfen gegen Trump um bewusste Falschmeldungen handle. «Die Menschen, die Fälschungen dieser Art anordnen, wie sie jetzt gegen den gewählten US-Präsidenten kursieren, sind schlimmer als Prostituierte, sie haben überhaupt keine moralischen Grenzen.» Es sei «ein einmaliger Vorgang», dass solche Methoden gegen einen gewählten US-Präsidenten angewandt würden.

«Das zeigt ein bedeutendes Mass an Verfall der politischen Elite im Westen», fügte Putin hinzu. Trump selbst hatte die Berichte als «Fake News» zurückgewiesen, die eine «totale politische Hexenjagd» darstellten.

Die US-Geheimdienste hatten Russland zuvor in einem Bericht vorgeworfen, sich mit Cyberattacken in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um der Demokratin Hillary Clinton zu schaden und Trump zu begünstigen. Wegen dieser mutmasslichen Einmischung verhängte der scheidende Präsident Obama eine Reihe von Sanktionen gegen Moskau. (sda/afp)

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