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epa07757081 A man comforts a woman while kneeling in front of a make shift memorial along the street behind the scene of a mass shooting at a Walmart in El Paso, Texas, 04 August 2019. A day earlier, 20 people killed and 26 injured in a mass shooting at the Walmart in El Paso, Texa Prosecutors said that they will seek the death penalty against Patrick Crusiuss, a 21-year-old man, accused of the mass shooting.  EPA/LARRY W. SMITH

Es war das blutigste Wochenende in den USA dieses Jahr: 29 Menschen kamen bei zwei Amokläufen ums Leben. Bild: EPA

«Er ist ein Rassist!» – so reagieren Trumps Widersacher auf die Attentate in den USA

Die USA blickt auf ein erschütterndes Wochenende zurück. Innerhalb von 24 Stunden kamen bei zwei Attentaten 29 Menschen ums Leben. Trumps Konkurrenten sehen dessen Politik als Quelle des Übels.



Die USA stehen unter Schock. Bewaffnete Angreifer hatten binnen 24 Stunden an zwei verschiedenen Orten in den USA 29 Menschen erschossen. In einem Einkaufszentrum in der Grenzstadt El Paso in Texas tötete ein Schütze am Samstag mindestens 20 Menschen, 26 weitere wurden verletzt. Der mutmassliche Täter ergab sich. Die Ermittler stufen den Fall als inländischen Terrorismus ein. Wenige Stunden später hat ein anderer Einzeltäter in der Stadt Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen erschossen und 27 verletzt.

Die demokratischen Präsidentschaftskandidaten haben sich reihenweise gegen die Waffengewalt ausgesprochen. Der Demokrat Beto O'Rourke, der aus El Paso stammt, greift Trump am schärfsten an und bezeichnet den Präsident vor laufenden Kameras als Rassisten. Doch auch Trumps restliche Widersacher sehen dessen Politik als Zündschnur für rassistisch motivierte Taten.

Bernie Sanders

Democratic presidential candidate Sen. Bernie Sanders, I-Vt., speaks during an American Federation of State, County and Municipal Employees Public Service Forum in Las Vegas Saturday, Aug. 3, 2019. (Steve Marcus/Las Vegas Sun via AP)
Bernie Sanders

Bild: AP

«Es geschieht Mal für Mal und die ganze Welt fragt sich, wie es um die mentale Gesundheit der Vereinigten Staaten steht. Alle Beweise da draussen deuten daraufhin, dass wir einen Präsidenten haben, der ein Rassist und Xenophob ist und an den weissen Nationalismus appelliert.»

Elizabeth Warren

«Wir müssen den weissen Nationalismus als das bezeichnen, was er ist: inländischer Terrorismus. Er ist eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten und wir haben dieses Wochenende die verheerenden Auswirkungen gesehen. Wir müssen in Betracht ziehen, dass selbst der Präsident zu Rassismus und weisser Vorherrschaft aufruft.»

Julián Castro

Former Housing and Urban Development Secretary and Democratic presidential candidate Julian Castro speaks during a candidate forum on labor issues Saturday, Aug. 3, 2019, in Las Vegas. (AP Photo/John Locher)
Julian Castro

Bild: AP

«Es herrscht ein giftiges Klima in den USA – weisser Nationalismus. Ich glaube, dass Trump das Klima verschlechtert. Verantwortlich für die Schiesserei ist aber der Schütze.»

Beto O'Rourke

«Er [Trump] ist ein Rassist und er schürt Rassimus im Land. Er hat Mexikaner Vergewaltiger und Kriminelle genannt, obwohl sie nachweislich weniger kriminell sind als hier Geborene. Er versucht uns Angst zu machen vor ihnen und dies hat nun echte Effekte und Auswirkungen.»

Kamala Harris

In this July 31, 2019, photo, Sen. Kamala Harris, D-Calif., participates in the second of two Democratic presidential primary debates hosted by CNN in Detroit. (AP Photo/Paul Sancya)

Bild: AP

«Trump benutzt das Mikrophon dazu, Hass und Zwietracht in unserem Land zu säen. Er sieht den inländischen Terrorismus nicht als Problem.»

Pete Buttigieg

Democratic presidential candidate Pete Buttigieg, mayor of South Bend, Ind., reflects on the news of a mass shooting in El Paso, Texas, during an appearance at an American Federation of State, County and Municipal Employees public service forum in Las Vegas, Saturday, Aug. 3, 2019. (Steve Marcus/Las Vegas Sun via AP)
Pete Buttigieg

Bild: AP

«Trump hat seine politische Karriere darauf ausgerichtet, Mexikaner zu verteufeln und jetzt sehen wir die Berichte, dass der Schütze von El Paso zum Ziel hatte, so viele Mexikaner wie möglich zu töten. Es ist ganz klar, dass diese Art von Hass von oben legitimiert wird.»

Und was sagt Trump?

Trump hat den Menschen in den betroffenen Städten sein Mitgefühl ausgesprochen. Er wolle den Menschen in El Paso und Dayton kondolieren, sagte Trump am Sonntag (Ortszeit) vor Journalisten. «Hass hat keinen Platz in unserem Land, und wir werden uns darum kümmern», fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob er etwas gegen die Waffenprobleme im Land tun werde, sagte Trump, seine Regierung habe bereits viel getan. Aber vielleicht müsse noch mehr geschehen. Er habe mit US-Justizminister William Barr sowie mit Vertretern der US-Bundespolizei FBI und des Kongresses darüber gesprochen, wie man solche Gewalttaten verhindern könne, sagte Trump am Sonntag vor Reportern in Morristown im Bundesstaat New Jersey weiter.

Er fügte hinzu, dass es bei Taten wie denen vom Wochenende auch um ein Problem psychischer Erkrankungen gehe. «Das sind Menschen, die sehr, sehr ernsthaft psychisch krank sind», erklärte Trump weiter. Der Republikaner kündigte zudem an, am Montag eine Stellungnahme abzugeben.

Mit Material von sda

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Amoklauf in El Paso, Texas

Trumps Tweets sind nun auch auf Unterhosen verewigt

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