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Spionagevorwurf: US-Bürger in China festgenommen

BEIJING, CHINA - MAY 14: The U.S. national flag is seen next to the Chinese national emblem outside the Great Hall of the People prior to a welcome ceremony for U.S. President Donald Trump on May 14,  ...
Bild: Getty Images AsiaPac

Spionagevorwurf: US-Bürger in China festgenommen

12.06.2026, 11:3612.06.2026, 11:36

Wenige Wochen nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in Peking hat China die Festnahme eines US-Bürgers bestätigt. Die zuständigen Behörden hätten gegen den Mann wegen des Verdachts auf Spionage und der Gefährdung der nationalen Sicherheit «strafrechtliche Zwangsmassnahmen» ergriffen.

Das sagte Aussenamtssprecher Lin Jian in Peking. China habe das US-Konsulat in Guangzhou darüber informiert. Die Rechte des Mannes würden gewahrt, erklärte Lin.

Zuvor hatte die «New York Times» über den Fall berichtet. Der US-Bürger wurde demnach vergangene Woche in der Stadt Kunming in der an Myanmar grenzenden Provinz Yunnan in Südwestchina festgenommen. Dem Bericht zufolge soll ihm Gefährdung der nationalen Sicherheit vorgeworfen worden sein.

Wie das Blatt weiter berichtete, sei der Mann ein Politikwissenschaftler und Leiter einer Forschungsgruppe aus Yangon in Myanmar. Zudem habe er auch Meinungsbeiträge für die «New York Times» verfasst, schrieb das Blatt weiter. Unabhängig von dem Fall kündigte das Aussenamt einen viertägigen Staatsbesuch von Myanmars Präsident Min Aung Hlaing ab kommendem Montag in China an.

Dutzende US-Bürger sitzen in China fest

Mitte Mai hatte Trump China besucht. Im Vorfeld hatten Aktivisten gefordert, der US-Präsident solle die Fälle inhaftierter US-Bürger in der Volksrepublik ansprechen. Diese landeten bei Besuchen in der Volksrepublik immer wieder auf der Agenda. 2024 hatte Jake Sullivan als nationaler Sicherheitsberater von Ex-Präsident Joe Biden die Lösung solcher Fälle in Peking als «Top-Priorität» der damaligen Regierung bezeichnet.

Im selben Jahr sprach der China-Ausschuss im US-Kongress unter Berufung auf den Gründer der auf politische Gefangene in China spezialisierten US-amerikanischen Stiftung Dui Hua, John Kamm, von 200 in der Volksrepublik inhaftierten US-Bürgern.

Ein prominenter Fall ist jener der US-Bürgerin Dawn Michelle Hunt, die Dui Hua zufolge wegen ihrer Verwicklung in einen Drogenschmuggel, in den sie laut ihrer Familie unwissentlich hineingeraten war, seit 2014 im Gefängnis sitzt. Mehr als zehn Jahre wegen eines ähnlichen Falls sass demnach ausserdem der US-Amerikaner Nelson Wells Jr. ab. (sda/dpa)

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