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Reaktion auf Karte von Trump: Island bestellt US-Botschafter ein

Diese Grafik veröffentlichte der US-Präsident Donald Trump am Montag auf der Plattform Truth Social.
Diese Grafik veröffentlichte der US-Präsident Donald Trump am Montag auf der Plattform Truth Social. Bild: Screenshot Truth Social

Reaktion auf Karte von Donald Trump: Island bestellt US-Botschafter ein

08.09.2026, 14:5308.09.2026, 14:53

Mit einer auf der Plattform Truth Social geteilten umstrittenen Nordamerika-Landkarte sorgt US-Präsident Donald Trump auch in Island für Aufruhr.

Die Aussenministerin des Landes, Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir, bestellte am Montag den US-Botschafter ein, wie ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Dabei habe man «unmissverständlich» deutlich gemacht, «dass das Bild völlig unangebracht sei».

Trump provozierte am Montag mit einer Nordamerika-Landkarte, die unter anderem Kanada, Grönland, Mexiko, Kuba und Island unter der US-Flagge zeigt. Darauf prangt nur ein Ländername: Vereinigte Staaten von Amerika. Die Karte selbst kommentierte Trump nicht.

Auch Mexiko und Dänemark reagieren

Der Republikaner kokettiert immer wieder mit dem Wunsch, sich andere Länder und Inseln einzuverleiben. Im Falle von Kanada hatte er anklingen lassen, dass das Nachbarland der 51. Bundesstaat der USA werden könnte. Grönland will er kaufen und argumentiert, nur die USA könnten die zu Dänemark gehörende Insel gegen Begehrlichkeiten beispielsweise aus Russland oder China verteidigen.

Auch in Mexiko sorgte die Grafik für Entrüstung. Präsidentin Claudia Sheinbaum schrieb auf der Plattform X, dass ihr Land weder eine Kolonie noch ein Protektorat eines fremden Landes sei oder jemals sein werde. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge, dass die Grönländer immer wieder deutlich gemacht hätten, nicht Teil der Vereinigten Staaten sein zu wollen. Diese Botschaft bekräftige man weiter. (pem/sda/dpa)

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