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EU baut Zusammenarbeit mit Grönland aus ohne Rücksicht auf Donald Trump

KEYPIX - epa13217743 Danish Prime Minister Mette Frederiksen, Greenland's government leader Jens-Frederik Nielsen, and President of the European Commission Ursula von der Leyen visit Qoornoq, Gre ...
Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Ursula von der Leyen in Qoornoq. Bild: keystone

Botschaft an Trump: EU baut Zusammenarbeit mit Grönland aus

Die EU baut ihre Zusammenarbeit mit Grönland ungeachtet der Kontrollansprüche von US-Präsident Donald Trump deutlich aus.
07.09.2026, 16:4007.09.2026, 16:40

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnete am Montag bei einem Besuch auf der rohstoffreichen Arktisinsel eine Erklärung zur Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Grönland. Zudem kündigte sie ein neues 200 Millionen Euro schweres Investitionspaket an.

Das Geld soll in diesem und im nächsten Jahr investiert werden und unter anderem die Erschliessung kritischer Rohstoffe sowie den Ausbau von sicheren Internetverbindungen über Satelliten und Unterseekabel voranbringen. Einen Teil der Mittel soll die grönländische Regierung zudem nutzen können, um ihre Verwaltungskapazitäten auszubauen. Überdies ist die Vorbereitung von Programmen für nachhaltigen Tourismus und Wohnungsbau vorgesehen.

Laut der Erklärung soll ausserdem künftig auch bei der Cybersicherheit, dem Schutz kritischer Infrastruktur und dem Kampf gegen hybride Bedrohungen enger zusammengearbeitet werden. Zu letzteren werden etwa auch Desinformationskampagnen und andere Versuche der Einflussnahme von aussen gerechnet. Der grönländische Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen sagte in einer Pressekonferenz, Grönland brauche die Europäische Union, und die EU brauche Grönland.

Trump will Grönland für die USA

Brisant ist der Besuch von der Leyens, weil die USA unter Verweis auf Sicherheitsinteressen Ansprüche auf Grönland erheben und einen Verkauf der riesigen Insel an die Vereinigten Staaten erzwingen wollen. Schon 2019 hatte US-Präsident Donald Trump von einem Kauf der Insel gesprochen – damals hatten das in Dänemark und Grönland viele für einen Scherz gehalten. Doch noch vor Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte Trump das Thema wieder auf den Tisch gebracht und den Druck seitdem stetig erhöht.

Präsident Trump argumentiert dabei, dass Dänemark die grösste Insel der Welt nicht vor Russland und China schützen könne. Zudem ist das Territorium mit gerade einmal knapp 57'000 Einwohnern auch wegen seiner umfassenden Vorkommen an kritischen Rohstoffen interessant. (sda/dpa)

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