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USA könnten Iran binnen 96 Stunden angreifen

President Donald Trump points while departing after speaking during a campaign rally at McMorran Place Sports and Entertainment Center, Sunday, Oct. 25, 2026, in Port Huron, Mich. (AP Photo/Julia Dema ...
Donald Trump an einer Wahlkampfveranstaltung.Bild: keystone

USA könnten Iran binnen 96 Stunden angreifen

Die USA haben genügend Streitkräfte im Nahen Osten zusammengezogen, um binnen 96 Stunden nach einem Befehl von Donald Trump einen grossen Angriff auf Iran zu starten. Das berichten mehrere US-Beamte gegenüber CNN. Einen Angriffsbefehl hat Trump allerdings noch nicht erteilt.
26.10.2026, 06:4026.10.2026, 06:40

Nach Angaben von CNN liegen im Pentagon umfangreiche Angriffspläne bereit. Mögliche Ziele sind iranische Energieanlagen, Militärstandorte und Nuklearanlagen. Die nächste Operation könnte dabei deutlich grösser ausfallen als die begrenzten Angriffe der vergangenen Monate.

«Es wird eine grosse Operation.»
US-Beamter

Einige gegenwärtige und ehemalige US-Beamte gehen dem Bericht zufolge inzwischen davon aus, dass es eher eine Frage des Zeitpunkts als des Ob ist. Als besonders wahrscheinlich gilt eine Entscheidung nach den US-Zwischenwahlen am 3. November. Trump selbst habe sich allerdings noch nicht endgültig entschieden und in der Vergangenheit auch schon geplante Schritte kurzfristig abgesagt.

Iran bereitet sich auf Gegenschlag vor

US-Geheimdienste gehen laut CNN davon aus, dass Iran und die verbündeten Huthi-Rebellen die Gefahr neuer Angriffe ernst nehmen. Bei einem amerikanischen oder israelischen Angriff wäre demnach mit einer schnellen Vergeltung gegen US-Personal und Einrichtungen in der Region zu rechnen.

Ein US-Geheimdienstbericht vom 23. Oktober warnt zudem, Iran habe seine Bemühungen verstärkt, amerikanisches Personal ins Visier zu nehmen. Entsprechende Planungen hätten in mehreren Ländern bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht.

Das ist auch ein Grund, weshalb Washington seine diplomatische Präsenz in der Region reduziert. Für Teile des Botschaftspersonals in Saudi-Arabien wurde bereits die Ausreise angeordnet. Weitere US-Vertretungen könnten folgen oder personell verkleinert werden.

Israel drängt auf gemeinsame Angriffe

Auch Israel bereitet sich laut CNN auf neue Angriffe vor. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe Trump zuletzt zu einem gemeinsamen Vorgehen noch vor den Wahlen gedrängt. Trump habe dafür jedoch kein grünes Licht gegeben.

US-Vertreter hätten Israel stattdessen signalisiert, mit neuen Angriffen zu warten, bis beide Länder gemeinsam vorgehen könnten. Nach Einschätzung mehrerer Quellen könnte dies ebenfalls nach den Midterms geschehen.

Netanyahu erklärte diese Woche, seine Anweisung an Armee, Mossad und andere Sicherheitsorgane sei es, das iranische Regime zu stürzen. Mit den Planungen vertraute Quelle meinten gegenüber CNN:

«Die Pläne sind fertig und warten auf Trumps Zustimmung. Es könnte nach den Midterms passieren.»

Noch ist damit kein neuer Angriff beschlossen. Doch Washington hat seine Streitkräfte inzwischen so positioniert, dass Trump einen umfangreichen Militärschlag gegen Iran innerhalb weniger Tage anordnen könnte. (mke)

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