Zwei Tote nach Schüssen bei Salsa-Festival in Toronto – Täter auf der Flucht
Bei Schüssen auf einem Salsa-Festival in der kanadischen Stadt Toronto sind zwei Männer getötet worden. Mindestens vier weitere Menschen wurden mit schweren Schussverletzungen in naheliegende Krankenhäuser gebracht, wie der stellvertretende Polizeichef Frank Barredo am späten Samstagabend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mitteilte.
Die Polizei gehe derzeit von einem Schusswechsel zwischen mindestens zwei Personen aus, die sich durch die Menschenmenge bewegt hätten, sagte Barredo weiter. Zwei Schusswaffen seien sichergestellt worden, es gebe mindestens drei Tatorte.
CURRENT INFO:
— Toronto Police Operations (@TPSOperations) July 12, 2026
-Police have secured the scene
-Five people have been located with gunshot wounds. Tragically, two victims have been pronounced deceased
-A large police presence remains in the area as officers continue their investigation
-Please continue to avoid the area and…
Ermittler der Mordkommission sowie der Abteilung für Schusswaffen- und Bandenkriminalität untersuchten den Vorfall. Die Polizei machte keine Angaben zur Identität der Toten und ob es sich um Unbeteiligte oder um den oder die Schützen handelte. Bislang habe es keine Festnahmen gegeben. Die Polizei gehe dennoch nicht von einer weiteren Gefahr in dem Gebiet aus, sagte Barredo.
Polizeiangaben zufolge ereignete sich der Vorfall kurz nach 20.00 Uhr Ortszeit am Samstagabend (2.00 Uhr MESZ/Sonntag) bei dem Festival «Salsa on St. Clair» in der Hafenstadt am Lake Ontario. Dort feierten Menschen mit lateinamerikanischer Musik auf der Strasse. Das Festival mit Musik, Künstlern und lateinamerikanischen Spezialitäten zieht laut der Webseite der Organisatoren jedes Jahr Hunderttausende Menschen auf die Strassen des Stadtteils Hillcrest Village.
Am Samstagabend waren laut Polizei etwa 13'000 Menschen vor Ort. Aufgrund der Menge an möglichen Zeugen sowie zu sichtenden Videomitschnitten gehe er von komplexen Ermittlungen aus, sagte Polizeichef Barredo.
Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow schrieb auf der Plattform X, sie sei «angewidert und wütend» über den Vorfall. «Das war ein rücksichtsloser, verabscheuungswürdiger Gewaltakt», schrieb Chow.
Kanadas Premierminister Mark Carney zeigte sich ebenfalls entsetzt: «Meine Gebete sind bei den Familien, die um ihre Angehörigen trauern, bei denjenigen, die sich in kritischem Zustand befinden und bei allen, die von diesem schrecklichen Ereignis betroffen sind», schrieb er auf X. (sda/dpa)
