International
Verbrechen

Montreal: 3 Tote bei Schusswaffenvorfall in Montreal

Montreal Police Chief Fady Dagher speaks to press following a shooting in Montreal on Monday, June 22, 2026. (Christopher Katsarov/The Canadian Press via AP)
Canada Police Shots
Neben einem Polizisten und einem Zivilisten ist auch der mutmassliche Angreifer unter den Toten, teilte die Polizei mit.Bild: keystone

3 Tote bei Schusswaffenvorfall in Montreal – das ist bekannt

23.06.2026, 05:4923.06.2026, 06:24

Was ist passiert?

Bei einem Schusswechsel in der kanadischen Grossstadt Montreal sind drei Menschen getötet worden. Neben einem Polizisten und einem Zivilisten sei auch der mutmassliche Angreifer unter den Toten, teilte die Polizei mit. Ausserdem gebe es zwei Verletzte, darunter eine Polizistin. Diese schwebe allerdings nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Schüsse fielen nach bisherigen Erkenntnissen am Montagabend bei einem Hotel im Viertel Côte-des-Neiges. Die Polizei warnte vor einem «bewaffneten und gefährlichen Verdächtigen» und rief dazu auf, die Gegend zu meiden. Die Beamten seien bei ihrer Ankunft am Tatort unter Beschuss geraten, sagte der Polizeisprecher. Daraufhin rückten gepanzerte Fahrzeuge und schwer bewaffnete Einheiten der Polizei an.

Was sagt die Polizei?

Es sei ein «Alptraum», dessen Hintergründe noch offen seien. Ein terroristisches Motiv schlossen die Ermittler aus. Weitere Verdächtige in dem Fall gebe es nicht.

Seit 24 Jahren sei kein Polizist mehr im Einsatz getötet worden, sagte ein Sprecher weiter. «Mit tiefer Trauer bestätigen wir den tragischen Tod des Polizeibeamten Benredouane, der im Dienst zum Schutz der Öffentlichkeit ums Leben gekommen ist», heisst es in einem Post der Montrealer Polizei.

Was war das Motiv?

Medienberichten zufolge soll der mutmassliche Täter eine Art Manifest verfasst haben. Das Dokument enthielt demnach hasserfüllte Sprache, die typisch für die sogenannte Incel-Bewegung ist – eine antifeministische Online-Community, die archaische Rollenbilder und frauenfeindliche Narrative propagiert. Dies vermeldet unter anderem Radio-Canada. Eine Bestätigung der Sicherheitsbehörden gab es dafür zunächst nicht. (ome/sda)

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