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Tucker Carlson bricht endgültig mit der republikanischen Partei

Video: watson/nina bürge

Tucker Carlson bricht endgültig mit den US-Republikanern: «Sie haben die USA verraten»

23.06.2026, 09:5323.06.2026, 09:53

2024 unterstützte der langjährige Fox-Moderator im US-Wahlkampf noch Donald Trump, seither ist viel Wasser den Rhein hinuntergeflossen. Carlson attackierte in den letzten Monaten immer wieder den US-Präsidenten, vor allem seit Beginn des Iran-Krieges. Er inszenierte sich als vehementer Kritiker und im Zuge dessen wurde ihm auch Antisemitismus vorgeworfen. Nachdem der Krieg gestartet war, entschuldigte er sich gar bei seiner Hörerschaft, dass er Trump unterstützt und die Leute fehlgeleitet hat.

Tuckr Carlson
Tucker Carlson bricht endgültig mit der Republikanischen Partei.Bild: youtube/Can't Be Censored

Nichtsdestotrotz erfreut sich Tucker in den USA weiterhin einer grossen Beliebtheit. Seitdem er 2023 von Fox gefeuert wurde, hat er mit seinem Podcast eine grosse Fangemeinde aufgebaut. Sein Wort hat – zumindest in Teilen der Bevölkerung – immer noch Gewicht.

Den Republikanern und Trump dürften darum die Worte nicht gefallen, die Carlson im Podcast «Can't Be Censored», der bereits am 18. Juni publiziert wurde, geäussert hat. Darin sagt er unter anderem:

«Ich unterstütze die Republikanische Partei nicht mehr.»

Rhetorisch fragt er weiter, wie US-amerikanische Wählerinnen und Wähler «eine politische Partei unterstützen könnten, die den Vereinigten Staaten nicht treu» sei und «die Interessen eines fremden Landes über die der eigenen Bürgerinnen und Bürger stellt».

Video: watson/nina bürge

Zudem wiederholt Carlson seine These, dass die USA den Iran-Krieg nur aufgrund des Druckes von Israel gestartet haben: «Das zu wissen bedeutet zu wissen, dass die US-Regierung die Vereinigten Staaten verraten hat. Es gibt einfach keine andere Möglichkeit, das zu interpretieren.»

So wäre es für ihn unmöglich, «solche Leute» zu wählen. «Ich habe mein ganzes Leben lang die Republikaner gewählt, ich habe bei Fox News gearbeitet. Seit 35 Jahren setze ich mich konsequent für die Republikanische Partei ein, aber das hier lässt sich nicht verteidigen, weil es unmoralisch ist.»

Carlson betont allerdings auch, dass er jetzt nicht zu einem Demokraten wird. «Ich werde die Demokratische Partei nicht unterstützen. Ich weiss nicht, was ich tun werde», sagt er und fügt an:

«Ich bin raus. Und wenn ich raus bin, dann sind es wohl viele andere auch.»
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