Deshalb dauern Gewitterunterbrüche in den USA länger
Vor der Weltmeisterschaft war die Sorge wegen Problemen mit Unwettern gross. Sowohl bei der Klub-WM 2025 als auch bei der Copa América 2024 mussten mehrere Partien wegen Unwetter(-warnungen) unterbrochen werden oder konnten erst verspätet angepfiffen werden. An der laufenden Fussball-WM blieben solche Probleme jedoch lange aus – in der Nacht auf Dienstag (Schweizer Zeit) kam es dann aber erstmals zu einem Unterbruch wegen eines schweren Gewitters
Schon vor dem Spiel zwischen Frankreich und Irak in Philadelphia gab es Sorgen, dass die Partie womöglich nicht pünktlich beginnen könne. Dies war zwar nicht der Fall, doch begann es gegen Ende der 1. Halbzeit dann immer heftiger zu regnen. Während der Pause wurde dann entschieden, den Wiederbeginn wegen des Risikos von Blitzen im Umkreis des Stadions zu verschieben. Die Fans wurden dazu aufgerufen, ihre Sitze zu verlassen und sich im Inneren des Stadions in Sicherheit zu begeben. Der Unterbruch dauerte rund zwei Stunden.
Selbst als es aufgehört hatte zu regnen, wurde das Spiel nicht direkt wieder aufgenommen. Der Grund dafür sind die Vorschriften bezüglich Gewitter rund um Sportveranstaltungen in den USA. So gilt dort, dass Spiele unterbrochen werden, sollte im Umkreis von acht Meilen (rund 12,9 Kilometer) des Stadions die Gefahr von Blitzen herrschen, und erst fortgesetzt werden dürfen, wenn in den letzten 30 Minuten kein Blitzeinschlag registriert worden ist.
So müssen sich die Spieler und Fans auch nach dem Ende eines Unwetters noch etwas gedulden, bis die Partie fortgesetzt werden kann. Anders wäre dies bei den Co-Gastgebern Mexiko oder Kanada, wo keine solchen Regeln existieren. 78 der 104 WM-Spiele finden jedoch in den USA statt. (nih)
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