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Zeitweise höchster Stand seit Mitte Juni: Ölpreise legen deutlich zu

Zeitweise höchster Stand seit Mitte Juni: Ölpreise legen deutlich zu

Die Ölpreise haben am Mittwoch anfängliche Aufschläge deutlich ausgeweitet. Die anhaltenden Angriffe der USA auf den Iran treiben die Preise.
23.07.2026, 01:1523.07.2026, 01:15

Mit 95.57 US-Dollar je Barrel (159 Liter) erreichte der Preis der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im September zeitweise den höchsten Stand seit Mitte Juni. Zuletzt kostete ein Barrel noch 94.39 Dollar und damit 3,7 Prozent mehr als am Vortag. Der Anstieg der vergangenen Tage setzt sich damit fort.

Gestützt wurden die Ölpreise erneut durch die anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die gestiegenen Rohölpreise. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut militärische Ziele im Iran angegriffen. Damit sollten die Möglichkeiten des Landes geschwächt werden, Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus anzugreifen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando CENTCOM mit. Es ist die elfte Nacht in Folge, in der die USA die Islamische Republik angriffen. Zudem hat Jordanien den Beschuss mit sechs weiteren Raketen aus dem Iran gemeldet.

Trump verschärft Rhetorik

US-Präsident Donald Trump verschärfte unterdessen seine Rhetorik: Die Vereinigten Staaten werden demnach künftig jedes Mal eine Brücke oder ein Kraftwerk im Iran «bombardieren und zerstören», wenn die Islamische Republik ein Schiff in der Strasse von Hormus beschiesst. Dabei würden auch andere zivile Infrastrukturobjekte in der Nähe ins Visier genommen werden, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit.

Die in den USA in der vergangenen Woche unerwartet gestiegenen Rohöllagerbestände belasteten die Ölpreise nicht. Sie legten in der vergangenen Woche laut Energieministerium um 2,0 Millionen Barrel zu. Analysten hatten hingegen einen Rückgang um 0,9 Millionen Barrel erwartet. Verantwortlich für die gestiegenen Reserven waren gesunkene Rohölexporte. Es war der dritte Anstieg der Bestände in Folge.

In der zweiten Juni-Hälfte und Anfang Juli war der Ölpreis wegen der Hoffnung auf eine anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten Schritt für Schritt bis auf 70 Dollar gefallen. Doch aus der Hoffnung wurde nichts und der Ölpreis zieht seitdem wieder kräftig an.

Der Brent-Preis liegt aber noch deutlich unter dem Jahreshoch von rund 126 Dollar, das Ende April erreicht wurde. Grund für den starken Anstieg im Frühjahr war der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Iran-Krieg. (sda/awp/dpa)

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