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3000 Jahre alte Grabstätte nahe Luxor von Archäologen entdeckt

Archäologen haben im Süden Ägyptens eine 3000 Jahre alte Grabstätte freigelegt. Das Grab, das einem Mann namens Paser zugeschrieben wird, wurde von Experten der niederländischen Universität Leiden in  ...
Das Grab, das einem Mann namens Paser zugeschrieben wird, wurde von Experten der niederländischen Universität Leiden entdeckt.Bild: Ministry of Tourism and Antiquities

3000 Jahre alte Grabstätte nahe Luxor von Archäologen entdeckt

Archäologen haben im Süden Ägyptens eine 3000 Jahre alte Grabstätte freigelegt.
13.07.2026, 00:0513.07.2026, 00:05

Das Grab, das einem Mann namens Paser zugeschrieben wird, wurde von Experten der niederländischen Universität Leiden in der Nekropole von Scheich Abd al-Qurna am Westufer Luxors entdeckt.

Die Archäologen gingen anhand des künstlerischen Stils der Inschriften davon aus, dass das Grab aus der Ramessiden-Zeit stammt, wie das ägyptische Tourismus- und Antikenministerium am Sonntag mitteilte. Das östlich einer bereits bekannten Bestattungsstätte gelegene Grab folgt demnach dem traditionellen Aufbau der sogenannten thebanischen Gräber aus dem Neuen Reich (etwa 1550-1070 v. Chr.).

Die Archäologen gingen anhand des künstlerischen Stils der Inschriften davon aus, dass das Grab aus der Ramessiden-Zeit stammt.
Die Archäologen gingen anhand des künstlerischen Stils der Inschriften davon aus, dass das Grab aus der Ramessiden-Zeit stammt.Bild: Ministry of Tourism and Antiquities

Die Ramessiden-Zeit bezeichnet den Zeitraum von etwa 1290 v. Chr. bis etwa 1070 v. Chr., in dem elf Pharaonen der 19. und 20. Dynastie unter dem Eigennamen Ramses regierten. Diese Epoche markierte den Höhepunkt und das Ende des Neuen Reiches.

Das nun gefundene Grab besteht aus einem offenen Hof, der zu einer in den Fels gehauenen Kapelle in Form eines umgekehrten T's führt, unter der sich unterirdisch angelegte Grabkammern befinden.

Gut erhaltene Bauelemente

Im Hof fanden die Archäologen den Angaben zufolge mehrere gut erhaltene Bauelemente, darunter eine Lehmziegelbank zum Aufstellen einer Totenstele und eine Treppe, die von Rampen flankiert zum Eingang führt. Im Inneren zeigten Inschriften mit Pasers Namen ihn beim Verehren verschiedener Gottheiten in Schreinen sowie gemeinsam mit seiner Frau sitzend vor einem Opfertisch.

Bereits bekannt ist die Existenz eines Wesirs namens Paser. In der 19. Dynastie diente dieser den Pharaonen Sethos I. und Ramses II. Der Wesir war ein sehr wichtiges Mitglied am Hof des Pharaos und hatte grossen Einfluss.

Das in Oberägypten – also im tiefen Süden des Landes – gelegene Luxor auf der Ostseite des Nils beherbergt einige der bedeutendsten antiken Monumente und archäologischen Stätten der Welt. Hier befand sich einst das alte Theben, Hauptstadt der Pharaonen während der Blütezeit ihrer Macht in der Epoche des Neuen Reiches.

Die heutige Stadt umfasst zwei imposante Bauwerke aus dieser Zeit: den eindrucksvollen Luxor-Tempel und den Karnak-Tempel rund zwei Kilometer nördlich von Luxor. Die Königsgräber im Tal der Könige und Tal der Königinnen liegen am Westufer des Nils. (sda/afp)

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