Leben
Deutschland

Filmemacher und Autor Alexander Kluge mit 94 Jahren verstorben

ABD0073_20260326 - WIEN -
Alexander Kluge ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Bild: APA/APA

Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot

Der deutsche Filmemacher und Autor Alexander Kluge ist tot. Wie der Suhrkamp-Verlag unter Berufung auf seine Familie mitteilte, starb er am Mittwoch im Alter von 94 Jahren in München.
26.03.2026, 13:1026.03.2026, 13:57

Kluge galt als einer der vielseitigsten Intellektuellen in Deutschland, war Filmemacher, Schriftsteller, Philosoph und Jurist. In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde er als einer der einflussreichsten Vertreter des Neuen Deutschen Films bekannt.

Mitglied der «Gruppe 47»

Als Autor gehörte er zum Kreis der «Gruppe 47», die den deutschen Literaturbetrieb in der Nachkriegszeit prägte, und machte sich vor allem mit Kurzgeschichten einen Namen.

Kluge wurde 1932 in Halberstadt geboren, studierte Jura, Geschichte und Kirchenmusik. Er promovierte und arbeitete zunächst als Rechtsanwalt. 1958 volontierte er bei dem weltberühmten Regisseur Fritz Lang («Metropolis») und fing bald darauf an, selbst Regie zu führen.

«In Gefahr und grösster Not bringt der Mittelweg den Tod»

1962 war er einer der Filmemacher, die mit dem «Oberhausener Manifest» ein Kino der Autoren forderten. Kluge inszenierte Filme wie «Abschied von gestern», «Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos» und «In Gefahr und grösster Not bringt der Mittelweg den Tod».

1987 war Kluge Mitbegründer der Produktionsfirma dctp, die private Fernsehsender wie Sat.1 oder RTL mit wissenschaftlichen und kulturellen Beiträgen versorgt. Das Magazin «Spiegel TV» stammt beispielsweise aus seinem Haus. Für seine Bücher und Filme erhielt Kluge unter anderem den Adolf-Grimme-Preis, den Georg-Büchner-Preis, den Heinrich-Heine-Preis sowie den Klopstock-Preis. (dab/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Dieses Schweizer Unternehmen «eröffnet» weitere Privat-Insel in den Bahamas
Das Kreuzfahrtunternehmen MSC gönnt sich den ultimativen Luxus: eine private Insel auf den Bahamas, die ausschliesslich seinen Passagieren vorbehalten ist.
Viele Menschen träumen davon, im Urlaub völlig von der Welt abgeschottet zu sein – ohne die Gefahr, Kolleginnen oder Bekannten zu begegnen. MSC hat dafür eine Lösung: Sandy Cay. So heisst ein kleines Inselparadies auf den Bahamas mit weissen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser.
Zur Story