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Die Welt in Karten

In diesen Gemeinden gibt es die meisten Einpersonenhaushalte

Die Welt in Karten

Hier wohnen die «Einzelgänger» der Nation

Zum heutigen «Tag der Singles» präsentieren wir euch die Schweizerkarte der Einpersonenhaushalte – schon klar, nicht alle Alleinwohner sind Singles oder Einzelgänger. Überraschend sind regionale Unterschiede trotzdem.
11.11.2019, 15:4812.11.2019, 04:39
Lea Senn
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Die Karte vom Bundesamt für Statistik verrät: Grundsätzlich gibt es auf dem Land weniger Einpersonen-Haushalte als in der Stadt. Doch auf den zweiten Blick fällt auf, dass diese Regel vorwiegend im Mittelland gilt. In den alpinen Regionen und im Tessin ist der Anteil an Haushalten, die nur von einer Person bewohnt sind, überdurchschnittlich hoch.

Wie so oft werden die höchsten Werte in sehr kleinen Gemeinden erreicht: Die ersten vier Orte liegen allesamt im Tessin und kommen auf weniger als 60 Einwohner. In Corippo – der kleinsten politischen Gemeinde der Schweiz – lebt der Grossteil der rund ein Dutzend Dorfbewohner alleine in einem Haushalt.

Das Dorf Corippo TI, aufgenommen am Dienstag, 14. Januar 2014. Corippo ist die nach Zahl der Einwohner (Stand 1. Janaur 2013: 18 Einwohner) kleinste politische Gemeinde der Schweiz. Der Dorfkern wurde ...
Corippo: In den meisten dieser Häuser wohnt nur eine Person – viele stehen aber auch leer. Bild: TI-PRESS

Die 10 Gemeinden mit der höchsten Einpersonenhaushalts-Quote:

  1. Corippo TI: 90%
  2. Campo (Vallemaggia) TI: 66,7%
  3. Cerentino TI: 61,5%
  4. Linescio TI: 58,6%
  5. Mathon GR: 57,7%
  6. Zwischbergen VS: 55,8%
  7. Silvaplana GR: 52,5%
  8. Paradiso TI: 52,3%
  9. Muralto TI: 52,5%
  10. Sonogno TI: 52,5%

Und wieder einmal tut sich der Röstigraben auf: Viele Westschweizer Gemeinden kommen auf sehr tiefe Anteile an Einpersonenhaushalten. Die Ausnahme bildet die 366-Seelen-Gemeinde Kallern im Kanton Aargau.

Die 10 Gemeinden mit der tiefsten Einpersonenhaushalts-Quote:

  1. Villars-Epeney VD: 11,4%
  2. Chapelle (Glâne) FR: 12,5%
  3. Kallern AG: 14%
  4. Vaux-sur-Morges VD: 14%
  5. Laconnex GE: 14,6%
  6. Ferpicloz FR: 15,2%
  7. Grens VD: 15,8%
  8. Chavannes-des-Bois VD: 15,9%
  9. Fey VD: 16,1%
  10. Romanel-sur-Morges VD: 16,3%

Der europäische Vergleich

Der Anteil Singlehaushalte im Vergleich zu allen Haushaltsgrössen liegt bei knapp 36%. Damit wohnen umgerechnet 15,8% aller Schweizer alleine. Im europäischen Vergleich liegen wir mit dieser Zahl im Mittelfeld. Die meisten «Alleinwohner» gibt's in Schweden. Auch andere nördliche Länder wie Finnland, Estland, Litauen und Dänemark erreichen hier hohe Werte. Ebenfalls weit vorne ist unser Nachbar Deutschland – in jedem fünften Haushalt lebt dort nur eine Person.

Deutlich seltener trifft man diese Situation im Süden Europas an. In Nordmazedonien machen sie nur gerade einen Anteil von 2,4% aus. Danach folgen die Türkei, Montenegro, die Slowakei und Kroatien. Gut möglich, dass diese Zahl daher kommt, dass junge Erwachsene dort kulturbedingt öfters direkt mit ihrer eigenen Familie einen neuen Haushalt gründen, statt zuerst alleine zu wohnen.

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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w'ever
11.11.2019 15:57registriert Februar 2016
haben die singles eigentlich jemanden im bundeshaus, der für sie lobbyiert?
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Garp
11.11.2019 16:05registriert August 2018
Wäre noch nett gewesen, einen Altersabgleich mit den Karten zu machen. Im Tessin und kleinen Ortschaften, wird es sich bei den Single Haushalten mehrheitlich um alte Menschen handeln, denen der Partner weggestorbene ist. In den Städten wird dies gemischt sein, viele Junge und viele Alte.
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Nicht Pimmel. Polyamorie!
Ich dachte immer, ich sei gefeit vor Gesprächen über unkonventionelle Beziehungsformen. Falsch. Sie sind aktuell der Kern jeder Diskussion.

Es ist ja nicht so, dass das Miteinander immer nur einfach ist, wenn man gegen ein offizielles Miteinander ist.

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