Die Gefahr durch Vögel in der Achterbahn
Achterbahnfahren allein ist schon aufregend genug, doch offenbar gibt es dabei einen zusätzlichen, weniger bekannten Risikofaktor: Vögel. Auf Social Media tauchen immer wieder Videos auf, in denen Fahrgäste während der Fahrt mit Vögeln kollidieren.
Ist die Gefahr tatsächlich so gross, wie die Videos uns weismachen wollen?
Solche Zusammenstösse sind zwar selten, kommen aber durchaus ab und zu vor. So im Erlebnispark Tripsdrill in Baden-Württemberg, zwei Autostunden vom Europa-Park entfernt. Dort starb letzte Woche zum zweiten Mal innert zwei Jahren ein Storch nach einem solchen Zusammenprall, schreibt der «Schwarzwälder Bote».
Forderung nach mehr Schutz
Das Thema rief nun Tierschützer auf den Plan, die den Umgang mit den Tieren im Freizeitpark Tripsdrill bei Cleebronn in Deutschland scharf kritisieren. Sie sind der Meinung, der Park tue nicht genug, um die Tiere zu schützen.
Doch ist die Gefahr wirklich so gross, und wie geht der Europa-Park mit der Situation um? Gemäss Florian Kornprobst, Sprecher des Europa-Parks, habe es bisher keine dokumentierten Fälle von Achterbahnkollisionen mit Vögeln gegeben, schreibt die Zeitung. «Nach unseren bisherigen Erfahrungen halten sich Vögel aufgrund der Geräuschkulisse sowie des Fahrtwinds in der Regel von den fahrenden Achterbahnen fern», heisst es von Kornprobst. Einen genauen Plan, Vögel fernzuhalten, gebe es nicht.
Förderung der Artenvielfalt
Im Fall der Stadttauben werden diese aber durch die hohen Sauberkeitsstandards und die regelmässige Reinigung des Parks nicht zusätzlich angezogen. Mögliche Nahrungsquellen werden daher konsequent beseitigt.
Für Störche engagiert sich der Park sogar aktiv: In ruhigen Bereichen wie «Irland» sowie bei den Hotels wurden fünf betreute Nistplattformen eingerichtet. Im Bereich der Achterbahn Voltron gibt es zudem spezielle Fledermauskorridore. Auch in den Hotels, die zum Gelände des Europa-Parks gehören, werde die Artenvielfalt gefördert, wie beispielsweise mit rund 200 aufgehängten Nistkästen, meint Kornprobst.
(kek)
