Leben
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Lieber «Blick», das habt ihr fein gemacht, merci für eure Liebeserklärung! bild: screenshot blick

Wir schafften es bis nach Amerika! So wurde #dichterdran zum Twitter-Phänomen

Manchmal geschehen Dinge, die hält man im Traum nicht für möglich. Zum Beispiel, dass aus einem Spass, der mal als Psychohygiene begann, plötzlich ein internationaler Erfolg auf Twitter wird. Ein Erfahrungsbericht aus dem Leben mit #dichterdran.



Ob Feminismus oder Fussball, manchmal passt etwas einfach für beides. Ich muss da nämlich mal was klarstellen. Der Name des Hashtags #dichterdran ist geklaut. Ich gebe das hier lieber gleich zu, nicht, dass eines Tages jemand kommt, den Hashtag durch eine Plagiats-Software jagt und uns einen Skandal anhängt. Geklaut ist er von einem Freund, dem Berliner Schriftsteller Moritz Rinke, der einst eine Fussballkolumne für die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» mit dem Titel «Dichter dran» geschrieben hatte.

Als ich am Morgen des 3. Augusts, einem Samstag, nach einem Hashtag für unsere feministisch-parodistische Psychohygiene-Aktion suchte, schoss mir dies durch den Kopf: Was mögen Männer am liebsten? Ja, okay, vielleicht Frauen, aber ganz gewiss genau so gerne, wenn nicht gelegentlich lieber, Fussball. Klauen wir ihnen also etwas, was mit Fussball zu tun hat, und machen wir es uns gefügig. So kam's zu #dichterdran.

So klingt #dichterdan

Und siehe da: Kaum stand #dichterdran auf Twitter, raste es kometenhaft durch das Nervensystem des sozialen Mediums. Und als das verlängerte Wochenende vorbei war, griff es über auf Radiostationen in der Schweiz, Deutschland und Österreich, auf Zeitungen und Online-Portale und schliesslich gelangte es über den Atlantik, zuerst nach Grossbritannien und dann nach Amerika. Und wir sassen an unseren diversen Endgeräten und waren komplett baff. Was hatten wir getan?

Hermann Hesse bei #dichterdran

Aber von vorn: Es war Freitag, der 2. August, und drei Frauen prokrastinierten zufälligerweise gleichzeitig vor dem Computer. Und hatten zufälligerweise alle drei die Rezension eines Literaturkritikers gelesen, der die junge irische Autorin Sally Rooney als «aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen» bezeichnete. Vielleicht meinte er auch gar nicht sie, sondern ihre Inszenierung auf dem Autorinnenfoto im «New Yorker», egal, es stand da, und c'est le ton qui fait la musique, denn was ist ein Reh schon ausser zart und schwach und Beschützerinstinkte weckend. Also nicht ganz ernst zu nehmen. Dazu nervös veranlagt, aufgeschreckt. Und dann hat es auch noch sinnliche Lippen. Ein verhühnertes Sex-Reh quasi.

Martin Walser

ARCHIVE --- DER DEUTSCHE SCHRIFTSTELLER MARTIN WALSER WIRD AM 24. MAERZ 90 JAHRE ALT. FUER SEIN WERK ERHIELT ER 1998 DEN FRIEDENSPREIS DES DEUTSCHEN BUCHHANDELS. ERST KUERZLICH IST SEIN NEUESTES BUCH

Bild: AP

Martin Walser bei #dichterdran

Die eine von uns, die Literaturwissenschaftlerin und Journalistin Nadia Brügger, nervte das. Mich auch. Weil ich sowas schon allzu oft gelesen hatte. Und ich schlug vor, dass wir doch zum Spass und eben zur Psychohygiene mal genau so über Männer schreiben könnten. Mal frei erfunden und komplett übertrieben, mal der Wirklichkeit nachempfunden. Um in der Umkehrung die ganze Absurdität der Geschlechterperspektive klar zu machen.

Karl Ove Knausgard

ARCHIV - Der norwegische Schriftsteller Karl Ove Knausgard sitzt am 02.10.2015 vor einem Hotel in Berlin. (zu dpa-Literaturdienst vom 24.10.2017) (KEYSTONE/DPA/Bernd von Jutrczenka)

Bild: DPA dpa

Karl Ove Knausgard bei #dichterdran

Kaum hatte ich das geschrieben, hängte sich auch schon die Regisseurin und Autorin Güzin Kar mit rein. Nun ist Güzin Kar bekanntermassen eine der lustigsten Frauen der Schweiz, und deshalb lief in unserem kleinen Grüppchen sehr schnell alles sehr rund, das Vergnügen schwappte über, unsere Follower hatten viel mehr Spass als an allem, was wir sonst so machten, und am nächsten Morgen erwachte ich und dachte: Shit, wir brauchen einen Hashtag!

Das Nächste, was ich weiss, ist, dass Güzin ein erstes Radiointerview gab. Und Anna Rothenfluh in einer kurzen Notiz zusammenfasste, was bisher geschehen war. Über 80'000 von euch lasen Annas Notiz, sie wurde über 2000 Mal geteilt. Unsere Tweets wurden hundertfach geliked. Am 7. August fuhr ich nach Locarno zum Filmfestival und wollte arbeiten, aber eine deutsche Radiostation nach der anderen rief an.

Alex Capus

Der Oltner Schriftsteller Alex Capus in Olten, am Donnerstag, 3. September 2015. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Bild: KEYSTONE

Alex Capus bei #dichterdran

Einmal sass ich in einem Ristorante, hatte Hunger, bereitete ein Interview mit Hilary Swank vor, das Telefon klingelte und netter Herr fragte: «Haben Sie das auch schon erlebt, diese Form von Diskriminierung?» Ich dachte, halt, stopp, es geht mir doch hier gar nicht darum, die Diskussion in einen Opferkult einzuschleusen, gerade das ist es doch nicht, es geht darum, über das satirische Vorhalten eines Spiegels Dinge kenntlich zu machen. Ein wenig so wie amerikanische Late Night Shows den Leuten via Satire oft fruchtbarer die Furchtbarkeit von Trump vermitteln können als ein Leitartikel in der «New York Times». Wir waren Twitter. Dreist, kurz, knackig. Hashtag-Feminismus mit einem ironischen Twist.

Arno Camenisch

ZUM SDA-KULTUR-TEXT  „AUTOREN UND IHRE LIEBLINGSWANDERUNGEN“ VON HEUTE, MITTWOCH, 28. JUNI 2017, STELLEN WIR IHNEN BILDER DER WANDERUNG VON ARNO CAMENISCH ZUR VERFUEGUNG --- Author Arno Camenisch poses for a picture at Crestasee during a hike from Trin to Crestasee lake and from there onwards to the viewing platform in Conn in the canton of Grisons, Switzerland, on June 5, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Schriftsteller Arno Camenisch posiert fuer ein Bild am Crestasee waehrend einer Wanderung von Trin zum Crestasee und von dort weiter zur Aussichtplattform in Conn im Kanton Graubuenden, aufgenommen am 5. Juni 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)ZUM SDA-KULTUR-TEXT  „AUTOREN UND IHRE LIEBLINGSWANDERUNGEN“ VON HEUTE, MITTWOCH, 28. JUNI 2017, STELLEN WIR IHNEN BILDER DER WANDERUNG VON ARNO CAMENISCH ZUR VERFUEGUNG --- Author Arno Camenisch poses for a picture at Crestasee during a hike from Trin to Crestasee lake and from there onwards to the viewing platform in Conn in the canton of Grisons, Switzerland, on June 5, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Schriftsteller Arno Camenisch posiert fuer ein Bild am Crestasee waehrend einer Wanderung von Trin zum Crestasee und von dort weiter zur Aussichtplattform in Conn im Kanton Graubuenden, aufgenommen am 5. Juni 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)ZUM SDA-KULTUR-TEXT  „AUTOREN UND IHRE LIEBLINGSWANDERUNGEN“ VON HEUTE, MITTWOCH, 28. JUNI 2017, STELLEN WIR IHNEN BILDER DER WANDERUNG VON ARNO CAMENISCH ZUR VERFUEGUNG --- Author Arno Camenisch poses for a picture at Crestasee during a hike from Trin to Crestasee lake and from there onwards to the viewing platform in Conn in the canton of Grisons, Switzerland, on June 5, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Schriftsteller Arno Camenisch posiert fuer ein Bild am Crestasee waehrend einer Wanderung von Trin zum Crestasee und von dort weiter zur Aussichtplattform in Conn im Kanton Graubuenden, aufgenommen am 5. Juni 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)ZUM SDA-KULTUR-TEXT  „AUTOREN UND IHRE LIEBLINGSWANDERUNGEN“ VON HEUTE, MITTWOCH, 28. JUNI 2017, STELLEN WIR IHNEN BILDER DER WANDERUNG VON ARNO CAMENISCH ZUR VERFUEGUNG --- Author Arno Camenisch poses for a picture at Crestasee during a hike from Trin to Crestasee lake and from there onwards to the viewing platform in Conn in the canton of Grisons, Switzerland, on June 5, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Schriftsteller Arno Camenisch posiert fuer ein Bild am Crestasee waehrend einer Wanderung von Trin zum Crestasee und von dort weiter zur Aussichtplattform in Conn im Kanton Graubuenden, aufgenommen am 5. Juni 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Arno Camenisch im #dichterdran-Check

«Camenisch, oft mit zerzaustem Haar und roter Mütze unterwegs, stellt seinen Körper gern in knappen Strickpullovern zur Schau. Zudem kultiviert der Bergler mit den sinnlichen Lippen den breitesten Bündner Dialekt. Der einlullenden Stimme zuhören und dabei ins Träumen geraten – das könnten wir ewig.»

Silvia Tschui im «Blick»

Aber ich dachte nach und erinnerte mich an eine alte Kritik meines vorletzten Romans, irgendwas wurde da getadelt, das Schreiben über alternde Frauenkörper, Wilhelm Genazino, glaubte ich mich zu erinnern, hätte das besser gekonnt, hiess es, ausgerechnet Genazino, der Frauen so beschreibt, dass man danach keine mehr anschauen mag.

Das sagte ich dem Herrn am Radio. Nur um wenig später in der deutschen Wochenzeitung «Der Freitag» zu lesen, meine Erinnerung sei nicht korrekt gewesen: «Hat Simone Meier ein schlechtes Gedächtnis? Man will nicht hoffen, dass sich hier mangelnde Kritikfähigkeit des Sexismusvorwurfs bedient hat.» Es war mir eine Lehre. In deutschen Medien schaut man eben besonders genau hin. Ausser es handelt sich um Relotius und Konsorten. Da vertraut man erst mal ein paar Jahre lang darauf, dass der coole Ton der coolen Jungs schon taugt.

Aber egal! Das ist nur ein Detail. Abgesehen davon: Unglaublich, grossartig! Sibylle Berg und Dutzende von anderen twitterte mit uns. Die türkische Bestsellerautorin Elif Shafak unterstützte uns von London aus. Alle lobten uns. Alle gaben uns recht. Wir hatten ein Unbehagen über die Objektivierung der Frau als Kulturschaffende gehoben, das viele teilten, sei es als Erfahrung oder Wahrnehmung. Schliesslich ist es noch nicht so lange her, dass JK Rowling von ihrem Verlag dazu gedrängt wurde, sich JK und nicht Joanne Kathleen zu nennen, weil «Harry Potter» sonst nur Mädchen ansprechen würde.

Die Reaktionen reichten von der FAZ bis zur taz, von der «Zeit»-Partnerin ze.tt über den «Tagesspiegel», «Jetzt», bis zum «Falter» in Wien. Der Twitter-Account der Frankfurter Buchmesse feierte uns, Kolleginnen vom «Blick» und der «Berner Zeitung» schrieben in unserem Stil – Pedro Lenz kam besonders oft dran. Wir hatten quasi ins Wespennest des Sommerlochs gestochen. Die Leute hatten Fun mit #dichterdran.

Peter Stamm

ZUR KEYSTONE-SDA-KULTUR SOMMERSERIE

Bild: KEYSTONE

Peter Stamm im #dichterdran-Check

«Stahlblaue Augen, Lachfältchen, Drei­tagebart – und eine Zornesfalte: Stamm kultiviert ­genau die Mischung aus Katalogmodel-Look und fotogener ­Verzweiflung an der Gesellschaft, die ­Leserinnen schwach werden lässt. Oder wer würde diese ­Zornesfalte nicht glätten wollen?»

Silvia Tschui im «Blick»

Und plötzlich meldete Nadia: Wir sind jetzt in der «Times»! Und gleich darauf waren wir auch riesig im «Guardian»! Und wenige Tage später im amerikanischen «Atlantic»! Bitte??? Huch? Echt jetzt? Ja. Waren wir. Also nicht wir. Die «Times» hatte es immerhin noch geschafft, Nadia als Urheberin der ganzen Aufregung zu orten.

«Guardian» und «Atlantic» stellten lieber den Rehlein-Kritiker, der ja nur einer von Hunderten ist, ins Zentrum. Er gleiche «einem dünnen Walross mit unglücklichem Haaransatz» schrieb Sian Cain im «Guardian», ganz der #dichterdran-Guidline getreu. #dichterdran wurde erwähnt, persifliert («Martin Amis' fanastischer Hintern») und gelobt – doch im Gegensatz zum Kritiker kamen wir weder mit Vor- noch mit Nachnamen vor. Im «Atlantic» erzählte Elif Shafak der Journalistin Helen Lewis höchst anschaulich, wie oft sie schon von männlichen Kritikern erniedrigt worden sei, #dichterdran war auch hier der Aufhänger ohne Namen dahinter.

Wir twitterten an Sian Cain und Helen Lewis, SRF-Anchorwoman Susanne Wille untertützte uns, Cain und Lewis antworteten beide innerhalb von Minuten, gratulierten uns zu unserem Superjob – «Great work!», «So many funny tweets!» – unsere Namen werden trotzdem nie in ihren (Online-)Artikeln erscheinen. Es war eine irritierende Erfahrung. Ohne uns hätte es die Debatte nicht gegeben. Dank uns, das sagte Twitter ganz klar, hatte Sian Cain ihren bisher beliebtesten Artikel geschrieben. Aber wir existierten nicht. Man hatte uns stumm geschrieben. Tja. Es ist tatsächlich sehr still und etwas seltsam im Auge eines Sturms.

Aber egal! Was für eine sensationelle Ausbeute! Die Gratulationen rissen nicht ab. Und auch in Grossbritannien verfassten jetzt ein paar Leute Tweets unter unserem Hashtag. Und ein Kritiker aus Berlin fragte besorgt, ob in diesem Sommer in den deutschen Medien überhaupt noch Bücher besprochen würden oder nur noch #dichterdran. Keine Bange, kommt schon wieder. Der Sturm hat sich gelegt, die Welle rollt aus. Oder rollt sie bald auch in der Realität der Feuilletons über die Kollegen? Mit welchem Tier unser Büchner-Preisträger Lukas Bärfuss dann wohl verglichen wird? Einem Wolf? Einem Dachs?

In Pedro Lenz' Keller steppt der Bär und Nico steppt mit

abspielen

Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

Pedro Lenz im #dichterdran-Check

«Als Erstes stechen seine langen Beine ins Auge. Pedro Lenz ist noch grösser, als er auf Fotos aussieht. Der Berner Spoken-Word-Poet mit spanischen Wurzeln lächelt und begrüsst das Publikum charmant, allerdings eine Spur zu routiniert.»

Aus der «BernerZeitung»

Zum Schluss noch ein kleiner Exkurs zum Thema des Autorinnenfotos. Es gibt da zwei Möglichkeiten:

1. Das offizielle Pressefoto. Ich habe damit schon drei Runden hinter mir – jung und überinszeniert; sogenannt natürlich, was heisst, dass der Fotograf den Baum neben oder das Gras hinter mir wichtiger fand als mich; gut geschminkt, schön ausgeleuchtet im Studio und etwas bearbeitet. Letzteres ist mir am liebsten. Der leichte Firnis der Künstlichkeit gewährt Schutz. Macht souverän. Ein wenig wie früher, als es noch keine Paparazzi gab und von Schauspielerinnen ausschliesslich teuer gemachte Studiofotos in Umlauf waren.

2. Das individuell angefertigte Pressefoto. Je wichtiger ein Medium ist, desto häufiger schickt es einen Fotografen oder eine Fotografin vorbei. Selbstverständlich mit einer Vision, die in Rekordzeit umgesetzt werden muss. Leider gibt es nichts Schlimmeres. Sie drücken ab, legen einem zehn entsetzliche Fotos vor und man wählt, so man das überhaupt darf, das kleinste Übel. Das Bild, auf dem man sich am ehesten aushält. Und garantiert findet irgendwer das Einfallstor und jagt das Reh durch den Blätterwald. Exakt so geschehen beim jenem Bild im «New Yorker», das den Anlass zur Kritik an der Kritik gab.

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bild: screenshot «The New Yorker»

Oder um es mit der deutschen Publizistin Samira El Ouassil in ihrem Beitrag zu #dichterdran im Deutschlandfunk zu sagen: «Ganz unter uns: Wenn in den Porträts Schriftstellerinnen nicht betrachtet werden wie ein Mensch, der ein Buch geschrieben hat, sondern wie ein aufgescheuchtes Säugetier mit Kussmund, dann hatte der männliche Betrachter offenbar nicht nur zu viel Dichterdrang, sondern wollte vielleicht auch ein bisschen dichter ran.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lichtblau550 21.08.2019 20:24
    Highlight Highlight Als Kampfleserin seit Kindertagen lasse ich das Gendergedöns mal aussen vor und sage: Das ist einfach beste Unterhaltung. Und darauf darf Simone Meier schon stolz sein.
  • salamandre 21.08.2019 19:30
    Highlight Highlight Ich las den Bericht gerne verstand ihn aber nicht wirklich, d.h das Problem.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass es einen Schriftsteller vor den Kopf stösst, wenn die Frau in Sexy findet.
    Ferner kommt mir vor, ist die ganze Genderdebatte eher im Rückwärtsgang und die Frauen der 70er und 80er eher emanzipierter und selbstsicherer.
  • sys64738 20.08.2019 23:56
    Highlight Highlight #goethewardichter
  • outdoorch 20.08.2019 19:24
    Highlight Highlight Ihr könnt mich gerne auf mein Äusseres reduzieren.

    Selber schuld, wenn ihr dann erschreckt.
  • no-Name 20.08.2019 18:03
    Highlight Highlight „Was mögen Männer am liebsten? Ja, okay, vielleicht Frauen, aber ganz gewiss genau so gerne, wenn nicht gelegentlich lieber, Fussball.“

    Somit ist selbst von Simone Meier bestätigt das Männer Frauen mögen.

    Und das ist schön! Ob Männer deswegen den richtigen Individualumgang im Zwischenmenschlichen pflegen ist eine andere Frage. Aber jetzt ist amtlich: keine Feindseligkeit!
  • dr. flöckli 20.08.2019 17:14
    Highlight Highlight Also ich habe den Artikel im Guardian gelesen. Dabei ging es ja nur als Aufhänger um #dichterdran, viel mehr aber um bekannte Beispiele aus Kunst und Kultur (Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Margot Robbie, etc), also nicht nur um Schtiftstellerinnen. Der Punkt, den die Autorin im Artikel macht, ist, dass sich seit den 50ern erschreckend wenig getan hat. Daher ist es in meinen Augen völlig gerechtfertigt, euch nicht mit Namen zu nennen. Dennoch Kudos für die tolle Aktion🥳
  • remeto 20.08.2019 15:51
    Highlight Highlight Abgesehen davon, dass Twitter keine News sind. Es ist unangebracht seine eigene politische Agenda journalistisch zu begleiten und zu pushen unter den Deckmantel von “Nachrichten”. Wenn das newsworthy ist, dann sollte jemand anders als der Akteur darueber berichten. Baroni schreibt schliesslich auch keine Rezension seiner eigenen Platten.
  • Hipster mit Leggins 20.08.2019 15:27
    Highlight Highlight Twitter-Phänomen? Wie wird man das? 15 Retweets und 200 Likes. Ich vermute mal, das ist über 99% der Schweiz am A... vorbei gegangen. Mir übrigens auch. Ich habe dann den Artikel hier gelesen, ich kapier's nicht.
  • sowhat 20.08.2019 15:16
    Highlight Highlight Danke Simone, ich hab mich schon bei eurem # amüsiert, und jetzt mit deinem Text meinen facepalm moment gehabt. Aber macht euch nichts draus, wir kennen und lieben euch 😁 auch wenn sie euch nicht erwähnen 😏
  • w'ever 20.08.2019 15:02
    Highlight Highlight #minderwertigkeitskomplex
  • Sebanimon 20.08.2019 12:51
    Highlight Highlight Sollte dieser Hashtag aufzeigen wie Sexismus auf Männer wirkt wenn Männer betroffen sind? Ich kanns euch sagen: Ich musste lachen und finde es amüsant. (Oh schreck, ich bin nicht „offended“)
  • Majoras Maske 20.08.2019 12:45
    Highlight Highlight Ach so und ich dachte, dass sei der Hashtag für Leute, die sich berufen fühlen, besonders fiese Kurz-Rezensionen auf Twitter zu veröffentlichen.
  • lilie 20.08.2019 12:26
    Highlight Highlight So ganz schlau werde ich aus deinem Artikel nicht, @Simone.

    Die ganze Aufregung entstand doch, weil sich ein Kritiker eine pointierte Beschreibung des Äusseren einer Autorin erlaubte.

    Darauf habt ihr den Spiess umgedreht, was offenbar Wellen geworfen hat. Für mich als Laien ist es aber kaum nachvollziehbar, warum man nicht auch Persönliches in eine Kritik einbauen soll.

    Wenn das bisher bei Männern eine heilige Kuh war, seid ihr aber selber schuld, sorry!

    PS: Mit dem Pressefoto-Mimimi torpedierst du dein eigenes Anliegen, dass Frauen nicht nach ihrem Äussern beurteilt werden sollen.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 13:21
      Highlight Highlight Ich habe das ganz naiv so verstanden, dass es irritiert, wenn über Männer mit demselben Wording geschrieben wird, wie das bei Frauen einigermassen üblich ist.

      Das fand ich eigentlich ziemlich lustig.

      Aber wenn zur Buchbesprechung dazugehört, dass man sich abschliessend über das Aussehen des Autors auslässt, brauche ich dringend ein Pseudonym!
    • lilie 20.08.2019 14:28
      Highlight Highlight @Pink Flauder: Ich weiss nicht, ist das bei weiblichen Autorinnen denn so üblich? Das müsste man mir zuerst einmal beweisen. Das Beispiel von JK Rowling ist auch schon über 20 Jahre alt, und der Rat stammt von einem damals sehr kleinen Verlag.

      Und ob die Texte von #dichterdran lustig sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Leute nicht kenne.

      Aber mit Sicherheit würde ich eher ein Buch lesen, das auf eine solche Art beschrieben wird, als wenn mir eine dröge Abhandlung geboten wird.

      Von daher ist dann der Schuss ja eigentlich in die falsche Richtung los.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 12:20
    Highlight Highlight Dem Brunftschrei im Feuilleton folgt ein Rascheln im Blätterwald - Simone Meier zielt mit säuberlich ziseliertem Spott auf das Gemächt der gens de lettres. Doch wenn der Rauch verfliegt, ist sie schon verschwunden. Waidwund entmannt liegt das Kleinod des Kritikasters in der Lichtung des Kulturlandes und Simone Meier steigt ins Tram. #weiterweg
    • lilie 20.08.2019 13:17
      Highlight Highlight @olma: Literarische Feinkost auf höchstem Niveau!

      Chapeau, ich bin beeindruckt! 👌

      Und das von einem Mann, hast du Zeit für sowas neben dem Hemden bügeln? 😜
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 13:23
      Highlight Highlight Ich habe Dir bestimmt schon gelegentlich erzählt, dass meine Nachbarin meine Hemden bügelt?
    • lilie 20.08.2019 13:26
      Highlight Highlight @olma: Oh ja, stimmt, typisch Künstler, lebensuntauglich, aber genial. 😜😆
    Weitere Antworten anzeigen
  • Filzstift 20.08.2019 12:05
    Highlight Highlight Ok. *mittagessengeh*
  • Ophelia 20.08.2019 11:57
    Highlight Highlight Well done.
  • goalfisch 20.08.2019 11:50
    Highlight Highlight #dichterdran ist herrlich erfrischend
  • Saxappeal 20.08.2019 11:48
    Highlight Highlight #dichterdran ist weder lustig noch originell. Die 15min Twitter Ruhm seien euch aber gegönnt.
  • Da Fü 20.08.2019 11:46
    Highlight Highlight Die Euphorie, welche hier (nicht) besonders unterschwellig zu bemerken ist, wirkt unfassbar an den Haaren herbeigezogen. Ist nur meine Meinung, doch wenn eine solch ellenlange Erklärung des "Phänomens" nötig ist, dann aber dennoch nicht alle begriffen haben worum es geht, dann findet das alles tatsächlich in einer (sehr) kleinen Filterblase statt.
    Dennoch freue ich mich für und mit euch.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 13:04
      Highlight Highlight Sie sind ja noch negativer drauf, als der Festredner an meiner damaligen Maturafeier ("Ihr werdet schnell lernen, dass dieser Abschluss keine Bedeutung hat...")!
    • Da Fü 20.08.2019 14:58
      Highlight Highlight Du darfst im Fall schon Du sagen. Wir sind ja die Internet Community.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 16:25
      Highlight Highlight Ok gut. Ich dachte, mit dem wohlplatzierten "Sie" kann ich mir in der Anonymität der Kommentarspalte ein klein wenig von der Autorität anmassen, die ich im richtigen Leben nie habe:)
  • Fritz N 20.08.2019 11:34
    Highlight Highlight Oboy, kommt mal aus eurer Filterbubble heraus O_o
  • predox 20.08.2019 11:28
    Highlight Highlight Super. Aber offensichtlich ist der internationale Erfolg doch nicht so gross, wenn hier ein Artikel darüber veröffentlicht werden muss, der vor Eigenlob nur so strotzt.
  • lilie 20.08.2019 11:25
    Highlight Highlight Tja, von den meisten dieser Autoren habe ich noch nie gehört und vom Rest nie was gelesen.

    Und mit dem Arno Camenisch würde auch lieber andere Sachen machen als über Bücher zu diskutieren*. 😁

    Persönlich stört mich das "aufgeschreckte Rehlein" nicht, weil ich die Beschreibung ziemlich passend finde. Ich finde es aber nur dann gerechtfertigt, wenn ein Bezug zu ihrem Buch hergestellt wird, entweder, weil das Buch einen Kontrast zu ihrer Erscheinung darstellt, oder damit in Einklang zu stehen scheint.

    *Das darf ich doch schon sagen unter einem Artikel über feministische Psychohygiene?!
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 12:26
      Highlight Highlight Gell, das ist, weil Arno Bündner ist?

      #blödibündnor #schlimmoralsimwallis
    • lilie 20.08.2019 12:40
      Highlight Highlight @olma: Bündner sind besser als Sanggaller! 😜

      *duckundweg* 🤣
  • moedesty 20.08.2019 11:19
    Highlight Highlight viel zu anstrengend dieses twitterzeug zu verfolgen/kapieren.
  • flying kid 20.08.2019 11:14
    Highlight Highlight Hört doch bitte mal damit auf, Twitter und Instagram Müll in eure Texte und Nachrichten einzubetten.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 20.08.2019 11:29
      Highlight Highlight Das ist ein Artikel, in dem es um einen Hashtag auf Twitter geht...
    • PeteZahad 21.08.2019 09:43
      Highlight Highlight @olma... Das ist ja das traurige. Das über Twitter-Hashtags berichtet wird. Wer nutzt den heute aktiv Twitter in der Schweiz ausser Medienschaffende, ein paar Politiker sowie Socialmedia Verantwortliche in Firmen? Aus meiner Sicht hat es sich hier nie durchgesetzt.
  • Bündn0r 20.08.2019 11:07
    Highlight Highlight Weniger Social Media blabla
    Eines der klaren Resultate von eurer User was wotsch Umfrage.

    Das hier ist nur ein Aufschrei in der Twitterblase, ein Sturm im Wasserglas. Ich sehe keinen Mehrwert in dieser "News".
    • Marshawn 20.08.2019 11:34
      Highlight Highlight Hast du den Text überhaupt gelesen? Ich fand‘s spannend. Das ist jetzt viel mehr als das übliche BlaBla. Mit einem einfachen Hashtag Tausende Leute zu erreichen und damit auf ein vorhandenes Problem aufmerksam zu machen, verdient schon einen Artikel.
    • flying kid 20.08.2019 12:23
      Highlight Highlight @ Marshawn: Ähm welches Problem?
    • Rechthaberwoman 20.08.2019 13:12
      Highlight Highlight Wärstdu eine Frau, würdest du es verstehen. Du kannst dich für das Thema interessieren, oder auch nicht. Das ist deine freie Entscheidung. Aber es ist Fakt, dass es scheissegal sein sollte, ob eine Autorin hübsch ist oder nicht, aber das ist es leider nicht. Das musste mal gesagt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Th. Dörnbach 20.08.2019 10:52
    Highlight Highlight Neues aus der Twitterblase.
  • LeChef 20.08.2019 10:22
    Highlight Highlight Ich kapiers immer noch nicht.
    • Marshawn 20.08.2019 11:38
      Highlight Highlight Zusammenfassung: Simone, Guzin und Nadja lesen einen Text von einem Literaturkritiker, der die Frau objektiviert -> sie schreiben ähnliche Texte, im gleichen Stil, über männliche Autoren -> Riesen-Erfolg auf Twitter -> Sie erfinden den Hashtag #dichterdran -> Hashtag wird ebenfalls zum Erfolg -> internationale Medien (Times, Guardian, Atlantic) beteiligen sich daran und nutzen Hashtag -> Medien fokussieren sich auf Literaturkritiker und erwähnen die drei Urheberinnen nicht

Wenn Frauen über Autoren schreiben, wie sonst nur Männer über Autorinnen schreiben

Alles fing damit an, dass sich eine Journalistin über eine Rezension im «Tages-Anzeiger» aufregte. Darin schrieb ein älterer Mann über das Buch einer sehr jungen Frau. Vor allem aber schrieb er darüber, wie er das Aussehen besagter sehr junger Frau auf dem Foto im «New Yorker» empfand. Sie sehe darauf aus «wie ein aufgeschrecktes Reh mit sinnlichen Lippen».

Die Frau heisst Sally Rooney – sie ist 28 Jahre alt und eine mit Literatur-Preisen überhäufte Bestseller-Autorin aus Irland.

Aber anstatt in …

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