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Blake Lively vs. Justin Baldoni: Neue Sprachnachrichten heizen Streit auf

Blake Lively and Justin Baldoni spotted filming a kissing scene at the It Ends With Us set in New Jersey Where: New Jersey, United States When: 12 Jan 2024 Credit: Jose Perez/INSTARimages EDITORIAL US ...
Blake Lively und Justin Baldoni sorgen gerade mit gegenseitigen Anklagen für Aufruhr.Bild: www.imago-images.de

Blake Lively vs. Justin Baldoni – jetzt werden Sprachnachrichten geleakt

Nachdem Blake Lively ihren Co-Star wegen sexueller Belästigung angeklagt hat, antwortet er mit einer Gegenklage – jetzt wurden Sprachnachrichten zwischen den beiden geleakt.
09.01.2025, 19:5709.01.2025, 20:37
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Nur wenige Tage vor den besinnlichen Weihnachtsferien hat es in Hollywood gewaltig geknallt. Blake Lively hat zusammen mit ihrem Anwaltsteam eine Klage gegen ihren «It Ends with Us»-Kollegen Justin Baldoni eingereicht, in der sie ihn der sexuellen Belästigung und Rufschädigung beschuldigt.

Kaum hat 2025 begonnen, geht der juristische Schlagabtausch zwischen den beiden Co-Stars nun in die zweite Runde. Eine Übersicht:

Was bisher geschah

Als Blake Lively im August 2024 mit dem Regisseur und Co-Star von «It Ends with Us» Justin Baldoni auf PR-Tour ging, war klar, dass zwischen den beiden etwas nicht stimmte. Die beiden zeigten sich nicht gemeinsam auf dem roten Teppich und schienen allgemein zwei verschiedene Filme zu bewerben. Baldoni ein gesellschaftlich kritisches Drama über häusliche Gewalt und Lively eine farbenfrohe Rom-Com.

Die fröhliche PR-Strategie sorgte dafür, dass das vorher strahlende Image von Blake Lively zu bröckeln begann. Wie aus dem Nichts tauchten alte Interviews der Schauspielerin auf, in denen sie sich anscheinend unfreundlich verhalten hatte – von einem Tag auf den anderen war sie plötzlich das neue «Mean Girl» von Hollywood. Justin Baldoni hingegen wurde für seine PR-Tour gelobt und zum feministischen Helden, der sich für die Aufklärung über häusliche Gewalt einsetzte, erklärt.

Diese beiden Images hielten sich bis am 21. Dezember 2024. An diesem Tag veröffentlichte die New York Times eine Investigativ-Recherche, die zeigte, dass die Gerüchte zu Lively nämlich nicht aus dem Nichts entstanden sind, sondern strategisch auf Social Media platziert wurden, um dem Image von Blake Lively zu schaden. So haben die 37-Jährige und ihre Anwälte Tausende Nachrichten und E-Mails gesammelt, die genau dies zeigen: Wie Justin Baldoni mit drei Frauen eine Schmierkampagne gegen sie plant.

Der Grund dafür ist laut der «New York Times», dass Baldoni Angst hatte, dass Lively mit den Umständen, die sie am Set von «It Ends with Us» kritisierte, an die Öffentlichkeit gehen würde. So hatte die Schauspielerin heftige Vorwürfe gegen Baldoni und den Hauptproduzenten Jamey Heath geäussert: Gemäss Lively suchten die beiden sie regelmässig in ihrem Trailer auf, wenn sie beim Stillen oder oben ohne beim Umziehen war. Weiter soll Baldoni mit ihr seine Pornosucht diskutiert und beim Dreh versucht haben, sie ohne Absprache zu küssen.

Heath warf sie zudem vor, von ihr verlangt zu haben, eine Geburtsszene nackt zu filmen, was offenbar nicht im Drehbuch stand, und dass er während des folgenden Drehs das Set für alle zugänglich liess. Zudem soll der Hauptproduzent ihr pornografische Aufnahmen gezeigt haben. Wayfarer, das Studio hinter «It Ends with Us», anerkannte ihre Beschwerde und ein Intimacy Coordinator wurde eingestellt, was die Situation verbessert haben soll.

Justin Baldoni reicht ebenfalls Klage ein

Auf den Artikel der «New York Times» reagierte Justin Baldoni mit einer Klage. Laut Reuters verklagte er die amerikanische Zeitung auf 250 Millionen Dollar wegen Verleumdung. Daraufhin reagierte die «New York Times» mit einem Statement und meinte, dass sie sich gegen die Klage wehren würde, da die Berichterstattung «akribisch und verantwortungsvoll» gewesen sei.

FILE - Justin Baldoni attends the world premiere of "It Ends with Us" at AMC Lincoln Square on Tuesday, Aug. 6, 2024, in New York. (Photo by Evan Agostini/Invision/AP, File)
Justin Baldoni
Justin Baldoni setzte sich öffentlich immer wieder für feministische Themen ein.Bild: keystone

Doch Baldoni liess nicht locker: Sein Anwalt Bryan Freedman verkündete am 2. Januar, dass er Lively ebenfalls verklagen würde. «Wir planen, jede einzelne Nachricht zwischen den beiden zu veröffentlichen. Wir wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Wir wollen, dass die Dokumente öffentlich sind. Wir wollen, dass die Leute ihre Meinung auf Belegen basieren», so der Anwalt.

Jetzt werden Sprachnachrichten geleakt

Am Dienstag war Freedman nun bei «The Megyn Kelly Show» zu Gast und veröffentlichte dort exklusive Sprachnachrichten, die Baldoni dem Schnitt-Team des Films damals geschickt haben soll. Dabei hört man den 40-Jährigen sagen:

«An einem der schönsten Abende meines Lebens, was meine Karriere betrifft, wurde ich buchstäblich mit all meinen Freunden und meiner Familie für über eine Stunde ins Untergeschoss geschickt, weil ich nicht gesehen werden durfte, sie wollte mich nicht in ihrer Nähe oder in der Nähe der anderen Schauspieler haben.»

Darüber hätten er und seine Liebsten nur gelacht, weil das Ganze so lächerlich gewesen sei.

Hugh Jackman, from left, Blake Lively, Ryan Reynolds, Tammy Reynolds, and Brandon Sklenar attend the world premiere of "It Ends with Us" at AMC Lincoln Square on Tuesday, Aug. 6, 2024, in Ne ...
Blake Lively und Justin Baldoni wurden während der PR-Tour nie zusammen auf dem roten Teppich gesehen.Bild: keystone

Nach dem Abspielen der Memo meinte die Moderatorin, dass es ja verständlich sei, wenn Lively Baldoni wegen der angeblichen sexuellen Übergriffe nicht um sich haben wollte. Daraufhin antwortete Freedman: «Wenn Blake Lively wirklich einen solchen extremen sexuellen Übergriff erlebt hätte, wäre sie nicht zum Film zurückgekehrt.»

Zudem seien die Videos, die Blake Lively gezeigt wurden, keine Pornografie gewesen, sondern ein Stummfilm einer Heimgeburt. So sei der Film nur gezeigt worden, weil er mit Lively eine Geburt-Szene besprochen habe.

Das Internet ist #TeamJustin, die Promis #TeamBlake

Unter dem Video und auch auf Social Media tummeln sich viele Menschen, die #TeamJustin sind. Immer wieder sind Sätze zu lesen wie «Ich bin durch und durch Team Justin! Blake Lively ist bekannt für ihren schlechten Charakter» oder «Ich bete für Justins psychische Gesundheit. Er hat narzisstischen Missbrauch erlebt und das wird viel Heilung erfordern. Ich wünschte, ich könnte ihn umarmen».

Blake Lively hingegen wird vor allem von ihren Co-Stars und anderen Promis unterstützt. Darunter America Ferrera, Amber Tamblyn, Alexis Bledel, Gwyneth Paltrow, Amy Schumer und Colleen Hoover, die Autorin des Buches «It Ends with Us»:

Screenshot Colleen Hoover Blake Lively
«Blake, du warst immer ehrlich, herzlich und unterstützend seit dem Tag, an dem wir uns trafen. Danke, dass du der Mensch bist, der du bist. Verändere dich nie, verwelke nie.»Bild: instagram/colleenhoover

To Be Continued ...

Wie es jetzt weitergeht mit der «He Said, She Said»-Situation ist noch nicht klar. Weder Lively noch Baldoni äussern sich zum Fall ohne ihre Anwälte. Wie genau das Verfahren ausgefochten wird, ist also bisher nicht bekannt.

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51 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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JtotheP
09.01.2025 20:06registriert Februar 2018
Wir als Menschen sollten besser sein als uns in einem Konflikt zweier Promis blindlings ins Team X oder Team Y zu begehen und die andere Person zu diffamieren. Lasst sie und kümmert euch um wichtigere Themen.
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Ein Schelm
09.01.2025 20:53registriert Mai 2020
Baldonis aussage ist ein Witz. Natürlich kehrt sie zum Set zurück. Viele Schauspielerverträge in Hollywood sind knallhart wenns um Vertragsbruch geht. Nicht mehr zum Dreh erscheinen würde entsprechend Konsequenzen haben.
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Engels
09.01.2025 20:45registriert August 2024
es geht gar nicht mehr um die sache, sondern nur um das gesellschaftliche urteil darüber. und das wiederum beeinflusst den gerichtsentscheid. zum kotzen.
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