Mag jemand Vanilleglace ... WIRKLICH? Hier gibts das grosse Glace-DUELL!
Es ist Sommer. Glace-Saison. Und während du so vor dem Tiefkühlregal im Supermarkt stehst und angenehm überrascht bist, dass Blueberry-Cheesecake-Bio-Glace mittlerweile echt ein Ding ist, schiesst es dir plötzlich durch den Kopf: Warum kümmert sich überhaupt jemand um Vanilleglace? Kauft das eigentlich jemand? Mag das überhaupt jemand?
Schon klar – aktiv hassen tun Vanilleglace die wenigsten. Kaum jemand schaut sie an und denkt sich: «Wäh!» Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass genau niemand jemals eine Gelateria betritt, die Auslage an Fior di Latte mit gesalzenem Karamell oder die diversen Frucht- und Beerensorbets begutachtet … um dann vollmundig zu verkünden: «Mmh, Vanilleglace! Meine Lieblingssorte!»
Mein dringender Verdacht lautet: Wir lieben Vanilleglace nicht. Wir tolerieren sie. Vielleicht als eine von drei Glacekugeln beim Dessert. Oder als geschmacklicher Gegenpol zur heissen Schokoladensauce beim Coupe Dänemark. Und ja, ab und an mögen wir das Vanille-Cornetto – aber wohl primär in Kombination mit der Schoggischicht obendrauf und mit der knusprigen Waffel.
Aber mir ist bislang noch niemand begegnet, der, wenn er die Wahl hat, Vanilleglace aktiv Chunky Chocolate Brownie oder Mangosorbet vorzieht. Oder Ahorn-Baumnuss. Oder Brombeer-Joghurt. Selbst in der geschmacklichen Eiswüste der Siebzigerjahre war es der Erdbeer-Drittel des Tricolore-Glacekübels, der als Erster weg war. Vanille war bestenfalls die zweite Wahl.
Da können sie das Ganze noch so sehr aufzupimpen versuchen mit Brandings wie Vanille de Bourbon (was enttäuschenderweise nichts mit Bourbon-Whiskey zu tun hat) oder irgendwelchen High-End-Bio-Linien – die Frage bleibt: Kauft irgendwer einen einzelnen Kübel Vanilleglace für zu Hause? Ich behaupte nämlich: Nein. Wenn Vanilleglace im Einkaufskorb landet, dann ausschliesslich und immer zusammen mit mindestens einer weiteren, anständigen Geschmacksvariante.
Aber vielleicht ist meine Annahme verzerrt. Und eine ebendiese stützende Blitzumfrage in der watson-Redaktion ebenfalls nicht repräsentativ. Klären wir diese Angelegenheit ein für alle Mal – und zwar mittels unseres grossen watson-Glacesorten-Duells:
