Leben
Konsum

Sexspielzeug: So machen Stars Geld mit Sexual Wellness

Lily Allen sex toys
Lily Allen macht nun Geld mit Sexspielzeugen. Bild: Lovehoney

So machen Stars Geld mit Sexual Wellness

Lily Allen hat das lukrative Geschäft mit Sextoys für sich entdeckt. Auch bei anderen Promis lassen intime Produkte die Kassen klingeln.
02.11.2026, 17:1602.11.2026, 17:16

Bei Konzerten gehört es schon quasi zum guten Ton, ein Bandshirt oder einen Hoody mit Konterfei und Tourdaten der Musiker zu kaufen – gerne auch in der falschen Grösse. Dass man dafür erst einmal zwischen schwitzenden, biertrinkenden und grölenden Fans Schlange stehen muss, gehört zum Merch-Erlebnis dazu.

Viele Musiker legen noch eine Schippe drauf und bringen gleich eigene Produkte auf den Markt: Nagellack, Eistee, Parfum oder den altbewährten Wein. Schliesslich tut man für seine Fans alles – dass dabei auch die Kasse klingelt, ist natürlich nur ein netter Nebeneffekt.

Nun gibt's einen neuen Weg, seine Fans zu beglücken: Das Geschäft mit Sexual-Wellness-Produkten boomt. Das hat inzwischen auch Sängerin Lily Allen erkannt.

Lily Allen

Lily Allen ist schon mit Fussbildern auf Onlyfans äusserst erfolgreich, sogar so erfolgreich, dass sie damit mehr Geld scheffelte als mit ihrer Musik. Nun möchte Lily Allen den Menschen anderweitig Freude bereiten.

Aus diesem Grund bringt die Sängerin mit dem Unternehmen Lovehoney sechs Sexspielzeuge heraus. Die Produkte hat sie davor auf ihrer Tour selbstloserweise getestet. Es war laut ihr die perfekte Zeit dafür, denn wenn sie «ein wenig Freizeit hatte, war es eine schöne Möglichkeit, sich zu entspannen und zu erholen».

Die Spielzeuge sind teilweise inspiriert von ihrer Musik, wie etwa der Analplug mit Polkadots. Er enthält eine Referenz auf ihr Album «West End Girl». Darin verarbeitete sie die wüste Trennung von ihrem Ehemann, dem «Stranger Things»-Schauspieler David Harbour. Dieser soll sie mehrfach betrogen haben. Mit ihrer neuen Kollektion plädiert die 41-Jährige nun für mehr Selbstliebe. Auch einen Adventskalender gefüllt mit den guten Stücken gibt es. Er kostet rund 110 Franken.

Für Allen ist es nicht die erste Kooperation mit einem Sexspielzeughersteller. Schon 2020 hat sie mit Womanizer einen Klitorislutscher auf den Markt gebracht.

Harry Styles

Sänger Harry Styles macht nicht nur mit seinen spärlichen Tourdaten Schlagzeilen, sondern auch mit seinem Label Pleasing. Wie der Name bereits verrät, dreht sich dabei alles um Dinge, die einem Freude bereiten sollen. Neben Nagellack, Duftkerzen und Hautpflegeprodukten gibt es vom Sänger auch Gleitgel und Vibratoren. Letztere kosten rund 60 Franken.

epaselect epa12784534 British singer Harry Styles poses on the red carpet during the 2026 BRIT Awards ceremony at the Co-op Live Arena, Manchester, Britain, 28 February 2026. The annual pop music awar ...
Harry Styles weiss, wie er seine Fans glücklich machen kann. Zumindest teilweise.Bild: keystone

Wer sich also über die wenigen und teuren Konzerttickets ärgert, kann seinem Frust zumindest auf andere Weise Abhilfe schaffen.

Demi Lovato

Das Geschäft mit Spielzeugen für das intime Vergnügen hat auch der Ex-Disney-Star Demi Lovato für sich entdeckt. Die Sängerin brachte 2021 mit dem Onlinehändler Bellesa Boutique den quietschgelben Vibrator «Demis Zauberstab» heraus.

Demi Lovato arrives at the Airbnb Gala on Wednesday, Oct. 28, 2026, at Milk Studios in Los Angeles. (Photo by Jordan Strauss/Invision/AP)
Demi Lovato
Demi Lovatos Zauberstab ging ab wie ein Zäpfchen.Bild: keystone

Wer selbst ein wenig zaubern möchte, muss dafür rund 50 Franken auf den Tisch legen.

Kourtney Kardashian

Die Kardashians wissen, wie man polarisiert. Wo Kim Kardashian mit einem Schamhaar-Höschen Schlagzeilen machte, brachte ihre Schwester Kourtney Kardashian vergangenes Jahr einen Vagina-Lolli für umgerechnet fünf Franken heraus.

Kourtney Kardashian Vagina Lolli
Kourtney Kardashian vertreibt Produkte für Frauengesundheit.Bild: lemme

Dieser schmeckt allerdings nicht etwa nach dem Intimbereich, wie es die berühmte Vaginakerze von Gwyneth Paltrow verspricht. Stattdessen soll er den pH-Wert der Vaginalflora unterstützen. Dafür soll das probiotische Bakterium Bacillus coagulans sorgen. Zudem enthält der Lolli Vitamin C und Ananasextrakt, der für den Geschmack verantwortlich ist.

Den Lutscher vertreibt die findige Unternehmerin mit ihrer Nahrungsergänzungsmittel-Firma Lemme, mit der sie auch Fruchtgummis mit demselben Effekt verkauft.

Fachpersonen sind jedoch skeptisch. Der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaftler Dr. Sven-David Müller erklärt gegenüber der Bild: «Grundsätzlich sind Milchsäurebakterien für die Vagina sehr sinnvoll. Aber es ist der falsche Weg. Die Dosierung von Mikroorganismen ist in dem Lolli sehr gering. Ausserdem überleben sie die Säure des Magens eher nicht. Sinnvoller wäre eine lokale Anwendung mit Joghurt oder Präparaten aus der Apotheke.»

Christina Aguilera

Einst sang sie «Dirrty», nun soll es mit Gleitgel und Co. auf andere Weise schmutzig werden. Auch Sängerin Christina Aguilera ist in das Geschäft mit Intimpflegeprodukten eingestiegen. Als Mitgründerin des veganen Labels Playground will sie mit Produkten speziell für Frauen deren Bedürfnisse in den Vordergrund stellen.

Die Marke ist vor allem für ihre von der FDA, der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel, zugelassenen Gleitmittel bekannt. Diese kosten rund 15 Franken.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das sind die 10 wertvollsten Konsum-Marken der Welt
1 / 12
Das sind die 10 wertvollsten Konsum-Marken der Welt
Platz 10: Huggies. Windeln, Hygiene- und Pflegeprodukte. Markenwert: 10 – 15 Milliarden Dollar.
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Sex – das kann doch jeder– Eine Initimitätskoordinatorin klärt auf
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
«Black Cosplay» – wenn aus Spass plötzlich bitterer Ernst wird
Auch der buntesten Szene wird's manchmal zu bunt. Wie absurd ist das denn?
Dass das Bedürfnis, den Löwenanteil jedes Monatslohnes in neonfarbene Kostüme und Plastikschwerter zu investieren, niemals den Mainstream erreichen würde, überrascht kaum. Auch wenn sich Marvel mittlerweile zur festen Grösse in Schweizer Haushalten entwickelt hat, ist Cosplay hierzulande längst nicht so verbreitet, wie zum Beispiel in Asien oder Amerika.
Zur Story