Diese Schuhmodelle rücken die Zehen ins Rampenlicht
Die hohen Temperaturen sorgen mehr und mehr für luftige Schuhe und nackte Füsse auf den Strassen. Neben Schläppchen, Flipflops und Sandalen sind auch immer mehr Zehentrenner mit Absatz zu sehen. Auf den Zug aufgesprungen ist nun das Schuhunternehmen Havaianas. Bekannt geworden durch Flipflops, die in den frühen 2000er-Jahren einen Boom erlebten, bietet das Unternehmen nun neu eine Variante mit Absatz an.
Vorgestellt wurden die Schuhe an der Kopenhagener Fashion Week für Frühjahr/Sommer 2027 unter dem Motto «Taking New Heights». Es ist das erste Mal, dass ein Flipflop des Unternehmens einen Absatz besitzt. Ebenfalls neu ist die Zehenkappe, welche den grossen Zeh verdeckt. Erhältlich ist der Schuh in Schwarz, Off-White und Grün.
Gemäss der Vogue passen die Kitten Heels gleichermassen zu romantischen Rüschenkleidern wie auch zu einer lässigen Jeans.
Auf Social Media gehen die Meinungen zum Kitten Heel von Havaianas auseinander. Einige finden den Schuh toll und wollen ihn unbedingt kaufen. Andere sehen darin die perfekte Möglichkeit, einen Hallux, einen gebrochenen oder von Pilz befallenen Zeh zu verstecken. Wieder andere finden das Modell schlicht schrecklich. Neben Kommentaren, die an der Bequemlichkeit zweifeln, werden manche User deutlich: «Ich zahle, um sie nicht zu tragen» oder «Wenn du denkst, es gibt nichts Schlimmeres als Crocs …» sind nur einige Beispiele.
Der grosse Zeh im Fokus
Die Inszenierung des grossen Zehs ist auch bei anderen Schuhmodellen und Marken zu sehen. Durch Riemchen wird rückt der Zeh beispielsweise beim Birkenstock-Modell «Mayari» in den Fokus.
Um die Zehen in Szene zu setzen, gibt es zudem bei zahlreichen Shops Zehenringe.
Noch extremer ist ein Modell von Chanel. Anfang des Jahres schickte das französische Traditionshaus Models in Sandalen über den Laufsteg, die lediglich um die Ferse geschnürt werden und die Zehen komplett freilegen. Laut Chanel sind die Schuhe für den Müssiggang gedacht. Das dürfte bedeuten, dass bei diesen Barfussschuhen eher der Spaziergang auf der Yacht oder am Strand als Inspiration diente – und weniger der Gang über eine asphaltierte Strasse.
Natürlich liessen die Reaktionen im Netz auch nicht lange auf sich warten. «Wie viel erwarten sie, dass jemand für diese Lächerlichkeit bezahlt?», lautet ein Kommentar. Ein anderer schreibt: «Ist das ein Aprilscherz?» Andere Nutzer witzeln, dass man bei den Schuhen wenigstens nicht auf die Grösse achten muss.
Transparente Schuhe
Ebenfalls gezeigt werden die Zehen bei transparenten Schuhen wie Netzschuhen oder Gelee-Schuhen, ähnlich den Gummimodellen, die man als Kinder getragen hat.
Auch die Luxushäuser haben den Trend erkannt. Jelly-Schuhe gibt es beispielsweise von Loewe, Gucci oder Chloé.
Männer auf dem Vormarsch
Und nicht nur Frauen ziehen untenrum blank, auch Männer dürfen zeigen, was sie haben. Yves Saint Laurent hat im Juni bei der Show für die Männermode für Sommer 2027 transparente Anzugsschuhe präsentiert und damit einen viralen Hit gelandet.
Auf Social Media kommentierten die Nutzer: «Das sollte als Verbrechen gelten» oder «Ich kann dieses Bild riechen». Ob nun bei Männern oder Frauen, bei Temperaturen um die 30 Grad kann es in den Gummischuhen schon mal schwitzig werden. Empfohlen wird das Eintragen mit Socken und das Auftragen von Anti-Blasen-Sticks oder Vaseline an Reibestellen sowie die Nutzung von Babypuder gegen das Schwitzen, schreibt Elle.
Und wer seine Füsse und insbesondere Zehen zeigen will, sollte diese bitte aus Rücksicht auf seine Mitmenschen richtig pflegen.
