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Genfer Holocaust-Leugner muss sechs Monate in Gefängnis

19.05.2022, 12:03

Ein Genfer Holocaust-Leugner, der seit einigen Jahren im Internet und in verschiedenen sozialen Netzwerken aktiv ist, ist der Rassendiskriminierung für schuldig befunden worden. Er wurde zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 180 Tagen verurteilt.

Historisches Tram mit Davidstern in den Strassen von Warschau, Polen, 27. Januar 2022. Das leere Fahrzeug soll an die jüdischen Einwohner erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs in Vernichtungslagern und Ghettos ermordet wurden.
Historisches Tram mit Davidstern in den Strassen von Warschau, Polen, 27. Januar 2022. Das leere Fahrzeug soll an die jüdischen Einwohner erinnern, die während des Zweiten Weltkriegs in Vernichtungslagern und Ghettos ermordet wurden.Bild: keystone

Der Mann in seinen Fünfzigern war bereits im Dezember 2020 wegen Rassendiskriminierung verurteilt worden. Die Interkommunale Koordinationsstelle gegen Antisemitismus und Diffamierung (Cicad) zeigte sich am Donnerstag in einer Medienmitteilung erleichtert über den Entscheid der Genfer Staatsanwaltschaft. Diese ist seit 2019 in diesem Fall aktiv und hat viele der Schriften des Holocaust-Leugners angeprangert.

Dem Verurteilten wurden mehrere Straftaten vorgeworfen. Zuletzt hatte er im August 2021 eine Petition gegen ein geplantes Holocaust-Denkmal in Genf an mehrere Genfer Kantonsparlamentarier geschickt. In dieser Petition legte er unter anderem eine Argumentation mit dem Titel «L’Holocauste est une fraude - La preuve par trois» (Der Holocaust ist ein Betrug – Der Beweis durch drei") vor.

Ausserdem veröffentlichte er auf der Website des «Front National Schweiz» Artikel, die den Holocaust leugneten und antisemitisch waren. Strafbar machte sich der Mann auch mit seinen negationistischen, antisemitischen und rassistischen Aktivitäten in verschiedenen sozialen Netzwerken.

(yam/sda)

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