Schweiz
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Hier ein Überblick zu den wichtigsten Meldungen der Sonntagspresse. watson

Klimajugend plant Kundgebung + Register für Drohnen – das schreiben die Sonntagszeitungen



Registrierungspflicht für Drohnen

Das unkontrollierte Fliegen von Drohnen soll in der Schweiz bald der Vergangenheit angehören. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) bereitet für Betreiber und deren Geräte eine Registrierungspflicht ab Mitte 2020 vor, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. «Wir erarbeiten gerade die Grundlagen für ein Drohnenregister», wird BAZL-Sprecher Urs Holderegger zitiert.

Christian Hegner, BAZL-Direktor, Mitte, Max Schulthess, Projektleiter SIL (Sachplan Infrastruktur Luftfahrt), links, und Urs Holderegger, Kommunikationschef BAZL, anlaesslich einer Medienkonferenz betreffend des SIL-Flughafen Zuerich, am Dienstag, 27. September 2016, im Medienzentrum des Bundeshauses in Bern. Am Flughafen Zuerich sollen bei Nebel oder Bise

Urs Holderegger Bild: KEYSTONE

Die Idee für ein solches Register war bereits 2017 geäussert worden. Die Anmeldung soll laut dem Bericht online erfolgen. Wie die Polizei Zugriff auf die Daten erhalten kann, sei noch in Diskussion. Nach Schätzungen des Bundes wurden in den vergangenen Jahren in der Schweiz über 100'000 Drohnen an Hobbypiloten verkauft. Die Flugsicherung Skyguide arbeitet derzeit mit einem neuen Kontrollsystem daran, Drohnen in die Überwachung des Luftraums durch die Flugsicherung zu integrieren.

In einem Testbetrieb in Genf und Lugano können Drohnenpiloten über eine Handy-Anwendung ihren Flugplan Skyguide vorlegen und erhalten entweder eine Bewilligung oder müssen die Flugroute anpassen. Sowohl die Flugsicherung wie auch der Benutzer können danach den Flug der Drohne verfolgen und sehen auch die anderen Fluggeräte im Luftraum. Bis im Sommer 2019 will Skyguide das System mit Namen U-Space für die ganze Schweiz ausrollen. Es soll die Drohnen-Flüge von kommerziellen Anbietern erleichtern.

Klimajugend plant Grosskundgebung

Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen kommt es in Bern wohl zu einer Grosskundgebung der Klimajugend. Nach den dezentralen Protesten mit gegen 66'000 Teilnehmern vom vergangenen Freitag soll am 5. Oktober vor dem Bundeshaus eine schweizweite Demonstration für besseren Klimaschutz stattfinden, wie der «SonntagsBlick» berichtet.

Schüler reichten demnach ein entsprechendes Gesuch bei der Stadt Bern ein. Den Veranstaltern wurde dem Bericht zufolge eine Bewilligung in Aussicht gestellt, obschon der Gemeinderat für Anfang Oktober unmittelbar vor den nationalen Wahlen ein Verbot von Wahl- und Grosskundgebungen erlassen hatte. Die Zeitung zitiert den Stadtberner Sicherheitsdirektor Reto Nause, wonach die Klimakundgebung «ein Spezialfall» sei.

Reto Nause, Berner Gemeinderat erscheint zur Trauerfeier von Alex Tschaeppaet, am Donnerstag, 17. Mai 2018, in Bern. Der ehemalige Berner Stadtpraesident starb 66-jaehrig nach einem Krebsleiden. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Reto Nause Bild: KEYSTONE

«Uns ist in erster Linie wichtig, dass vor den Wahlen auf dem Bundesplatz keine Wahl- und Parteikundgebungen stattfinden. Als eine solche erachten wir die Klima-Demo nicht.» Den Veranstaltern würden allerdings harte Auflagen gemacht. So seien etwa Parteifahnen verboten.

Klimastreik der Schüler:

SBB im Visier des BAV

Nach ungerechtfertigten Subventionen beim Bahnunternehmen BLS überprüft der Bund jetzt auch die SBB. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) bestätigte gegenüber dem «SonntagsBlick», dass eine entsprechende Voruntersuchung eingeleitet worden sei.

Am Freitag wurde bekannt, dass BLS wegen fehlerhafter Zinsberechnungen über Jahre zu viele öffentliche Gelder kassiert hat. Das Unternehmen muss deshalb in den nächsten vier Jahren gut 29 Millionen Franken zurückzahlen. Mindestens acht ÖV-Betriebe setzen dem Bericht zufolge ebenfalls auf möglicherweise fehlerhafte Zinsberechnungen.

ARCHIV - ZUR NEUEN REGELUNG DER ZINSKOSTENVERRECHNUNG ZWISCHEN BUND UND BLS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG, AM FREITAG, 15. MAERZ 2019 - A BLS S-train S1 of the type RABe 515 Stadler Dosto pictured at Berne train station before driving to Thun, Canton of Berne, Switzerland, on May 16, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)  

Eine BLS S-Bahn S1 des Typs RABe 515 Stadler Dosto aufgenommen am 16. Mai 2017 im Bahnhof Bern vor der Abfahrt nach Thun. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

«Mit den SBB bestehen unterschiedliche Glättungsmodelle, nebst Zinsglättungs- zum Beispiel auch Unterhaltskosten-Glättungsmodelle», sagte eine BAV-Sprecherin. Die SBB wenden gemäss Angaben eines Firmensprechers im Bereich Rollmaterialunterhalt auf Wunsch von Bund und Kantonen seit Jahren Modelle an, welche bei Einkäufen anfallende Zinskosten über mehrere Jahre besser verteilen sollen. Die Abrechnungen würden jährlich dem BAV zur Verfügung gestellt und seien transparent und nachvollziehbar.

Die SBB würden im Rahmen einer erneuten Prüfung vollen Einblick gewähren. Sollten die SBB betroffen sein, wären die Dimensionen noch viel grösser als bei der BLS, sagte ein Insider zur Zeitung.

Trump interveniert in der Schweiz wegen Huawei

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat auch bei der Schweizer Landesregierung interveniert, weil hierzulande ein 5G-Mobilfunknetz mit Technik des unter Spionageverdacht stehenden chinesischen Konzerns Huawei gebaut werden soll. Das Aussendepartement EDA bestätigte der «SonntagsZeitung», dass man sich mit der US-Botschaft in Bern «auf diplomatischer Ebene zu dieser Thematik ausgetauscht hat».

In this March 8, 2019 file photo, President Donald Trump talks with reporters outside the White House in Washington. As a presidential candidate, Donald Trump promised not to cut Social Security, Medicare, or Medicaid. In the White House, Trump went back on his promise not to cut Medicaid. Now he’s being criticized for steep Medicare payment cuts to hospitals in his new budget. The head of a major hospital association says in a blog that the impact on care for seniors would be “devastating.” The White House says it’s not cutting Medicare but making better use of taxpayers’ dollars. (AP Photo/ Evan Vucci)

US-Präsident Donald Trump Bild: AP/AP

Bei der Botschaft heisst es, die USA «drängen sowohl Verbündete wie Freunde, die Sicherheit der 5G-Technologie zu gewährleisten». Man setze sich für sicherere Telekommunikationsnetze und Versorgungsketten ein, «die frei von Lieferanten sind, die der Kontrolle ausländischer Staaten unterliegen.»

In der Schweiz will das Telekomunternehmen Sunrise mit Hilfe von Huawei ein 5G-Netz erstellen. Die USA befürchten, dass die 5G-Technologie ein Einfallstor für chinesische Spionage sein könnte. Sie üben deshalb auch auf andere Staaten Druck aus. Kürzlich drohten sie etwa der deutschen Regierung mit Konsequenzen bei der geheimdienstlichen Zusammenarbeit sowie Einschränkungen in der Zusammenarbeit innerhalb der Nato, sofern Huawei-Technologie in Deutschland zum Einsatz käme.

Serafe kritisiert Kantone und Gemeinden

Die Billag-Nachfolgerin Serafe hat im Streit um Probleme rund um die Radio- und TV-Abgabe Kantone und Gemeinden kritisiert. Diese müssten ihre mangelhaften Register in Ordnung bringen, sagte ein Serafe-Sprecher der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag».

Serafe müsse «Tausende von Reklamationen» von Kunden entgegennehmen, die fehlerhafte Rechnungen erhalten hätten wegen «Unschärfen bei der Fakturierung», die aus den von den Gemeinden und Kantonen gelieferten Daten resultiert hätten. Trotz eineinhalb Jahren Vorbereitung sei dies nicht vorhersehbar gewesen.

Im Januar waren 3.6 Millionen Rechnungen für die Radio- und Fernsehempfangsgebühren erstmals durch die neue Erhebungsstelle verschickt worden. Der Versand mancher Rechnungen an falsche Adressen führte massenhaft zu Reklamationen. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) reagierte und verfügte zur Entlastung der Behörden, dass nur noch Serafe und nicht mehr die Einwohnerkontrollen als Auskunftsstelle dienen soll.

No Billag – diese Promis kämpften gegen die Initiative:

Frauen bei Vergabe von Fördergeldern benachteiligt

Frauen sind im Schweizer Wissenschaftsbetrieb nicht nur untervertreten, sie sind auch bei der Vergabe von Forschungsgeldern durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) benachteiligt. Dies hat eine Auswertung der Gesuche um Projektförderung zwischen 2005 und 2018 durch die «NZZ am Sonntag» ergeben.

Demnach beträgt die durchschnittliche Erfolgsquote bei den Männern 55.4 Prozent, bei den Frauen 46.5 Prozent. Zu einem gewissen Teil habe es damit zu tun, dass Männer durchschnittlich mehr Erfahrung haben und in Disziplinen tätig sind, die eher Fördergelder erhalten, etwa in der Physik, wird Matthias Egger, Präsident des SNF-Forschungsrats, in der Zeitung zitiert.

Die Berner Gemeinderaetin Franziska Teuscher, rechts, und Matthias Egger, Direktor des Instituts fuer Sozial- Praeventivmedizin der Universitaet Bern, waehrend einer Medienkonferenz am Montag, 14. Maerz 2016, im Kaefigturm in Bern. In der Stadt Bern sollen Apotheken versuchsweise Cannabis an eine Gruppe von bis zu 1000 Kiffern verkaufen. Die Stadtregierung hat die Uni Bern mit der Erarbeitung eines entsprechenden Forschungsprojekts beauftragt. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Matthias Egger Bild: KEYSTONE

«Solche Effekte können die Geschlechterkluft bei den Erfolgsquoten beeinflussen.» Doch auch eigene Analysen des Nationalfonds zeigen der Zeitung zufolge, dass nicht nur Alter und Disziplin des Gesuchstellers, sondern auch das Geschlecht einen signifikanten Einfluss auf den Begutachtungsentscheid haben. Vor allem in Biologie und Medizin seien Frauen in einzelnen Jahren benachteiligt worden. Der Nationalfonds führte ein Gender-Monitoring ein. Künftig sollen die Resultate jährlich publiziert werden. (sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 17.03.2019 13:47
    Highlight Highlight A propos umweltbewusste Klimajugend : Hier ihre Littering-Hinterlassenschaft nach ihrer Oeko-Demo 🥴.
    Benutzer Bild
    • Aurum 18.03.2019 08:32
      Highlight Highlight littering? wo solls denn sonst hin? auf die strasse? das zeug liegt immerhin beim papierkorb.
  • wolge 17.03.2019 13:21
    Highlight Highlight Serafe konnte nicht damit rechnen dass die Datenbestände qualitativ ungenügend sind? Ernsthaft?

    Vieleicht hätte man mehr auf die Informatiker hören sollen?

    Qualitativ dchlechte Daten in Business Applikationen ist ja wohl sehr verbreitet...
  • wolge 17.03.2019 13:11
    Highlight Highlight Cisco ist kein Deut besser als Huawei
  • Lucas29 17.03.2019 09:21
    Highlight Highlight Lustig, dass so junge Schüler streiken gehen, dabei tragen ihre Eltern auch grosse Schuld am Klima, nämlich mit der Zeugung des Nachwuchses...
    Es gibt eigentlich kein Umweltproblem, sondern ein Bevölkerungsproblem.
    Die Welt ist nicht ausgelgt für so viel Menschen
  • violetta la douce 17.03.2019 09:20
    Highlight Highlight Hoffentlich ist dies nicht der neue Trend:
    Für politische Anliegen, Minderjährige, die noch nicht wissen, wo oben und unten ist zu manipulieren, und anschliessend auf die Strasse zu schicken.
    Dies ist gefährlich und sollte verboten werden.
  • Mutbürgerin 17.03.2019 08:58
    Highlight Highlight Jede Partei hat den Herbst als Klimawahlen ausgerufen, aber die Berner erlauben eine verbotene Klimakundgebung. Man macht sich das Recht halt so, wie man es braucht.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.03.2019 07:29
    Highlight Highlight Soso die USA üben Druck auf mögliche Huawei Kunden aus weil die ein Einfallstor sein könnten für Chinas Geheimdienste.

    Natürlich drängt sich da die US Firma Cisco auf, die Bewiesenermassen bereits ein Einfallstor für US Geheimdienste waren.
    Zudem haben die Snowden Enthüllungen damals gezeigt wie Massiv die USA spionierten.

    Moll moll die aktuelle US Regierung handelt sicher aus rein Altruistischen Gründen und möchte Verbündete und "Freunde" schützen vor Bösen Geheimdiensten...
    • fant 17.03.2019 08:09
      Highlight Highlight Da man letztlich keinem Hersteller zu 100% trauen kann, müssten die Provider eine Multi-Vendor Strategie fahren und möglichst verschiedene Hersteller in Ihrer Infrastruktur 'mischen'. Das erhöht die Komplexität (Technisch/KnowHow, Support-Vertäge, ...) und reduziert die Zuverlässigkeit und Features: Es wird teurer und schlechter. Für den (schwer mess- und noch schwerer verkaufbaren) Vertrauensvorteil einer solchen Architektur ist kaum ein Endkunde bereit, mehr zu bezahlen...

      Finde ich persönlich sehr schade, aber das lässt sich wohl nicht einfach lösen...
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 17.03.2019 08:51
      Highlight Highlight Nun man könnte eine Versuchsanordnung bauen und alle Pakete Auslesen mit eigens selber gebauten komponenten.

      Dann würde man eventuell sehen ob Daten unter der Firmware Ebene an die Schlapphüte gesendet werden (Cisco) und man könnte Brut Force Attacken auf die Geräte machen mit allen möglichen und Unmöglichen Protokollen und Ports, das ganze mittels Wärmebildkameras Filmen da nach Snowden der CGHQ Angriff auf den Guardian zeigte das selbst Harmlose Komponenten gefährlich sein können.

      Aber das Kostet Geld und Zeit und das man alles findet ist leider auch nicht gesagt
    • Ueli der Knecht 17.03.2019 12:34
      Highlight Highlight Die US-Botschaft bestreitet das nicht. Es steht auch im Artikel:

      "Bei der Botschaft heisst es, die USA «drängen sowohl Verbündete wie Freunde, die Sicherheit der 5G-Technologie zu gewährleisten». Man setze sich für sicherere Telekommunikationsnetze und Versorgungsketten ein, «die frei von Lieferanten sind, die der Kontrolle ausländischer Staaten unterliegen.»"

      Cisco, Google etc sind zwar unter Kontrolle der US-Behörden, aber die USA zählen nicht als "ausländische Staaten".

      America first heisst diesbezüglich America only. Die USA wollen ein Monopol auf Massenüberwachung durchdrücken.
  • Alice36 17.03.2019 07:24
    Highlight Highlight Was bei den Waffen seit Jahrzenhnten verschlampt wird funktioniert bei Drohnen schon nach ein par Jahren, waowww !

    Parteifahnen werde bei der Klimakundgebung der Jungen verboten sein - Da muss sich wohl kein Berner Politiker Sorgen machen 😂

    Wer im Visier des BAV ist kann ruhig weiterwursteln - In den letzten Jahren haben die die Aufsicht auch nicht wahrgenommen. 👎

    Wenn die 5G-Technologie frei sein muss von Lieferanten, die der Kontrolle ausländischer Staaten unterliegen, dann darf Trump aber auch keine US Technologie in der CH verlangen.🤬

Heute kommt die neue 100er-Note in den Umlauf – was du dazu wissen musst

So:

Nein. Das ist Wasser in seinen Händen. Die neue 100er-Note zeigt die humanitäre Seite der Schweiz, die gestalterisch durch das Wasser repräsentiert wird. Dargestellt wird das unter anderem durch eine Suone. Oder eben mit zwei Händen, die Wasser schöpfen.

Die neue 100er-Note ist somit ebenfalls blau, wie auch die bisherige Note, die Bildhauer, Maler und Grafiker Alberto Giacometti gewidmet war. Zudem ist die neue Note etwas kleiner als ihre Vorgängerin.

Bei der Schweizer Nationalbank. Vorerst. …

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