Schweiz
AHV

Finanzierung 13. AHV: Mischvariante des Ständerats setzt sich durch

Die Standesvertretung des Kantons Zuerich, Staenderaetin Tiana Angelina Moser, GLP-ZH, links, und Staenderat Daniel Jositsch, SP-ZH, diskutieren an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mon ...
Die Ständeräte Tiana Angelina Moser und Daniel Jositsch im Gespräch.Bild: keystone

Finanzierung der 13. AHV: Einigungskonferenz beantragt Mischfinanzierung

10.06.2026, 08:3210.06.2026, 09:14

Für die Finanzierung der 13. AHV-Rente beantragt die Einigungskonferenz höhere Lohnbeiträge und mehr Mehrwertsteuer, gemäss dem Modell des Ständerates. Bei den Lohnbeiträgen kommt die kleine Kammer dem Nationalrat dennoch entgegen.

Denn die Lohnbeiträge sollen um 0,2 Prozentpunkte anstatt wie vom Ständerat bisher beschlossen um 0,3 Prozentpunkte erhöht werden. Dies teilten die Parlamentsdienste am Mittwoch mit. Damit kommt die kleine Kammer dem Nationalrat etwas entgegen, beharrt aber auf einer Mischfinanzierung. Nun müssen sich die Räte dazu äussern.

Die Mehrwertsteuer soll um 0,4 Prozentpunkte angehoben werden, um den «Dreizehnten» zu finanzieren. Der reduzierte Mehrwertsteuer-Satz soll im Rahmen des nun vorliegenden Kompromissvorschlags unverändert bleiben. Der Einigungsantrag zur zweiteiligen Vorlage wurde mit jeweils 15 zu 11 Stimmen angenommen.

Räte und Sozialpartner gespalten

Zur Einigungskonferenz kam es, weil sich National- und Ständerat in den Beratungsrunden nicht über die Finanzierung der 13. AHV-Rente hatten einigen können. Je 13 Mitglieder der Sozial- und Gesundheitskommissionen beider Kammern wurden delegiert, entsprechend der Fraktionsstärke im jeweiligen Rat.

Davor hatte der Nationalrat am Dienstag daran festgehalten, für die Finanzierung der AHV nach wie vor lediglich die Mehrwertsteuer erhöhen zu wollen, und das befristet bis 2033. Der Ständerat hingegen wollte die Mehrwertsteuer und zugleich die Lohnbeiträge erhöhen, und das ohne Befristung.

Wie die Räte sind auch die Sozialpartner in der Frage gespalten: Grosse Wirtschaftsverbände bevorzugen den Weg des Nationalrates. Die gewerkschaftliche Seite hingegen unterstützt die vom Ständerat beschlossene Mischfinanzierung.

Bundesrat hat Nichteinigung im Blick

Über den Antrag der Konferenz wird der Ständerat am (morgigen) Donnerstag entscheiden. Voraussichtlich am 17. Juni ist dann der Nationalrat am Zug. Stimmen beide Räte zu, muss der Einigungsantrag aber auch noch in der Schlussabstimmung am Ende der laufenden Session angenommen werden.

Hat der Einigungsantrag keinen Erfolg im Parlament, wird die 13. AHV-Rente ab kommendem Dezember ausbezahlt, ohne dass klar ist, wie sie finanziert wird. 4,2 Milliarden Franken sind dafür 2026 nötig. Rund 4,5 Milliarden dürften es 2030 sein und 5,4 Milliarden 2040.

Der Bundesrat hat für den Fall der Nichteinigung ein Szenario in seine kürzlich in Vernehmlassung gegebene Reformvorlage «AHV 2030» eingebaut: Sie enthält eine kombinierte Erhöhung von Mehrwertsteuer und Lohnbeiträgen respektive als Variante nur eine höhere Mehrwertsteuer. Mehr Mehrwertsteuer wäre auch nötig, wenn die 13. Rente befristet finanziert wird. (sda)

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136 Kommentare
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Grüner Kobold
10.06.2026 09:11registriert Oktober 2018
Kann man ohne Problem Nein sagen. Die 13. AHV ist in der Verfassung verankert. Wenn immer die gleichen Rezepte kommen immer Nein sagen. Auszahlen müssen sie die Renten trotzdem. Daran sollte sich jeder Lohnarbeiter halten. So bringt man die bürgerlichen langfristig zum Zugzwang mal andere Lösungen zu suchen und das Kapital mehr zur Rentenvorsorge verdonnern, Transaktionssteur usw.
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JtotheP
10.06.2026 08:44registriert Februar 2018
So ein Mist. Nun dürfen die Jungen, welche sich nichts Grosses leisten können noch für die Hausbesitzer eine 13. AHV Rente finanzieren.
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Bauchtasche
10.06.2026 08:56registriert April 2024
Ich werde bei einem allfälligen Referendum Nein stimmen. Die Initianten sagten ausdrücklich, das Geld sei vorhanden.
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Räte sind sich uneinig: Finanzierung der 13. AHV-Rente muss in die Einigungskonferenz
National- und Ständerat haben sich nicht geeinigt über die Finanzierung der 13. AHV-Rente. Nun muss die Einigungskonferenz einen Kompromissvorschlag ausarbeiten. Hat sie keinen Erfolg im Parlament, wird die 13. Rente Ende Jahr ohne Finanzierung ausbezahlt.
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