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Vom Empfang bis zum CFO: Das sind die Schweizer Löhne 2027

A GAM employee works at his desk in an office at the Prime Tower, a skyscraper, where the pure play asset management group GAM is headquartered, pictured in Zurich, Switzerland, on March 13, 2017. (KE ...
33 Prozent der Personalverantwortlichen zahlen mehr für Fachkräfte mit KI-Kompetenzen.Bild: KEYSTONE

So viel verdienen Fachkräfte in der Schweiz – und was KI-Kenntnisse bringen

Vom Empfang bis zum CFO: Die neue Gehaltsübersicht von Robert Half für die Schweiz zeigt, was Angestellte in IT, Finanzen und Verwaltung 2027 verdienen sollen. Und sie liefert eine überraschende Erkenntnis zum Thema KI.
22.10.2026, 10:3622.10.2026, 10:36

Wer in der Schweiz mehr verdienen will, sollte sich mit KI auskennen – und zwar nicht nur in der IT. Das zeigt die neue Gehaltsübersicht 2027 des Personaldienstleisters Robert Half. Laut der Umfrage zahlen 33 Prozent der Personalverantwortlichen mehr für Fachkräfte mit KI-Kompetenzen. Am häufigsten ist das im Finanz- und Rechnungswesen der Fall (39 Prozent), gefolgt vom kaufmännischen Bereich (35 Prozent) und der IT (28 Prozent).

Dazu passt: 45 Prozent der Arbeitgeber gehen für Top-Talente über ihre geplanten Gehaltsspannen hinaus, in der IT sind es 53 Prozent. Als Hauptgrund nennen die meisten spezialisierte Kompetenzen.

KI-Fachleute verdienen kaum mehr als Softwareentwickler

Was das in Franken bedeutet, zeigen die Lohnbänder, die Robert Half watson zur Verfügung gestellt hat. Die erste Grafik zeigt den medianen Bruttojahreslohn von gut 90 Berufen. In der Grafik lässt sich zwischen IT-Bereich, kaufmännischem Bereich und Finanzen wechseln.

Ganz oben stehen erwartungsgemäss die Chefs: Finanzchefs (CFO) kommen auf 277'750 Franken, Chief Information Officers auf 231'500. Am unteren Ende liegen Call-Center-Mitarbeitende mit 77'500 und Empfangsmitarbeitende mit 78'000 Franken.

Überraschend: Beim KI-Personal ist der Lohnvorsprung im Median überschaubar. Ein KI-Ingenieur verdient 129'250 Franken, ein klassischer Softwareentwickler 125'000. Ein Machine Learning Engineer liegt mit 119'500 Franken sogar darunter. Deutlich mehr gibt es erst in der Führung: Engineering Manager für KI-Agenten kommen auf 170'000 Franken.

Bei einzelnen Berufen lohnt sich ein zweiter Blick: Helpdesk-Mitarbeitende (1. und 2. Level) kommen im Median auf 120'000 Franken und damit auf deutlich mehr als der IT-Support (93'000) oder Web-Entwickler (104'000). Robert Half begründet das auf Nachfrage von watson mit den Anforderungen: Mehrsprachigkeit, direkter Kundenkontakt sowie technisches Know-how und Fähigkeiten im Troubleshooting. Es sei aber auch möglich, dass unter dieser Bezeichnung Stellen vermittelt wurden, deren Aufgaben über klassische Helpdesk-Tätigkeiten hinausgehen.

Grosse Unterschiede innerhalb der Berufe

Wie breit die Löhne innerhalb eines Berufs streuen, zeigt die zweite Grafik. Das untere Quartil steht laut Robert Half für Einsteigerinnen und Einsteiger, das obere für Personen mit seltenen Fähigkeiten oder langer Erfahrung. Um Mindest- oder Höchstlöhne handelt es sich nicht.

Besonders gross ist die Spanne bei den Finanzchefs: Sie reicht von 203'750 bis 373'500 Franken. Bei Empfangsmitarbeitenden liegen dagegen nur 12'500 Franken zwischen unterem und oberem Quartil.

Nicht jeder Leiter ist auch ein Chef

Vorsicht beim Vergleich der Jobtitel: Ein «Leiter der Finanzabteilung» verdient im Median 132'750 Franken und damit weniger als ein «Finance Manager» (158'000). Laut Robert Half bilden die Bezeichnungen keine einheitliche Hierarchie ab. Der Leiter der Finanzabteilung sei oft stärker operativ tätig, während ein Finance Manager zusätzlich Planungs- und Strategieaufgaben übernehme.

Die Werte gelten für die ganze Schweiz. In Zürich kommen laut Robert Half 10 Prozent obendrauf, in Genf 6 Prozent. Ein Softwareentwickler käme in Zürich damit auf rund 137'500 Franken.

Eine Einschränkung gibt es: Es sind Prognosen für 2027, keine ausbezahlten Löhne. Sie basieren jedoch auf Gehältern von Stellen, die Robert Half selbst vermittelt hat, und werden von firmeneigenen Experten mit der Marktlage abgeglichen. Wie viele Vermittlungen dahinterstehen, ist nicht bekannt. Zudem handelt es sich um Grundgehälter ohne Boni. Der Spielraum: 54 Prozent der Arbeitgeber sind laut Umfrage bereit, darüber zu verhandeln. (pre)

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