Löhne sind 2025 in der Schweiz deutlich angestiegen – doch längst nicht alle profitieren
Die Statistik zieht alle Löhne in der Schweiz zusammen und errechnet, zusammen mit dem Landesindex für Konsumentenpreise, die Veränderung zum Vorjahr. Dementsprechend, macht sie nur eine Aussage über die Nominal- und Reallöhne und nicht über die Verteilung der Löhne oder in welchem Lohnsegment die Löhne angestiegen sind.
Im Jahr 2025 sind die Nominallöhne laut den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) durchschnittlich um 1,8 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. In der letzten Schätzung von Ende 2025 war noch von einem Anstieg um 2,0 Prozent die Rede gewesen. Das BFS schätzt die Nominallohnentwicklung quartalsweise.
Zwar wurde ein Teil der Lohnzuwächse durch die Inflation wieder aufgefressen. Unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0,2 Prozent stiegen die Reallöhne im Durchschnitt aber immer noch um 1,6 Prozent, hält das BFS fest.
Im Jahr 2024 waren die Löhne gemäss BFS real nur um 0,7 Prozent gestiegen. In den drei Jahren davor hatte jeweils eine Reallohneinbusse resultiert.
Nicht alle Sektoren gleich
Nicht für alle der Arbeitnehmenden sind die Löhne gleichstark angestiegen. Während die Pharma-Brache oder die öffentlichen Verwaltungen einen Reallohnanstieg von rund 3 Prozent verbuchen konnten, stiegen die Löhne im Maschinenbau und dem stark ausgelasteten Gesundheits- und Sozialwesen um weniger als 1 Prozent, in der Pflege gar nur um 0,2 Prozent.
Der aktuelle Reallohnanstieg ist laut dem BFS der deutlichste seit 2009 (+2,6 Prozent). Eine vergleichbare Zunahme sei einzig 2015 und 2020 mit +1,5 Prozent beobachtet worden. (sda/awp/can)
