Wirtschaft
Schweiz

Löhne sind 2025 in der Schweiz angestiegen

Eine Person zieht waehrend eines Marktes auf dem Hevetiaplatz in Zuerich Schweizer Banknoten aus ihrem Portemonnaie, fotografiert am Freitag, 16. Februar 2024. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Herr und Frau Schweizer kriegten 2025 etwas mehr ins Portemonnaie.Bild: KEYSTONE

Löhne sind 2025 in der Schweiz deutlich angestiegen – doch längst nicht alle profitieren

Die Löhne in der Schweiz sind im vergangenen Jahr deutlich angestiegen. Die durchschnittlichen Nominal- und Reallöhne steigen in der Schweiz im Jahr 2025 relativ stark um 1,8 beziehungsweise 1,6 Prozent. Es resultierte der stärkste Reallohnanstieg seit vielen Jahren.
21.04.2026, 09:4921.04.2026, 09:52

Die Statistik zieht alle Löhne in der Schweiz zusammen und errechnet, zusammen mit dem Landesindex für Konsumentenpreise, die Veränderung zum Vorjahr. Dementsprechend, macht sie nur eine Aussage über die Nominal- und Reallöhne und nicht über die Verteilung der Löhne oder in welchem Lohnsegment die Löhne angestiegen sind.

Im Jahr 2025 sind die Nominallöhne laut den Berechnungen des Bundesamts für Statistik (BFS) durchschnittlich um 1,8 Prozent gestiegen, wie es in einer Mitteilung vom Dienstag heisst. In der letzten Schätzung von Ende 2025 war noch von einem Anstieg um 2,0 Prozent die Rede gewesen. Das BFS schätzt die Nominallohnentwicklung quartalsweise.

Zwar wurde ein Teil der Lohnzuwächse durch die Inflation wieder aufgefressen. Unter Einbezug einer durchschnittlichen Jahresteuerung von 0,2 Prozent stiegen die Reallöhne im Durchschnitt aber immer noch um 1,6 Prozent, hält das BFS fest.

Im Jahr 2024 waren die Löhne gemäss BFS real nur um 0,7 Prozent gestiegen. In den drei Jahren davor hatte jeweils eine Reallohneinbusse resultiert.

Nicht alle Sektoren gleich

Nicht für alle der Arbeitnehmenden sind die Löhne gleichstark angestiegen. Während die Pharma-Brache oder die öffentlichen Verwaltungen einen Reallohnanstieg von rund 3 Prozent verbuchen konnten, stiegen die Löhne im Maschinenbau und dem stark ausgelasteten Gesundheits- und Sozialwesen um weniger als 1 Prozent, in der Pflege gar nur um 0,2 Prozent.

Der aktuelle Reallohnanstieg ist laut dem BFS der deutlichste seit 2009 (+2,6 Prozent). Eine vergleichbare Zunahme sei einzig 2015 und 2020 mit +1,5 Prozent beobachtet worden. (sda/awp/can)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese 10 Probleme kennen wir alle beim Einkaufen
1 / 15
Diese 10 Probleme kennen wir alle beim Einkaufen
Was du einkaufen möchtest.
quelle: watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wie im Labor gezüchtete Haut den Brandverletzten von Crans-Montana hilft
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
70 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Firefly
21.04.2026 10:42registriert April 2016
Komisch, alle die ich kenne und von denen ich weiss, haben gerade mal den einen Teuerungsausgleich von 0.5% bekommen. Und diese Leute arbeiten in verschiedenen Branchen die hier auch aufgelistet sind.
539
Melden
Zum Kommentar
avatar
Christoph P.
21.04.2026 10:10registriert März 2026
So so die Löhne sind deutlich gestiegen, die Preise und Kosten aber ebenfalls ich würde sogar sagen unter dem Strich bleibt weniger und das ist seit Jahren so
476
Melden
Zum Kommentar
avatar
Mandalayon
21.04.2026 11:52registriert Februar 2018
Durchschnittslohnangaben sind doch völlig sinnlos. Etwas überspitzt: Wenn in einem Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern und 1 CEO die Lohnsumme bei 120 Millionen liegt, der CEO aber dann statt der bisherigen 20 neu 23 Millionen erhält, dann steigt der Durchschnittlichen um 2.5%, ohne dass auch nur ein einziger der 1000 Mitarbeiter einen Rappen mehr erhält.


Bei meinem Arbeitgeber gibt's für die "normalen Angestellten" einen Teuerungsausgleich von 0,2% (knapp 1/4 davon wird durch höhere Abzüge wieder weggefressen), mehr kann sich das Unternehmen nicht leisten.
Der CEO erhielt ~9,3% mehr. 🤷🏻‍♂️
423
Melden
Zum Kommentar
70
Chamer Seniorin überweist Telefonbetrügern 44'000 Franken
Eine Seniorin aus Cham ZG ist letzte Woche Opfer von Betrügern geworden. Die Unbekannten haben sich am Telefon als Bankangestellte ausgegeben und die Frau dazu gebracht, 44'000 Franken zu überweisen.
Zur Story