Wirtschaft
Schweiz

So viel verdienen die Schweizer Chefärzte

Privatversicherte dürfen den Arzt auswählen, der sie operiert. Doch was ist, wenn die Krankenkasse nicht zahlt?
Am besten verdienen die Chefärzte in Zürich.Symbolbild: keystone

So gut verdienen die Schweizer Chefärzte

Im Gesundheitswesen wird vielerorts gespart, bei den Löhnen der Chefärzte öffentlicher Spitäler hingegen nicht. Eine Übersicht.
29.07.2026, 10:0529.07.2026, 10:05

Obwohl die Spitäler die Zahlen nur ungern offenlegen, konnte der «Blick» die Löhne von Chefärztinnen und Chefärzten an knapp 20 öffentlichen Schweizer Spitälern zusammentragen. Das Ergebnis: Viele Chefärzte verdienen mehrere hunderttausend Franken pro Jahr.

Äusserst gut sind die Löhne im Kanton Zürich. Sowohl das Universitätsspital Zürich als auch das Kantonsspital Winterthur haben per Gesetz einen Lohndeckel von einer Million Franken. Die genauen Löhne werden aber nicht kommuniziert. In Basel ist man redseliger. «Weniger als eine Handvoll Chefärzte» haben dort einen Jahreslohn von rund 850'000 Franken, teilt eine Sprecherin auf Anfrage der Zeitung mit.

Universitätsspital, Rämistrasse, Zürich, Schweiz *** University Hospital, Rämistrasse, Zurich, Switzerland
Das Universitätsspital Zürich hat einen Lohndeckel von einer Million Franken.Bild: www.imago-images.de

Eine Pflicht zur Offenlegung gibt es für Chefarztlöhne momentan nur im Kanton Bern. 2024 betrugen die Löhne der bestverdienenden Ärzte der Berner Listenspitäler über 700'000 Franken. Weitere 15 Medizinerinnen und Mediziner bekamen zwischen 600'000 und 700'000 Franken pro Jahr.

Dem Geschäftsbericht des Kantonsspitals Aarau ist zu entnehmen, dass 2024 neun Personen zwischen 600'000 und 700'000 Franken verdienten. In Solothurn betrug 2024 der Lohn einer Person ebenfalls über 600'000 Franken. Im Kantonsspital Freiburg verdienten 2025 sieben Personen zwischen 500'000 und 600'000 Franken.

Löhne sorgen für Kritik

Die Spitzenlöhne kommen nicht überall gut an. Gesundheitswissenschaftler Armin Gemperli von der Universität Luzern meint dazu gegenüber dem Blick: «Weder eine hoch qualifizierte Ausbildung noch eine grosse Verantwortung rechtfertigen solche horrenden Löhne.» Er sieht die Lösung in der Beendigung der Subventionierung der Spitäler.

Der Luzerner Ständerat Damian Müller (FDP) möchte, dass wieder vermehrt Vollzeit gearbeitet wird.
Damian Müller sieht in den hohen Löhnen kein Problem.Bild: Keystone

Anders sieht das FDP-Ständerat Damian Müller. Er betont, dass Ärztinnen und Ärzte eine grosse Verantwortung tragen und Spitzenleistungen erbringen. «Die Spitäler sollten ihre unternehmerische Freiheit behalten – verbunden mit mehr Transparenz gegenüber den Prämienzahlenden», sagt er. (kek)

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Entwürfe für die ersten Franken-Münzen
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Entwürfe für die ersten Franken-Münzen

Für die ersten Münzen wurden diverse Entwürfe eingereicht. (bild: schweizerisches bundesarchiv)

quelle: schweizerisches bundesarchiv
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