Schweiz
Armee

Kommission beantragt zusätzliche halbe Milliarde für Munition

Kommission beantragt zusätzliche halbe Milliarde für Munition

11.08.2026, 19:3411.08.2026, 19:34

Der Bund soll eine halbe Milliarde Franken zusätzlich für Flugabwehr-Munition zur Verfügung haben, um die Vorräte so rasch wie möglich aufzustocken. So beantragt es die zuständige Nationalratskommission. Mit den übrigen in der Armeebotschaft 2026 beantragten Mitteln ist sie einverstanden.

Insgesamt beantragt der Bundesrat dem Parlament Verpflichtungskredite von rund 3,4 Milliarden Franken für die Armee. Rund 2,4 Milliarden Franken sieht er für Rüstungsbeschaffungen vor, 562 Millionen Franken für Immobilienprojekte und 394 Millionen Franken als Zusatzkredit für die Beschaffung der F-35-Kampfjets.

Die Sicherheitspolitische Kommission des Nationalrates (SIK-N) will nun das Rüstungsprogramm aufstocken, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Sie beantragt mit 11 zu 9 Stimmen und mit 4 Enthaltungen zusätzliche 500 Millionen Franken.

Verwendet werden sollen diese Mittel für Munition für die bodengestützte Luftverteidigung grösserer und mittlerer Reichweite sowie für Systeme für die indirekte Feuerunterstützung auf mittlere Distanz. Das soll die Durchhaltefähigkeit der Armee erhöhen.

Für die Kommissionsmehrheit ist es zwingend, die Munitionsreserven so rasch wie möglich aufzustocken. Beschaffungen von Munition dauerten wegen der hohen Nachfrage immer länger und kosteten immer mehr. Die Minderheit lehnt diese zusätzliche Beschaffungen ab.

Das Immobilienprogramm hingegen will die Mehrheit der SIK-N nicht aufstocken. Anträge, den Kredit für die Lärmsanierung der Militärflugplätze von 30 auf 51 respektive auf 88 Millionen Franken zu erhöhen, fanden keine Mehrheit.

Das auf 2,9 Milliarden Franken erhöhte Rüstungsprogramm hiess die SIK-N mit 16 zu 3 Stimmen bei 6 Enthaltungen gut. Zum Immobilienprogramm beantragt die Kommission mit 17 zu 0 Stimmen bei 8 Enthaltungen ein Ja.

Mit 16 zu 8 Stimmen und mit einer Enthaltung bewilligte sie schliesslich den Zusatzkredit für die F-35. Ein Antrag, wie ursprünglich vorgesehen 36 F-35 zu beschaffen und den Zusatzkredit entsprechend um 650 Millionen Franken zu erhöhen, wurde abgelehnt.

In der Herbstsession wird sich der Nationalrat mit der Armeebotschaft und dem zusätzlichen Verpflichtungskredit befassen. Der Ständerat hatte die Rüstungs- und Immobilienvorhaben im Juni gutgeheissen, allerdings ohne zusätzliche Mittel für Munition. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Street Parade 2026
1 / 51
Die besten Bilder der Street Parade 2026

Wo viele Menschen sind, ist auch viel Müll. An einem warmen Tag wie heute sind das vor allem Getränkeflaschen und Aludosen.

quelle: watson / watson
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Satellitenbilder zeigen Riesen-Ölteppich vor Omans Küste
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Lucas Uldry ist erster autistischer Fussball-Schiri der Romandie
Der Waadtländer Lucas Uldry (18) lebt mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und hat diesen Monat erstmals ein offizielles Fussballspiel geleitet. Eine besondere Geschichte über Mut, Leidenschaft und den eigenen Weg.
C-Junioren-Spiele wie jenes zwischen Pully und Echandens vom Samstag, 12. September 2026, gibt es jedes Wochenende zu Hunderten in der Romandie. Und trotzdem wird diese Partie in der Geschichte des Westschweizer Fussballs einen besonderen Platz einnehmen. Der Grund: Zum ersten Mal wurde ein solches Spiel von einem Schiedsrichter mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) geleitet. «Ich kenne kein anderes Beispiel aus der Romandie», sagt Jean-Marie Perret. Der Sonderpädagoge und Vorreiter des inklusiven Fussballs bezeichnete die Premiere in einem LinkedIn-Post als «magischen Moment».
Zur Story