Schweiz
Armee

Nach Fahrverbot Mitte Februar: Teile der M113-Flotte wieder einsatzfähig

Ein Schützenpanzer M113 der Schweizer Armee ist unterwegs auf einer Strasse unterwegs. (Kloten, Schweiz, 17.11.2022)
Nach aktuellem Stand werde der Abschluss des Umbaus der gesamten M113-Flotte bis zum dritten Quartal 2027 erwartet (Archivbild).Bild: imago

Nach Fahrverbot Mitte Februar: Teile der M113-Flotte wieder einsatzfähig

07.07.2026, 01:5307.07.2026, 01:53

Nach dem Mitte Februar verhängten Fahrverbot sind einige Dutzend M113-Schützenpanzer der Schweizer Armee wieder fahrbereit. Die übrigen Fahrzeuge befänden sich im stationären Betrieb, teilte ein Armee-Sprecher auf Anfrage von Keystone-SDA am Montag mit.

Er bestätigte damit einen Bericht von «Blick». Die M113 im stationären Betrieb könnten mittels Bodenführung bewegt werden, so der Sprecher weiter. Die wesentlichen Teile der Ausbildung in den Rekrutenschulen und Wiederholungskursen können somit «grundsätzlich sichergestellt und weiterhin durchgeführt werden».

Für die aktuell laufende Rekrutenschule sei zudem sichergestellt, dass fahrbereite Fahrzeuge für die Fahrausbildung zur Verfügung stünden, hiess es weiter.

Nach aktuellem Stand werde der Abschluss des Umbaus der gesamten M113-Flotte bis zum dritten Quartal 2027 erwartet. Die vollständige Einsatzfähigkeit soll im Zuge der laufenden Arbeiten schrittweise erreicht werden. Wie viel das kostet, blieb am Montag offen: «Die Gesamtkosten im Zusammenhang mit der jüngsten Sperrung sowie den anstehenden Instandsetzungen sind derzeit noch nicht abschliessend beziffert», so der Armeesprecher.

Zum zweiten Mal seit 2023 stillgelegt

Mitte Februar war vom Chef der Logistikbasis der Armee, Divisionär Rolf Siegenthaler, ein Fahrverbot für alle 238 damals im Einsatz stehenden M113 verfügt worden. Der Grund waren technische Mängel am Seitenantrieb, die zum Verlust der Lenk- und Bremsfähigkeit führen können.

Entdeckt wurden die Probleme bei Instandhaltungsarbeiten. Dabei wurden Metallteile im Öl festgestellt. Als Ursache wird ein fehlerhaftes Zylinderrollenlager vermutet, das bei der letzten Revision verbaut wurde, wie die Armee weiter mitteilte. Die betroffenen Fahrzeuge sind teils über 50 Jahre alt. Ihre Ablösung ist in verschiedenen Rüstungsprogrammen geplant.

Es handelte sich dabei um die bereits zweite Stilllegung der M113-Flotte innert weniger Jahre. Schon im Dezember 2023 wurde wegen eines Mangels an der Antriebswelle ein Fahrverbot erlassen. Die Umrüstung der Flotte kostete laut einer Mitteilung der Armee damals rund 2,6 Millionen Franken. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die hässliche Wahrheit über Ransomware-Attacken
1 / 14
Die hässliche Wahrheit über Ransomware-Attacken

Die Dunkelziffer bei erfolgreichen Ransomware-Attacken ist extrem hoch. In dieser Bildstrecke erfährst du, was dahintersteckt.

quelle: shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Toter Wal wird im Kongo vom Strand geborgen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Polizei fasst Geldkurier in Graubünden
In San Vittore GR ist Ende Juni ein mutmasslicher Geldkurier festgenommen worden. Ein 82-jähriger Mann hatte die Polizei alarmiert, nachdem falsche Polizisten ihn zur Übergabe von rund 20'000 Franken bewegen wollten.
Zur Story