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Schweizer Armee bereitet grosse Übung in Deutschland vor

Drohnenpiloten an einem Medienanlass der Schweizer Armee zur Einbindung von Drohnen in Kampfverbaende, am Montag, 18. Mai 2026, auf dem Schiessplatz Wichlen in Elm. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Drohnenpiloten der Schweizer Armee auf dem Schiessplatz Wichlen in Elm.Bild: keystone/Gian Ehrenzeller

Schweizer Armee bereitet grosse Übung in Deutschland vor

Die Schweizer Armee hat die Vorbereitungen für eine weitere grosse Militärübung im Ausland lanciert. Im kommenden Jahr sollen rund 1000 Armeeangehörige zusammen mit deutschen und österreichischen Verbänden in Deutschland den Kampf im überbauten Gelände trainieren.
23.06.2026, 13:1823.06.2026, 13:18

Ein Vordetachement von rund 70 Schweizer Armeeangehörigen reist in diesen Tagen nach Gardelegen in Sachsen-Anhalt, wie die Schweizer Armee am Dienstag mitteilte. Die Formation soll gemeinsam mit deutschen Partnern die Abläufe für die Übung «Trias 27» erproben und das Zusammenspiel von Simulationssystemen testen.

An der Übung im Mai und Juni 2027 sollen dann rund 1000 Schweizer Armeeangehörige teilnehmen. Sie trainieren auf dem Truppenübungsplatz Altmark, der über eine Übungsstadt mit städtischer Infrastruktur wie einer U-Bahn und einem Flughafen verfügt.

Die Dienstleistung im Ausland ist für die Armeeangehörigen freiwillig und wird an die Dienstpflicht angerechnet. Die Suche nach Freiwilligen läuft vor allem in der Mechanisierten Brigade 11. Gefragt seien aber auch weitere Kräfte aus allen Bereichen der Armee, hiess es weiter.

Mit solchen Trainings auf grossen ausländischen Übungsplätzen stärke die Armee ihre Verteidigungsfähigkeit. Zudem werde die Zusammenarbeit mit benachbarten Armeen gefördert.

Zweite grosse Übung im Ausland in kürzerer Zeit

Bereits im vergangenen Jahr trainierte die Armee im Rahmen der Übung «Trias 25» im Ausland – damals im österreichischen Allentsteig.

Die Schweiz müsse ihre Sicherheit in die eigenen Hände nehmen und alle verfügbaren Mittel dafür nutzen, einschliesslich internationale Kooperation. «Sicherheitspolitische Autonomie ist nicht realistisch; unsere Antworten müssen genauso grenzüberschreitend sein wie die Bedrohungen selbst», sagte Verteidigungsminister Martin Pfister im vergangenen Jahr.

Arbeite die Schweiz mit internationalen Partnern zusammen, habe sie Zugriff auf sicherheitsrelevante Informationen und Frühwarnsysteme. Sie erhalte Zugang zu modernen Verteidigungstechnologien und könne an multinationalen Übungen teilnehmen. «Trias 25» sei ein Beispiel dafür, sagte Pfister damals. (sda)

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