Schweiz
Armee

FDP fordert nach VBS-Leaks öffentliche Entschuldigung von der Mitte

Zoff um Leaks: Jetzt fordert die FDP eine öffentliche Entschuldigung der Mitte

27.02.2025, 14:2327.02.2025, 16:55

Die Leaks um die Kündigungen von Armeechef Thomas Süssli und Nachrichtendienst-Chef Christian Dussey sorgen auch am Donnerstag weiter für Aufruhr in der Schweizer Politik.

Bundesraetin Karin Keller-Sutter spricht an einer Medienkonferenz ueber die finanzpolitische Standortbestimmung zum Voranschlag 2026 und das provisorische Rechnungsergebnis 2024 am Mittwoch, den 12. F ...
Karin Keller-Sutter und ihr Finanzdepartement wurden wegen der Leaks kritisiert.Bild: keystone

Die FPD ist empört darüber, dass am Mittwoch ihre Bundesrätin Karin Keller-Sutter mit den Leaks in Verbindung gebracht wurde. So wurde aus dem VBS hinter vorgehaltener Hand der Verdacht geäussert, Keller-Sutters Finanzdepartement könnte die Infos geleakt haben. Ständerätin Andrea Gmür äusserte diesen Verdacht auf X gar explizit: «Woher das Leak? War es wieder die FDP-NZZ-Connection, Frau Keller-Sutter?», warf die Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission in die Runde.

Am Donnerstag wurde dieser Verdacht in einem «Blick»-Bericht aber dementiert. So sollen die Leaks nicht aus dem Finanzdepartement kommen – sondern aus dem VBS selbst, direkt aus dem Nachrichtendienst. Was die FDP zu einem verärgerten X-Post bewog. Die Partei fordert:

«Nachdem Die Mitte bzw. ihre SR Andrea Gmür öffentlich der BP Karin Keller-Sutter Amtsgeheimnisverletzung unterstellte und nun klar wird, dass das Leak eher aus dem VBS kommt, sollten sie zumindest die Grösse haben und sich ebenso öffentlich bei der Bundespräsidentin entschuldigen.»

Auch bei Parlamentariern der FDP sorgten die Vorwürfe am Tag danach weiter für Kopfschütteln. «Dass eine gewählte Volksvertreterin der Mitte eine Bundesrätin ohne Beweise der Indiskretion beschuldigt, ist nicht haltbar», kritisiert Nationalrat Christian Wasserfallen gegenüber dem «Blick». Und geht mit Amherds Partei hart ins Gericht:

«Mittlerweile scheint die Mitte die Nerven zu verlieren – und die Haltung.»

Das VBS hat sich derweil zu den neuen Berichten noch nicht geäussert. Am Mittwoch reichte das Departement eine Anzeige gegen Unbekannt ein. Die Ermittlungen laufen. (dab)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Laser blendet Rettungshelikopter – Crewmitglieder erleiden Augenverletzung
Am Samstagabend musste wegen eines medizinischen Notfalls ein Helikopter der Alpine Air Ambulance (AAA) ausrücken. Dieser setzte in Reinach AG zur Landung an, als sich ein Zwischenfall ereignete: Wie das Unternehmen schreibt, wurden die vier Crewmitglieder während des Anflugs von einem grünen Laserstrahl geblendet. Drei erlitten leichte Augenverletzungen und mussten sich danach ärztlich behandeln lassen.
Zur Story