Schweiz
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120'000 Menschen sind 2016 aus der Schweiz ausgewandert



Eine rekordhohe Zahl von Auswanderungen und ein starker Geburtenüberschuss haben im letzten Jahr die Bevölkerungsentwicklung der Schweiz geprägt. Das Total der Einwohner stieg um 92'400 Personen auf 8.42 Millionen.

Sämtliche Kantone verzeichneten 2016 eine Bevölkerungszunahme. Insgesamt wuchs die Schweiz mit 1.1 Prozent im Rhythmus der Vorjahre, wie die am Mittwoch veröffentlichten definitiven Daten bestätigen. Die provisorischen Zahlen hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) bereits im April publiziert.

Die ausländische Wohnbevölkerung nahm im vergangenen Jahr mit 2.6 Prozent deutlich kräftiger zu als die schweizerische, die um 0.6 Prozent zulegte. Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer erreichte zum Jahresende mit 2.1 Millionen Personen 25 Prozent.

Wachstumstreiber Wanderung

Auch letztes Jahr war die Migration nebst dem Geburtenüberschuss der wichtigste Wachstumsfaktor. 191'700 Personen wanderten ein oder wechselten von der nichtständigen in die ständige Wohnbevölkerung, was einem Plus von 1.7 Prozent entspricht. Gleichzeitig verdoppelte sich die Zahl der Auswanderungen auf einen neuen Höchststand von knapp 120'700.

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Der internationale Wanderungssaldo, also die Differenz zwischen Ein- und Auswanderung, lag darum mit rund 71'000 Personen um 1.2 Prozent tiefer als 2015. Dieser rückläufige Trend ist nach den Angaben des BFS seit 2013 festzustellen. Bei den Schweizerinnen und Schweizern ist der Wanderungssaldo seit vielen Jahren negativ, es wandern also mehr Schweizer Staatsangehörige aus als ein.

Gefragter Schweizer Pass

Der Geburtenüberschuss, das heisst die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen, trug letztes Jahr mit 22'900 Personen zum Bevölkerungsanstieg bei. Er war damit um über ein Fünftel höher als 2015. Einzig im Jura, in Uri und im Tessin wurden mehr Sterbefälle als Geburten registriert.

Die Zahl der Einbürgerungen erhöhte sich 2016 nach einer sprunghaften Zunahme im vorangehenden Jahr (+24 Prozent) noch um gut 6 Prozent. Total erhielten 42'900 Ausländerinnen und Ausländer die schweizerische Staatsbürgerschaft, so viele wie nie mehr seit 2009. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 02.09.2017 06:55
    Highlight Highlight Die ständige Wohnbevölkerung der CH hat von 1985 bis 2016 um 1,93 Mio oder 30% auf 8.42 Mio Menschen zugenommen, dies vor allem durch Einwanderung. Zur Erhaltung einer lebenswerten Umwelt muss die Einwanderungspol. mit dem Ziel, einen wesentlich reduzierten Wanderungssaldo zu erreichen, überdacht werden. Der Wohlstand/E könnte dadurch gesteigert werden. Eine Erhöhung des Rentenalters ist ein Unsinn, haben die Jungen ja heute schon Mühe, eine Arbeitsstelle zu finden. Einwanderung zum Ausgleich der Rentnerquote verschiebt die Problematik nur in die Zukunft. Auch die Neuen werden einmal alt.
  • dorfne 31.08.2017 09:20
    Highlight Highlight Überall Widersprüche. Ein Geburtenüberschuss von 22900? So viel mehr Menschen wurden 2016 geboren als gestorben sind? Dennoch wird munter von einer "Diktatur der Alten" in den nächsten 20, 30 Jahren gesprochen. An diesen Widersprüche, und es gibt viele, sehe ich, wie verlogen die Politiker vor Abstimmungen und Wahlen politisieren. Bei diesen Zahlen dürfte die angebliche "Überalterung" Europas in 20 Jahren vom Tisch sein.
  • ujay 30.08.2017 15:37
    Highlight Highlight 120'000 Menschen sind 2016 aus der Schweiz ausgewandert
    -----------------------------Ich auch!---------------------------
    ...................und es fühlt sich guuuuut an............
    • Normi 30.08.2017 16:13
      Highlight Highlight Wohin ? Zum Studium ?
    • Red4 *Miss Vanjie* 30.08.2017 17:44
      Highlight Highlight Kann ich auch kommen?
  • Theodorli 30.08.2017 15:05
    Highlight Highlight Die Schweiz ist ein Arbeitslager.
    Für Krankenkasse,Wohnungsmieten,Lebenskosten
    und Altersvorsorge.
    • RacKu 30.08.2017 16:26
      Highlight Highlight Tschüss! 😘
    • Fabio74 30.08.2017 22:06
      Highlight Highlight DIe Schweiz ist eines der stabilsten und wohlhabensten Länder dieses Planeten. Wir leiden an Wohlstandsverwarhlosung und first world problems.
      Wir haben es in der Hand politischen EInfluss zu nehmen.
      Wer allerdings SVP wählt, wird NIE was brauchbares für Arbeitnehmer kriegen.
    • dorfne 31.08.2017 09:10
      Highlight Highlight @Fabio74. Rufer in der Wüste! Das "Verdienst" der SVP ist, dass es ihr gelungen ist den Linken und Grünen (Schimpfwort Gutmenschen) ein Verliererimage zu verpassen. Man glaubt halt lieber erfolgreichen Unternehmern, die die harten Kerle markieren, als Leuten, die sich für die Kranken, Rentner, Kleinverdiener einsetzen. Aber ohne all jene, die jeden Morgen um 5:30 aufstehen um arbeiten zu gehen, wären diese Grossmuftis Niemande. Und doch tun sie so, als würden sie "ihren" Leuten Almosen zahlen und nicht Löhne für gute und harte Arbeit.
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