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UKW-Aus: Alte Auto-Navis erhalten keine Verkehrsinfos via TCM mehr

In a photo from Tuesday, April 7, 2015 in Detroit, Alexis Georgeson of Tesla Motors, shows off the navigation screen of the new Tesla Model S 70D during a test drive. Electric car maker Tesla Motors i ...
Nur noch Navis mit Internetverbindungen können Staumeldungen via TCM erhalten. (Symbolbild)Bild: AP/AP

Nach UKW-Aus erhalten alte Auto-Navis keine Stau-Warnungen mehr – das rät das Astra

19.02.2025, 10:1119.02.2025, 15:37

Am 31. Dezember schaltete die SRG UKW ab. Seither sind viele ältere Auto-Navigationsgeräte nicht mehr imstande, Staus zu erkennen und entsprechend zu reagieren, wie persönlich.com schreibt.

Navigationsgeräte empfangen über den sogenannten Traffic Message Channel (TMC) aktuelle Verkehrssituationen. TMC ist Teil von Radio Data System (RDS). Dieser Zusatzdienst für UKW-Radios wurde am 31. Dezember ebenfalls abgeschaltet.

Gegenüber persönlich.com bestätigt dies Silvia Canova, Mediensprecherin des Bundesamts für Kommunikation (Bakom): «Mit der Abschaltung der UKW-Verbreitung wurde ebenfalls das RDS-Signal abgeschaltet.»

Eine Alternative gibt es nicht. Denn private Sender von CH Media sowie die Energy-Radios verzichten gemäss persönlich.com auf TMC-Signale.

Das führt dazu, dass ältere Navigationsgeräte, die keine Internetverbindung haben, nicht mehr mit aktuellen Verkehrssituationen versorgt werden. Für Besitzerinnen und Besitzer von älteren Navis bedeutet das, dass man keine automatischen Verkehrsmeldungen mehr erhält und dadurch Staus allenfalls nicht mehr umfahren kann.

Nachfolgesystem ist gescheitert

Zwar habe man versucht, ein Nachfolgesystem namens TPEG aufzubauen, doch erfolglos: «Das Protokoll wird kaum noch verwendet und ist in aktuellen Navigations- und DAB-Geräten nicht implementiert», sagt Canova zu persoenlich.com.

Nicht alle sehen darin aber einen Nachteil. Das Bundesamt für Strassen (Astra) zum Beispiel sieht Umfahrungsempfehlungen kritisch und nimmt die Entwicklung darum positiv auf:

«Die meisten Navigationsgeräte suchen bei Staus Alternativrouten, die meist nicht gewollt sind. Das führt zu unerwünschtem Ausweichverkehr durch Ortschaften mit vielen negativen Auswirkungen: Belastung für die Anwohnenden, verstopfte Strassen, höhere Unfallgefahr für Fuss- und Veloverkehr und Probleme für den lokalen ÖV», heisst es in einer Stellungnahme der Astra gegenüber persönlich.

Das rät das Astra

Das Astra sagt zudem, dass onlinebasierte Lösungen wie Google Maps, Apple Maps oder andere Dienst ohnehin die besseren Dienstleistungen erbringen: «Diese sind hinsichtlich Aktualität und Detaillierungsgrad wesentlich genauer als TMC.» (ome)

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