Preisunterschiede bei der Autoprüfung: Zürich ist nicht am teuersten
Autofahren ist teuer. Dies fängt schon beim Lernfahrausweis an, erstreckt sich über die Theorieprüfung und endet beim Führerschein. Doch wie viel kostet es genau? Und wo müssen Junglenkerinnen und Junglenker mehr berappen als anderswo? Beim kantonalen Vergleich zeigen sich grosse Unterschiede, wie eine Recherche des Beobachters zeigt.
Basel-Stadt am teuersten
In Basel-Stadt ist der Lernfahrausweis mehr als viermal teurer als im Aargau. Der Lernfahrausweis kostet im Aargau 20 Franken, in Basel-Stadt satte 90 Franken. Die Theorieprüfung kostet in Basel-Stadt, dem teuersten Kanton für angehende Autofahrerinnen und Autofahrer, 46 Franken, die praktische Prüfung 138 Franken und die Führerausweiskarte 75 Franken. Somit müssen Junglenkerinnen und Junglenker in Basel-Stadt 349 Franken zahlen.
Teurer ist in Zürich dafür die praktische Prüfung. Sie kostet 174 Franken. Insgesamt betragen dort die Gesamtkosten immer noch 290 Franken.
Am günstigsten kommen die Zugerinnen und Zuger davon. Dort belaufen sich die Gesamtkosten auf nur 180 Franken. Möglich macht dies auch die vergleichsweise günstige praktische Prüfung: Das Strassenverkehrsamt verlangt dafür nur 90 Franken.
Ebenfalls günstig sind der Aargau (200 Franken) und Nidwalden (215 Franken). Zu den teureren Kantonen gehören Glarus (295 Franken), Uri (290 Franken) und Basel-Landschaft (280 Franken).
Kritik von Preisüberwacher
Die teils zu hohen Gebühren sind dem Preisüberwacher ein Dorn im Auge. Seit 2019 schätzte dieser, dass rund 100 Millionen Franken zu viel erhoben wurden. Ein Bericht der Eidgenössischen Finanzverwaltung (EFV) von 2021 bestätigte zu hohe Gebühren der Strassenverkehrsämter von 119 Prozent.
Die Regierung des Kantons Basel-Landschaft beispielsweise gibt als Grund für die hohen Gebühren die höheren fixen Personal-, Betriebs- und Infrastrukturkosten eines kleinen Stadtkantons mit vergleichsweise wenigen zugelassenen Autos an, schreibt der «Beobachter».
Einige andere Kantone senkten schon nach Druck des Preisüberwachers die Ausweisgebühren. Doch neben Basel möchten auch viele andere Kantone ihre Gebühren so belassen, da die Überschüsse direkt in den allgemeinen Strassenunterhalt fliessen.
(kek)
