Schweiz
Blaulicht

Waffendeals im Darknet: Ex-Mitarbeiter der Schwyzer Polizei angeklagt

Waffendeals im Darknet: Ex-Mitarbeiter der Schwyzer Polizei angeklagt

05.11.2020, 11:0805.11.2020, 11:08

Ein ehemaliger ziviler Mitarbeiter der Kantonspolizei Schwyz muss sich vor dem Bundesstrafgericht verantworten. Die Bundesanwaltschaft hat Anklage eingereicht, unter anderem wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz und Verletzung des Amtsgeheimnisses.

Der 57-jährige Beschuldigte war als Leiter Logistik bei der Kantonspolizei Schwyz tätig. Diese reichte Ende März 2018 Strafanzeige gegen ihn ein wegen ungetreuer Amtsführung im Zusammenhang mit Munitions- und Materialbestellungen.

Wie die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, wirft sie dem Beschuldigten in der Anklage Verstösse im Zusammenhang mit Munitionsbestellungen vor. Dabei soll er sich unrechtmässig um 180'000 Franken bereichert haben. Die Munition habe er zu seinem eigenen Vorteil verwendet, bezahlen liess er die Kantonspolizei.

Zwischen 2012 und 2013 habe er zudem illegal Waffen verkauft. Die Waffen und die Munition habe er im Darknet angeboten. Dabei habe er zusammen mit einer Person agiert, die in Deutschland inzwischen verurteilt wurde.

80 Waffen beschlagnahmt

Zudem soll er auch selber verbotenerweise Waffen und Munition besessen und bei sich zu Hause gelagert haben. Die Bundesanwaltschaft habe bei ihm rund 80 Waffen und mehrere zehntausend Patronen sichergestellt und beschlagnahmt.

Weiter werden dem Beschuldigten, der für rund zwei Monate in Untersuchungshaft sass, Urkundenfälschung und Amtsgeheimnisverletzung zur Last gelegt. Es gilt die Unschuldsvermutung. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Ranking: ALLE Bondfilme – von grottenschlecht bis hammergeil
1 / 27
Ranking: ALLE Bondfilme – von grottenschlecht bis hammergeil
Wir sagen euch, welches die besten – und die schlechtesten James-Bond-Streifen ever sind. Völlig subjektiv, natürlich.
quelle: thejamesbondsocialmediaproject.com / thejamesbondsocialmediaproject.com
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Die Waffenlobby hat Ihre Eier in einer Geldscheinklammer»
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
GLP-Moser warnt vor Nein zu neuen EU-Verträgen: «Es wäre ein Brexit auf Raten»
Tiana Moser, Ständerätin der GLP, gibt zu, dass die neuen Verträge mit der EU auch Nachteile haben. Aber die Vorteile überwiegen klar, sagt sie. Gerade auch mit Blick auf das Mitspracherecht.
Frau Moser, Ihre Ständeratskollegin Heidi Z'graggen von der Mitte hat in unserem Interview erklärt, dass sie die neuen EU-Verträge als Ganzes ablehnt. Der Widerstand geht weit über die SVP hinaus und erreicht Mitte und FDP. Haben die Bilateralen III noch eine Chance?
Tiana Moser: Auf jeden Fall. Mit diesem Paket setzen wir den pragmatischen Weg fort, der bisher immer mehrheitsfähig war. Dass wir in Wohlstand und Sicherheit leben, ist alles andere als selbstverständlich. Die Bilateralen sind eine Grundlage dafür. Die Menschen in diesem Land wissen das.
Zur Story