Schweiz
Bundesrat

Bundesrat Parmelin unterzeichnet Weltraum-Abkommen mit den USA

Bundesrat Parmelin unterzeichnet Weltraum-Abkommen mit den USA

15.04.2024, 22:0815.04.2024, 22:32

Die Schweiz will mit den USA und 35 weiteren Staaten die friedliche Erforschung des Weltraums vorantreiben. Bundesrat Guy Parmelin hat deshalb am Montag im Nasa-Hauptquartier in der US-Hauptstadt Washington das Artemis-Abkommen unterzeichnet.

epa11280700 Swiss Federal Councillor Guy Parmelin (R) and NASA Administrator Bill Nelson (L) shake hands during the Switzerland Artemis Accords signing ceremony, at the National Aeronautics and Space  ...
Parmelin schüttelt Nasa-Verwaltungsrat Bill Nelson die Hand.Bild: keystone

Der Verwaltungsrat US-Weltraumbehörde Nasa, Bill Nelson, bezeichnete die Unterzeichnung als «grossen Schritt in der himmlischen Partnerschaft» zwischen der Schweiz und den USA.

Die früheren Nasa-Astronauten seien nicht nur mit hervorragenden Schweizer Experimenten unterwegs gewesen, sagte Nelson, sondern auch mit einem hervorragenden Schweizer Kollegen. Claude Nicollier, der erste Schweizer Astronaut, sei viermal mit dem Space Shuttle geflogen.

Parmelin wies darauf hin, dass mit dem 35-jährigen Marco Sieber wieder ein Schweizer unter den Artemis-Astronauten ist. Wann und ob Sieber den Mond betreten darf, steht noch nicht fest. Als erstes stehe für ihn wohl eine sechsmonatige Mission auf der Internationalen Raumstation ISS auf dem Programm, sagte Sieber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag in Washington.

03.05.2023, Nordrhein-Westfalen, K�ln: Marco Sieber aus der Schweiz,, angehender Astronaut, wird im Europ�ischen Astronautenzentrum (EAC) der ESA vorgestellt. Er und vier weitere angehende Astronauten ...
Der Schweizer Astronaut Marco Sieber.Bild: keystone

Nachhaltige Präsenz auf dem Mond

Das Artemis-Abkommen solle eine Schlüsselrolle dabei spielen, noch in diesem Jahrzehnt eine nachhaltige und robuste Präsenz auf dem Mond zu erreichen und gleichzeitig die Durchführung einer historischen bemannten Mission zum Mars vorzubereiten. Dass bereits seine Generation von Astronauten zum Mars fliegen wird, bezweifelt Sieber aber.

Zusammen mit sieben weiteren Staaten hatten die USA 2020 die Artemis-Vereinbarung beschlossen. Da zahlreiche Länder und Privatunternehmen Missionen und Operationen rund um den Mond durchführen, sind gemeinsame Grundsätze für die zivile Erforschung und Nutzung des Weltraums erforderlich.

Die Schweiz hat den nicht bindenden Vertrag als 37. Nation unterzeichnet. Die Raumfahrt-Nationen China und Russland sind beide nicht Mitglieder des Abkommens. Dieses wurde in Abstimmung mit dem Uno-Weltraumvertrag erarbeitet.

Nasa-Vertreter Nelson sagte, das Abkommen sorge dafür, dass die Zukunft den Ländern gehöre, die den Kosmos offen, sicher und in Frieden erforschen.

Schweiz hat im Weltraum viel zu bieten

Parmelin sagte bei der Unterzeichnung, in Sachen Raumfahrt habe die Schweiz viel zu bieten: exzellente Wissenschaftler, hochinnovative und wettbewerbsfähige Unternehmen, eine neue Raumfahrtpolitik und bald ein erstes Raumfahrtgesetz.

In der Raumfahrt blicken die USA und die Schweiz auf eine lange Geschichte erfolgreicher Zusammenarbeit zurück. Eines der ersten wissenschaftlichen Experimente der Apollo-11-Mission auf dem Mond war unter anderem ein Sonnenwindsegel der Universität Bern. Darüber hinaus sind beide Länder beteiligt an der internationalen Raumstation ISS. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Was du vor dem Abstimmungssonntag wissen willst
Die Schweiz befindet am Sonntag über zwei nationale Vorlagen: die Neutralitäts- und die Ernährungsinitiative. Worum es genau geht, wer wie viel Geld für den Abstimmungskampf ausgegeben hat und was die Umfragen vor dem Abstimmungssonntag sagen, erfährst du hier.
Am Sonntag ist es so weit, die Schweizer Stimmbevölkerung befindet an der Urne über zwei nationale Vorlagen. Einerseits wird über die Neutralitätsinitiative der SVP, andererseits über die Ernährungsinitiative abgestimmt. Hier findest du alle Informationen, die du vor dem Abstimmungssonntag brauchst:
Zur Story