Rémy Wyssmann will Parmelin beerben – das ist über ihn bekannt
In seiner Heimat ist Rémy Wyssmann wesentlich bekannter als in Bundesbern. Seit 2024 ist er Präsident der Solothurner SVP und konnte in dieser Funktion grosse Erfolge feiern. Unter seiner Führung hat die Partei 2025 zum ersten Mal die FDP bei kantonalen Wahlen überholt. Und sie eroberte – ebenfalls zum ersten Mal – einen Sitz in der Kantonsregierung.
Mit einem konfrontativen bis aggressiven Kurs hat die SVP auch mehrere Abstimmungserfolge erzielt. Dass der Regierungsrat bereits bei vier Vorlagen öffentlich intervenierte und Wyssmann vorwarf, Falschinformationen zu verbreiten und die Meinungsbildung der Bürger zu gefährden, liess ihn kalt. Er scheute sich auch nicht, Entscheide der eigenen Kantonsräte infrage zu stellen und von den Delegierten nachträglich übersteuern zu lassen, wenn sie ihm zu zahm erschienen.
Wyssmann kämpft aber nicht nur auf dem politischen Parkett, sondern auch auf dem juristischen. Mehrfach ist er auf dem Rechtsweg gegen Entscheide der Solothurner Behörden vorgegangen – mit durchzogenem Erfolg. Im Fall eines Liegenschaftskaufs beispielsweise hat er zwar juristisch Recht erhalten, politisch aber trotzdem verloren: Das Volk hat den Kauf entgegen der Parole der SVP mit 69 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen.
Zu Wyssmanns Spezialdisziplinen gehört zudem der Kampf gegen amtliche Geheimniskrämerei. Hier war er nicht nur auf kantonaler, sondern auch auf eidgenössischer Ebene erfolgreich: Wyssmann hat massgeblich dazu beigetragen, dass der Bund die Kaufverträge für die Corona-Impfstoffe offenlegen musste – wenn auch mit reichlich Schwärzungen.
In seinen drei Jahren in Bern hat Rémy Wyssmann bereits 166 Vorstösse eingereicht. Er sitzt in der Sozial- und Gesundheitskommission. Nun will der 59-Jährige mit der Ankündigung, für Guy Parmelins Nachfolge zu kandidieren, den nächsten Schritt in seiner politischen Karriere nehmen. (schweizheute.ch)
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