Schweiz
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Der Bund informiert zum Coronavirus: So ist die Lage in der Schweiz



Der Bund hat am Mittwoch zum Coronavirus in einer Medienkonferenz über die Lage in der Schweiz informiert. Anwesend waren Vertreter des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), des Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und des Sekretariats für Wirtschaft (Seco).

Das sind die neuesten Informationen:

Grenze zu Italien:

Systematische Grenzkontrollen werden am Zoll Chiasso-Strada aufgrund des Coronavirus und der Situation in Italien am Dienstag, 10. Maerz 2020 durchgefuehrt. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)

Am Zoll Chiasso-Strada werden systematische Grenzkontrollen durchgeführt. Bild: KEYSTONE

Ab sofort wird im Tessin der Grenzverkehr aus Italien auf die grösseren Grenzübergänge kanalisiert. An neun kleineren Grenzübergängen werden die bereits installierten Barrieren geschlossen. Diese Massnahme erfolgt, um dem Monitoringauftrag der Schweiz im Zuge der italienischen Dekrete vom 8. und 9. März 2020 besser gerecht zu werden. Die betroffenen Grenzübergänge findest du hier.

Wirtschaftliche Massnahmen:

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch vom Seco gab einen Überblick über die wirtschaftliche Situation: Man habe sehr viele Anfragen aus der Unterhaltungs-, Kultur-, Sport-, und Reisebranche gehabt. Die ersten Schlussfolgerungen seien die folgenden: die Kurzarbeit sei ausserordentlich nützlich und stehe aktuell im Vordergrund.

Die Beantragung von Kurzarbeit wurde auf Bitten der Kantone vereinfacht. Neu beträgt die Anmeldefrist nicht mehr zehn sondern nur noch drei Tage. An weiteren Massnahmen zum vereinfachten Ablauf seien im Gespräch.

Schweizer im Ausland:

Das EDA habe keine Kenntnisse von Infektionen von Schweizerinnen und Schweizern im Ausland, sagt Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum im EDA. Die die Reisehinweise für Italien seien angepasst worden. Diese Hinweise gäben keine Empfehlungen ab für Gesundheitsrisiken, das sei Sache des BAG.

Die humanitäre Hilfe habe ihre Programme in Nordkorea sistiert. Die Mitarbeitenden und ihre Familien des EDA seien mittlerweile in die Schweiz zurückgekehrt. Es sei noch nicht klar, wann sie ihre Arbeit in Nordkorea wieder aufnehmen könnten.

Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretaerin, Seco/WBF, Mitte, spricht an der Seite von Hans-Peter Lenz, Leiter Krisenmanagementzentrum, EDA, links, Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD, zweite-links, Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewaeltigung und internationale Zusammenarbeit, BAG/EDI, zweite-rechts, und Ursula Eggenberger, Leiterin Sektion Kommunikation, BK, rechts, an einer Medienkonferenz mit Fachleuten des Bundesamts fuer Gesundheit BAG, des Seco, der Eidgenoessischen Zollverwaltung EVZ und des Aussendepartements EDA ueber die Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19), am Mittwoch, 11. Maerz 2020 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Patrick Mathys (BAG), Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch (Seco), Christian Bock (EFD) und Hans-Peter Lenz (EDA) informierten am Mittwoch zum Coronavirus. Bild: KEYSTONE

Internationale Situation:

«Während in China die Epidemie abnimmt, nehmen die Fallzahlen weltweit zu. In China und in Südkorea nehmen die Fallzahlen täglich ab», sagt Patrick Mathys vom BAG. Das sei ein gewisser Lichtblick. In den USA, Südamerika und Afrika nähmen die Fälle jedoch zu, ebenso in Europa.

In Italien gehe man im Moment von 631 bestätigten Todesfällen aus, diese Zahl dürfte aber bereits wieder überholt sein. In Deutschland und Frankreich steigt die Anzahl Fälle ebenfalls drastisch. Todesfälle gebe es hier aber nicht so viele wie in Italien. (leo)

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    Alle Leser-Kommentare
  • josline 11.03.2020 17:16
    Highlight Highlight Das BAG Medienkonferenz. Zum Glück ist es noch so transparent! Auch wenn ich das Gefühl habe, sie erzählen nicht alles.
    Ich schaue lieber die ganze Sendung,als nur die Nachrichten zu hören/sehen um mir ein Bild zu machen.


Diese Grafiken zeigen, dass wir auf dem besten Weg zum «Szenario Italien» sind

Eine Datenanalyse zeigt, dass die Schweiz und ein Dutzend andere westliche Länder auf dem Weg sind, wie Italien im Corona-Chaos zu versinken – und warum es jetzt Zeit ist, zu handeln.

In einem vielbeachteten Artikel ruft der US-Amerikaner Tomas Pueyo Politiker und Geschäftsleute auf der ganzen Welt dazu auf, sofort drastische Massnahmen in Bezug auf das Coronavirus einzuleiten. Mit einigen wenigen Grafiken macht er deutlich, was eintreffen wird, wenn dies nicht geschieht. Wir haben den Artikel für euch übersetzt, auf die Schweiz angepasst und aktualisiert.

(Hinweis 13.03., 13.30 Uhr: Wir haben die Grafiken mit den neusten Zahlen ergänzt. Das Bild bleibt identisch.)

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