Schweiz
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Soldier of the Swiss army wearing protective face mask looking at Android and iOS (Google and Apple) smartphone during a test of a smart phone app using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T) at the Swiss Federal Institute of Technology (EPFL) during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Lausanne, Switzerland, Friday, April 24, 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including EPFL and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Contact Tracing mittels App: Eine landesweite Lösung ist noch nicht vorhanden. Bild: KEYSTONE

Wildwuchs beim Contact-Tracing – wie jeder Kanton vor sich hinwerkelt

Noch ist man ein Stück weit von der vom Bund ausgegebenen Zahl von 100 Fällen pro Tag entfernt, aber klar ist: Die Containment-Phase rückt immer näher. Die Kantone in der Deutschschweiz sind unterschiedlich darauf vorbereitet.



181 positive Covid-Fälle zählte das BAG in den letzten 24 Stunden. «Die Tendenz ist nach wie vor sinkend – und das ist gut so», sagte Daniel Koch, Delegierter des BAG, an der gestrigen Pressekonferenz. Auch wenn man damit noch ein Stück weit von der vom Bund ausgegebenen Zahl von 100 Fällen entfernt ist: Die Containment-Phase rückt immer näher. Das heisst auch, dass das Bewegungs- und Kontaktverhalten von positiv getesteten Personen gezielt zurückverfolgt wird. Um die erneute Verbreitung des Coronavirus zu verhindern, ist eine minutiöse Nachforschung der Ansteckungskette erforderlich.

Bereits am Mittwoch forderte der Bund deshalb die Kantone auf, Massnahmen zu ergreifen, um das Social Tracing zu ermöglichen. Erste Kantone wurden von sich aus aktiv, Basel-Stadt etwa, das mit drei Vollzeitstellen die Kontaktketten abtelefoniert. Bern wiederum forderte vom Kanton ein wirksames Tool fürs Contact Tracing. Ein weiterer Augenschein bei den kantonalen Stellen in der Deutschschweiz zeigt: Jeder Kanton handhabt die Situation unterschiedlich.

Nidwalden

«Wir sind seit Donnerstag parat», meldet der Nidwaldner Kantonsarzt Peter Gürber. Das Tracing Team ist innerhalb der kantonalen Corona-Helpline angesiedelt und wurde« innert kürzester Zeit» auf die Beine gestellt, wie Gürber sagt. Zwei Zivilschützer und eine Person vom Gesundheitsamt könnten bei einem positiven Fall die Rückverfolgung sicherstellen. Pro Tag finden in Nidwalden ungefähr sechs Abstriche statt, der letzte positive Fall datiere auf den 15. April. Die positiven Fälle werden in der Online-Plattform Sharepoint erfasst.

Obwalden

Die Promenade am Sarnersee in Sarnen im Kanton Obwalden ist fuer die Spaziergaenger und Radfahrer trotz der Corona-Pandemie weiterhin geoeffnet, am Samstag, 11. April 2020. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Der Nachbarkanton Obwalden werde am Montag das Tracing wieder aufnehmen, wie Kantonsarzt Mario Bütler am Telefon erklärt. Die Erfahrung sei vorhanden: «Wir haben bereits in der Anfangsphase des Coronavirus die Ketten verfolgt.» In der Mitigationsphase sei man dann davon abgekommen. Die Nachforschung der Ketten erfolge «ganz klassisch» – per Telefon. Obwalden zählt gemäss Bütler momentan «weniger als fünf Fälle» pro Woche. «Im Moment haben wir für das Social Tracing eine Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt», das reiche, solange man nur die Intimkontakte zurückverfolge. Wenn der Bund allerdings übergeht zum erweiterten Tracing, müsse man aufstocken. Kapazitäten seien dafür vorhanden, sagt Kantonsarzt Bütler.

Im Gegensatz zum Nachbarkanton verzichtet man auf den Einsatz von ungeübtem Personal. «Die reine Befragung könnte zwar von Zivilschützern durchgeführt werden.» Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass daraufhin oftmals medizinische Nachfragen folgen, die von Fachpersonal beantwortet werden müssten.

Luzern

Kantonsarzt Luzern, Roger Harstall anlaesslich einer Medienkonferenz und Medienfuehrung auf der Isolierungsstation des Kantonsspital Luzern zum Coronaviruns im Kanton Luzern vom Donnerstag, 5. Maerz 2020 in Kantonsspitasl Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Roger Harstall. Bild: KEYSTONE

Der Luzerner Kantonsarzt Roger Harstall schreibt auf Anfrage: «Die Dienststelle Gesundheit und Sport des Kantons Luzern hat bereits zu Beginn der Pandemie ein Contact Tracing durchgeführt mit den bestehenden dienststelleneigenen Ressourcen und der Unterstützung des Zivilschutzes.»

Aufgrund der derzeitigen Fallzahlen sei dies aktuell nicht möglich – das Contact Tracing sei «extrem ressourcenintensiv», so Harstall weiter. Die Wiedereinführung werde derzeit «in Anlehnung an die Bundesratsstrategie» geplant und orientiere sich an den Eckpfeilern, die dieser definiert hat.

Der Kantonsarzt geht davon aus, dass ein Contact Tracing in grossem Stil erst ab Mitte Mai aufgenommen werde. Ein Contact Tracing Light sollte aber bereits im Laufe der nächsten Woche eingeführt werden können.

Hinsichtlich des Einsatzes einer Software-Lösung und einer App hat sich Luzern noch nicht festgelegt: Favorisiert werden «landesweit einheitliche bzw. kompatible Lösungen». Parallel prüfe man auch die Zusammenarbeit mit externen Partnern.

St.Gallen

epa08381434 A person wearing protective face mask shows the smart phone app using Decentralized Privacy-Preserving Proximity Tracing (DP-3T) during a test with Swiss soldiers at the Swiss Federal Institute of Technology (EPFL) during the state of emergency of the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Lausanne, Switzerland, 24 April 2020. Secure contact tracing could be a powerful tool to fight the spread of COVID-19. A unique, decentralized system developed as part of an international consortium, including EPFL and ETH Zurich, will soon be launched with the support of the Swiss Federal Office of Public Health. DP-3T proposes a secure, decentralized, privacy-preserving proximity tracing system based on the Bluetooth Low Energy standard. Its goal is to simplify and accelerate the process of identifying people who have been in contact with someone infected with the SARS-CoV-2 virus.  EPA/LAURENT GILLIERON

Bild: EPA

Daniel Sturzenegger, Stellvertretender Leiter Abteilung Bevölkerungsschutz erklärt am Telefon, wie sein Kanton das Contact Tracing organisiert:

«Seit Beginn der Pandemie findet ein Contact Tracing statt: zuerst zentralisiert, dann dezentral via die Hausärzte, zukünftig wieder zentralisiert auf Kantonsstufe.» Die Rückverfolgung geschehe primär durch telefonische Anfragen, sagt Sturzenegger. «Zuständig dafür ist eine speziell ausgebildete Task-Force, die aus einer Gruppe von Personen aus dem Gesundheitsbereich besteht.»

Wie viele Stellen dafür eingeplant sind, kann Sturzenegger nicht sagen: «Mit der Öffnung der Tests wird es einen Anstieg geben. Dann muss man sich anpassen.» Man könne aber auf einen «Pool an ausgebildeten Leuten» zurückgreifen.

Auch St.Gallen prüft laut Sturzenegger den Einsatz einer App. Man habe dafür beim Bund sein Interesse signalisiert und sich als Pilotkanton angeboten.

Solothurn

Auch der Kanton Solothurn hat das Contact Tracing nie gänzlich aufgegeben, wie die Medienstelle auf Anfrage schreibt. Während in den vergangenen Wochen die Kontaktabklärungen vermehrt bei den behandelnden Ärztinnen und Ärzte an den Spitälern und in der Grundversorgung lag, bereite man sich nun auf ein intensiveres Contact Tracing durch den kantonsärztlichen Dienst vor.

Dabei greife der Kanton auf die Erfahrungen bei anderen Infektionskranktheiten zurück: «Kontaktabklärungen oder Umgebungsuntersuchungen sind integraler Bestandteil unserer kantonsärztlichen Tätigkeit, wie wir dies auch bei anderen Infektionskrankheiten wie Masern und Tuberkulose handhaben».

Thurgau

Der Kanton Thurgau schreibt auf Anfrage, man werde «in den nächsten Tagen» zum Thema informieren.

Aargau

Mitarbeiter des Zivilschutzes verteilen unentgeltlich die 200 000 Schutzmasken an Unternehmen und Betriebe, die ab Montag wieder oeffnen koennen, aufgenommen am Freitag, 24. April 2020 in Baden. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Derzeit erfolgt im Kanton Aargau der Aufbau eines Contact Tracing Centers (CTC) durch den kantonalen Führungsstab in Zusammenarbeit mit dem kantonsärztlichen Dienst. Details könne man aktuell noch nicht bekannt geben, schreibt die Kommunikationsabteilung des Departement Gesundheit und Soziales.

Nicht reagiert auf die Anfrage haben die Kantone Zürich, Glarus und Basel-Land.

Update: Zürich

Die Zürcher Kantonsärztin Christiane Meier sagt laut einem Bericht des «Tages-Anzeigers», sie könne relativ schnell geübte Contact-Tracer aus der Verwaltung und von Partnerorganisationen mobilisieren. Geplant sei die Aufstockung auf bis zu 200 Personen. (dhr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • michiOW 25.04.2020 16:30
    Highlight Highlight Und die Romands?
  • Locutus70 25.04.2020 14:32
    Highlight Highlight Warum werkeln denn die vor sich hin? Weil vom Bund bisher ja nix außer Worthülsen gekommen ist!!

    Warum macht man nicht eine App für die Schweiz, auf die die Kantonsärzte nebst Behördenstab Zugang haben. Dann hat man die Daten einmal zentral, kann aber die nötigen Maßnahmen in den Kantonen von den dortigen Stellen veranlassen und gegebenenfalls beim Bund um Unterstützung nachsuchen.
    • Satan Claws 25.04.2020 15:28
      Highlight Highlight Dazu braucht es keine neue App, ein Tool zur Echtzeit-Kommunikation reicht aus. Irgendeine Collab-Software und das Ding läuft.
    • Töfflifahrer 25.04.2020 16:47
      Highlight Highlight Vom Bund kamen bisher (vor der Pandemie) Empfehlungen (gestützt auf die Übung 2014), da sich die Kantone Vorgaben verbaten, es handle sich um die Hoheit der Kantone. Aber die Kantone haben nicht mal die Empfehlungen umgesetzt. Die Kantone hatten seit der Ausrufung der ausserordentlichen Lage Zeit das Abflachen der Welle vorzubereiten und auch Vorbereitungen für einen mögliche 2te Welle in Angriff zu nehmen. Nur die wenigsten haben was getan und wie immer, jeder nur für sich.
      Jetzt dem BAG den schwarzen Peter zuspielen ist falsch und nicht fair.
    • sowhat 25.04.2020 21:23
      Highlight Highlight Ach ja, wir sehen ja, was die Vorgaben vom Bund in den Kantonen bewirken, haha. Rein gar nichts die Vorgaben für gewisse Reserven von Schutzmaterial waren schon längst raus. 2018 haben die Kantone vom Bund einen Warnschuss bekommen, weil sie noch nichts umgesetzt hatten. 2020 stellen wir fest, dass das den Kantonen am A.... vorbeigegangen ist und sie nicht gehandelt haben. Der Bund hat seine Möglichkeiten ausgeschöpt.
      Wir werden nicht umhin kommen auf politischem Weg die Kantone zu entmachten. Sie tun ihren Job nicht. Sie verbitten sich Einmischungen und vernachlässigen ihre Pflicht.
  • Alice36 25.04.2020 14:14
    Highlight Highlight Langsam aber sicher nervt dieser sogenannte Föderalismus ganz gehörig. Wenn es dieses Land nicht schafft eine einheitliche Lösung zum Tracing auf die Beine zustellen dann sollen sie doch tracen wen sie wollen aber nicht mich. Eine dezentrale Datenschutz konforme Lösung ist auf dem Weg also bitte setzt diese gesamtschweizerisch um und hört auf mit dem Kantönli-Blödsinn.
    • Locutus70 25.04.2020 14:42
      Highlight Highlight "Eine dezentrale Datenschutz konforme Lösung ist auf dem Weg" - das erzählt das BAG und der BR schon vier Wochen und passiert ist noch gar nix und es wird auch in den nächsten vier Wochen nix passieren.
    • Satan Claws 25.04.2020 15:51
      Highlight Highlight @Alice36

      Es gibt analoges Tracing, also Telefonanrufe und es gibt digitales Tracing mit einer App.

      PS Die App hat nebst der absolut unbrauchbaren Distanzmessung auch mit absolut lächerlich offensichtlichen Problemen zu kämpfen:

      https://github.com/DP-3T/dp3t-app-android/issues/26

      Hier eine Beschreibung:

      https://medium.com/@lucideus/security-review-of-android-manifest-file-part-i-ecb5ca51eb6a

      Was aber genau der Nutzen ist hat schon lange niemand mehr gefragt. Die Zeit wie lange man neben jemandem steht sagt rein gar nichts über ein Risiko aus. Ein Huster reicht um sich anzustecken.
    • Garp 25.04.2020 15:52
      Highlight Highlight Es geht in dem Artikel in erster Linie um persönliches Tracing, also die Infektionskette mittels Abklärungen per Telefon nachzuverfolgen.

      Die App ist wieder eine andere Geschichte, die ist sowieso nur eine Ergänzung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 25.04.2020 12:19
    Highlight Highlight Die Coronafälle werden dem Kantonsarzt gemeldet. (So ist die Vorschrift.) Von da dann erst an den Bund (was dauert).

    Es ist schon richtig das Personal Tracing somit in den Kantonen zu machen. Es bräuchte aber klare Vorschiften und Pflichten. Die sollten jetzt bereits allen Kantonen bekannt sein. Und bei vielen Coronafällen in einem Kanton auch Unterstützung vom Bund. Dass man das personal tracing von Bund her ganz aufgegeben hat, hab ich nie verstanden.

    Personal Tracing (Telefonieren und die Ketten persönlich abzuklären), bitte nicht mit der Tracing App verwechseln.

  • Satan Claws 25.04.2020 12:08
    Highlight Highlight Kann es sein, dass 6 Zvilschützer mehr für die Bevölkerung tuen als 99,99% aller aufgebotenen Armeeangehörigen?
  • MartinZH 25.04.2020 12:05
    Highlight Highlight
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  • Pümpernüssler 25.04.2020 11:45
    Highlight Highlight Spricht für sich
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    • Big_Berny 25.04.2020 13:00
      Highlight Highlight Ja, weil eben Massnahmen getroffen wurden, wurde die Kurve von Neuansteckungen und Toten deutlich abgeflacht. Oder was willst du damit sagen? 🙄
    • n3rd 25.04.2020 13:02
      Highlight Highlight Es ist ein statistischer Bias wenn du erstens die Zahlen vor dem Ereignis mit denen während des Ereignisses vergleichen willst. Andererseits wenn aus der zu vergleichenden Menge nur ein Bruchteil der Kantone betroffen war.

      Zahlen für Woche 12 - 15 bei den stark betroffenen Kantonen an.

      Tessin: 2020 = 448 / 2019 = 272 / 2018 = 249
      Waadt: 2020 = 619 / 2019 = 443 / 2018 = 443
      Genf: 2020 = 416 / 2019 = 221 / 2018 = 260

      Ich sehe da durchaus eine erhöhte Rate.
    • Satan Claws 25.04.2020 13:04
      Highlight Highlight Die Daten von Kassensturz sind wie immer korrekt, aber die Schlussfolgerung ist falsch. Ihre Messreihe endet dort wo es interessant wird. Das ist als würde man die Toten die ein Tsunami verursacht dann zählen, wenn sich die Welle noch auf dem Meer befindet.

      https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/gesundheitszustand/sterblichkeit-todesursachen.html



      Benutzer Bild
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  • iudex 25.04.2020 11:37
    Highlight Highlight Ach ja, nichts ist so effizient wie 26 verschiedene Varianten.
    • ands 25.04.2020 19:47
      Highlight Highlight Was verstehst du unter "Varianten"? Varianten wer telefoniert? Oder Varianten bei der Telefonanlage? Es geht darum, dass man bei bestätigten Fällen telefonisch abklärt, zu wem die Person Kontakt hatte. Dann informiert man - wiederum telefonisch - die Personen, die zum Infizierten Kontakt hatten. Das ist keine Raketenwissenschaft!
  • Baumi72 25.04.2020 11:02
    Highlight Highlight Warum ist das so?

    Mangelnde Führung durch den Staat? Fehlende, klare Vorgaben durch die Regierung?
    • infomann 25.04.2020 11:25
      Highlight Highlight Unsere Politiker sprechen immer von Effizienz, nur bei ihnen nicht.
      Da werden in jedem Kanton Sitzungen gemacht bis zum geht nicht mehr und natürlich immer schön Sitzungsgelder kassiert.
      Wir haben auch zuviele Kantone für so ein kleines Land.
  • Bert der Geologe 25.04.2020 10:58
    Highlight Highlight a) Man ist nicht mehr weit von den 100 Neuansteckungen und bei vielen Kantonen weit unter 10, also wäre eine einfache Rückverfolgung ohne Technikschnickschnack machbar.
    b) Die erste Welle hat in Europa praktisch ausgewellt. Ein breitangelegtes Tracing kommt sowieso zu spät. Diese Diskussion ist rein akademisch.
    c) Alle Massnahmen/Konzepte usw. sollten auf die zu befürchtende zweite Welle im September ausgelegt werden. D.h. Früherkennung und Vorbereitung. immer mit der Hoffnung, sie kommt gar nicht.
    • Eiswalzer 25.04.2020 11:21
      Highlight Highlight Unter 100 Neuansteckungen? Also von den Leuten im weiteren Bekanntenkreis, die das Virus mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben/hatten (ca. 10) wurde genau 1 Person dank dem Arbeitgeber getestet!!! Bei den anderen hiess es: Sie gehören nicht zur Risikogruppe, kein Test. Die Zahlen stimmen ohnehin nicht, Tracing wäre vielleicht möglich, ist aber aufgrund vieler „ausserhalb“ der Statistik laufender Fälle schwierig
    • medmi 25.04.2020 12:26
      Highlight Highlight @Eiswalzer: Bitte Betonung auf hatten. Ja, Mitte/Ende März war die Dunkelziffer gross, Faktor 3-6. Aktuell dürfte die Dunkelziffer so um Faktor 2 sein.
    • Bert der Geologe 25.04.2020 15:20
      Highlight Highlight @Eiswalzer: ich melde dem Koch, er soll künftig bei dir nachfragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Antichrist 25.04.2020 10:58
    Highlight Highlight Der Kantönligeist hat uns schlussendlich vor einer Katastrophe gerettet. Wenn das Tessin nicht so eindringlich gewarnt und selber reagiert hätte, würden heute noch Züge aus Mailand reinfahren. Individuelle Lösungen sind besser, als eine zentrale bis zur Unwirksamkeit ausgewogene Kompromissmeinung oder Kompromissmasnahme. Zudem ist es eine wahnwitzige Vorstellung, dass beim Bund nur hellsten Leuchten der Welt arbeiten.
    • infomann 25.04.2020 11:30
      Highlight Highlight Individuelle Massnahmen haben nichts mit diesem Kantönligeist zu tun, und wären auch möglich wenn unsere Kantonsregierungen um 50 Prozent kleiner wären.
    • medmi 25.04.2020 12:29
      Highlight Highlight Da geb ich Ihnen recht, wir haben es dem Tessin zu verdanken, dass in der Deutschschweiz die Massmahmen noch gerade rechtzeitig eingeführt wurden. Schade braucht man erst ein Beispiel in nächster Nähe um zu verstehen um was das es geht.
  • Eugen1999 25.04.2020 10:46
    Highlight Highlight Killt alle Massnahmen und fahrt den Normalbetrieb wieder hoch. Der ganze Coronahype ist völlig überrissen und lediglich ein Vorwand den Bürger vollständig zu kontrollieren. Die Sterberate ist nicht höher als bei einer normalen Grippe. In den Altersheimen wo die Schutzmassnahmen am nötigsten gewesen wären war man nicht vorbereitet. Jeden Tag neue, unbewiesene Warnungen was noch sein könnte. Der BR handelt unter dem Motto "Wir wissen nicht genau!" Schwächer gehts nicht. Was uns zur Zeit geklaut wird ist die persönliche Freiheit und Eigenständigkeit. Und das Volk pennt weiter, unglaublich!!
    • n3rd 25.04.2020 12:00
      Highlight Highlight Denke es sind viele sehr froh drum bisschen mehr Freizeit zu haben wegen der Kurzarbeit und kürzerem Arbeitsweg im HO. So gehts zumindest den Leute bei mir im Umfeld.

      Die Sterberate ist definitiv höher. Beim BFS findest du eine Sheet "Todesfälle nach Altersklasse, Woche und Kanton". Tu das doch mal analysieren. Ich bin sicher, dann verstehst auch du das.

      Und "wir wissen nicht genau" geht mal nicht anders. Wenn etwas nicht erforscht ist, dann weiss man auch nicht klar wie damit umzugehen ist. Du würdest auch nicht in die Leitung fassen wenn du nicht weisst obs Strom drauf hat, oder?
    • Satan Claws 25.04.2020 12:15
      Highlight Highlight @Eugen1999

      Hatten sie überhaupt schon mal eine echte Grippe? Danach sagen Sie das bestimmt nicht mehr.

      Die Grippe ist ziemlich heftig, aber zum Glück können wir sie recht gut behandeln, bei Covid-19 ist das deutlich schwieriger.
    • Eugen1999 25.04.2020 13:40
      Highlight Highlight Die Todesfälle sind im üblichen Rahmen, nicht zigtausende mehr. Die Massnahmen vom BR waren am Anfang richtig. Man darf sich aber nicht immer hinter Prognosen mit Unkenntnis verstecken. Mometan führen nur noch Hysteriker und Pandemiepropheten das Zepter. Zudem verläuft die Anstekungswelle wie üblich. Die Massnahmen müssen jetzt hinterfragt werden. Solothurn und die Innerschweizer hatten Fasnacht, haben aber tiefere Fallzahlen als z.B. Basel wo es umgekehrt ist. Die Coronapandemie ist nicht das als was sie verkauft wird, da stinkts gewaltig. Nun noch Tracing und Maskenpflicht. Klingelts bald?
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 25.04.2020 10:42
    Highlight Highlight Kantönligeist wird immer mehr zum Problem, auch im Schulwesen usw. Stutzen wir diesen Kantönligeist Königen langsam etwas die Flügel.
    Dieser Kantönligeist nützt nur den Politikern und kostet uns viele Millionen.
    • Locutus70 25.04.2020 14:37
      Highlight Highlight @infomann - Zum Glück machen einige Kantone schon was - vom Bund kommen ja nur die üblichen Worthülsen!!!
    • sowhat 25.04.2020 21:40
      Highlight Highlight Locutus, die Kantönlis heulen ja, dass man ihre Autonomie beschneidet, wenn man ihnen sagt, sie sollen Schutzmaterial für ihre Bevölkerung organisieren.... und tun es nicht.
      Was glaubst du wohl, was passiert, wenn der Bund ihnen zum Tracing genaue Vorschriften macht. Genau sie mötzlen! "Wir wissen dänggs schon was wir machen wollen, der Bund braucht sich nicht einmischen" und es wird noch weniger geschehen.
  • Alteresel 25.04.2020 10:28
    Highlight Highlight Föderalismus ist ift eine sehr gute Lösung, weil sich irgendwann best practice durchsetzt. Aber bei der Strategie im Umgang mit Corona braucht es flächendeckende Lösungen und das schnell. Die Hoheit im Tracing muss beim Bund liegen, sonst funktioniert das nicht. Die Frage, ob es eine Maturaprüfung braucht oder nicht, zeigt was Kantönligeist anrichtet. Nun, bei dieser Frage ist das nicht sehr relevant, beim Contact Traicing aber ein no go.
    • Hzwo 25.04.2020 11:58
      Highlight Highlight Mit "sonst funktioniert das nicht" meinen Sie wohl eher dass es sonst ihrer Meinung nach weniger gut funktioniert. Gar nicht funktionieren wird es ja wohl nicht.
      Oder sagen Sie dass es nur einen einzigen Weg gibt?
  • Noblesse 25.04.2020 10:26
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, dass nicht ein Tracing App für CH und 10 Tracking Center mit genügend Personal lanciert werden. Jeder Halbkanton bastelt nun was? Nachtelefonieren kann man von überall her: "Und Sie sollten nun in Quarantäne gehen", sagt die nette Frau am Telefon!
    • ands 25.04.2020 11:49
      Highlight Highlight Weil bei den Kantonen die Ressourcen (Infrastruktur, Personal, ...) vorhanden sind. Die Kantone erledigen diese Aufgabe seit Jahren, wenn auch in kleinerem Ausmass. Woher sollen die Ressourcen für die "Tracking Center" kommen? Bis es da eine nationale Lösung gibt, dauert das Monate bis Jahre. Und besser funktionieren wird es kaum. Oder was macht die "Tracking Center" so viel effektiver?
    • Noblesse 25.04.2020 12:13
      Highlight Highlight Gab es eine Pressekonferenz der Kantone wie das jetzt läuft? Hab ichs verpasst? Schon möglich. 26 Lösungen? Positiver Test = wer ist da auch betroffen= nachtelefonieren. Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit bitte!!!! Heidi Hanselmann hört ja als Reg.Rätin in SG auf= wieviel Esprit da noch vorhanden? Typisch CH. An Personen gebundener Löcherkäse!
    • Satan Claws 25.04.2020 12:16
      Highlight Highlight Es braucht keine APP, telefonieren reicht aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ilovepies 25.04.2020 10:14
    Highlight Highlight Statt angst zu verbreiten und die wirtschaft abzuwürgen hätten man besser die risikogruppen geschützt und die ressourcen im hintergrund professionalisiert und aufgebaut. Wenn ich lese dass 50% der opfer aus altersheimen stammen wird mir schwindelig. Für die breite bevölkerung besteht somit kaum ein risiko. 650 todesfälle ausserhalb von altersheimen über zig wochen. Das ist ja ein witz. Kein einziges spital ausgelastet, das militär dreht grösstenteils däumchen. Totale überreaktion.
    • Jeremy Liquidpsy 25.04.2020 10:39
      Highlight Highlight Leider werden wir nie wissen wie es ohne "Lockdown" gekommen wäre. Darum ist ihr Kommentar eher Sinnlos.. Im nachhinein ist man immer schlauer.
    • undduso 25.04.2020 10:40
      Highlight Highlight Im Nachhinein sind natürlich alle Experten und habe es besser gewusst.
    • ands 25.04.2020 11:45
      Highlight Highlight Hazel Brugger hat es auf Twitter sehr schön erklärt:
      Den Lockdown beenden wollen, weil er funktioniert, ist genau so wie keine Kondome mehr zu benutzen, weil das Verhüten mit Kondom bis jetzt ja jedesmal geklappt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • medmi 25.04.2020 10:09
    Highlight Highlight @Luzerner Kantonsarzt: Seit dem 19.04. hatte Luzern im Durchschnitt 6 Fälle pro Tag, es waren nie mehr als 10. Ja, Contact Tracing ist personalintensiv. Aber im Vergleich zu den Milliarden die gerade verbraten werden ein Klacks. Das kleine Zug hatte im März mehr Fälle als ihr jetzt, und hat Contact Tracing durchgezogen. Es ist eine Frage des Willens, man muss in dieser Krise aus dem gewohnten ausbrechen. Die Limiten verschieben sich. In den Spitäler habe. Wir die Kapazität für Beatmungsplätze um Faktor 2-3 erhöht, innert Tagen. Erhöhen sie die Kapazität fürs Tracing! Dann schaffen sie das.
    • Gehirnistonline 25.04.2020 12:14
      Highlight Highlight Ich lass einfach mal Prof John Ioannidis sprechen: Er ist ein Epidemiologe der Stanforduniversität und hat 270'000 Zitierungen. Vergleichweise Drosten 33'000... Schauen Sie Ioannidis' Video. Lethalität gleich wie bei der Influenza und die Reproduktionszahlgrafik vom RKI zeigt ja selbst, dass der Lockdown nichts geholfen hat. Postivenrate ging von 2% auf 10%. Thats it. Drosten hat die Panik schon Bei der Schweinegrippe verbreitet und lag auch damals mit seinen "Prognosen" kreuzverkehrt.
      Die Krise ist vorbei, oder allenfalls noch als mediale Panikkrise vorhanden.
  • Primus 25.04.2020 10:07
    Highlight Highlight Ich habe es ja erst hier in den Kommentaren gelernt: „IBM i2 Analyst’s Notebook“ scheint das Programm für Contact Tracing zu sein und wird ganz bestimmt bei einigen Polizeikorps bereits eingesetzt.

    Mit kantonalen Lösungen ist kein Blumentopf zu gewinnen. Wenn ich pendle, was ich nächste Woche wieder einmal machen werde, pendle ich über die Kantonsgrenze hinweg.
    • ands 25.04.2020 11:42
      Highlight Highlight Das Telefon funktioniert auch über die Kantonsgrenze hinweg sehr gut. Alles andere ist Zukunftsmusik.
    • Primus 25.04.2020 13:52
      Highlight Highlight „IBM i2 Analyst’s Notebook“ ist da eher eine der möglichen (vernünftigen) Alternativen zu SharePoint, Excel, was auch immer. Dies hat ja erstmal nichts mit einer APP zu tun und ist auch nicht anonym (Contact Tracing). Und bei ein paar Polizeikorps Gegenwart.

      Es gibt nichts einzuwenden über die Kantonsgrenze hinweg zu telefonieren. Separate äusserst unterschiedliche Ablagesysteme führen zu Doppelerfassungen, bieten aber auch die Gefahr, dass Zusammenhänge nicht richtig erkannt und deshalb auch nicht weiter gemeldet werden.
  • N. Y. P. 25.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Ich stehe auf dem Schlauch.

    Falls ich an der Grenze eines Kantons wohne und ich berufshalber oder aus sonstigen Gründen ein paar 100 m ennet meines Kantons zu tun habe,
    dann ist meine Kantönli - Tracing - App dort inaktiv ?

    Ich gehe mal davon aus, dass dies nicht der Fall ist und ich tatsächlich auf dem Schlauch stehe..und alle Kantönli - Apps wunderbar miteinander korrelieren.
    • ands 25.04.2020 11:43
      Highlight Highlight Beim Contact Tracing geht es erstmal nicht im Apps. Es geht um Menschen mit Telefon, die positiv Getestete anrufen und nach ihren Kontakten fragen. Diese Kontakte werden dann wiederum per Telefon informiert.
  • medmi 25.04.2020 09:56
    Highlight Highlight Meines Erachtens versagen nicht nur die Kantone, sondern auch das BAG. Am 19.03. hatten die führenden Epidemiologen (Salathé, Althaus, Egger et. Al) darauf hingewiesen wie wichtig Contact Tracing sein wird, um die Fallzahlen konsequent einzudämmen und tief zu halten. Es ist der Schritt von "Isolation für alle" zur "gezielten Isolation".
    Das BAG hätte in dieser Zeit klare Anforderungen an die Kantone stellen müssen, was die Kapazität/Strukturen angeht. Mir scheint, als wäre man fast Überrascht, wie schnell die Fallzahlen gesunken sind.

Coronavirus in der Schweiz: Die Zahlen aus den Kantonen

Die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit zum Coronavirus wurden am Freitagmittag publiziert. Im Vergleich zum Donnerstag sind damit über 250 neue Fälle dazugekommen. Damit haben sich bisher in der Schweiz insgesamt 1121 Personen mit dem Virus aus China angesteckt. Einige Patienten gelten aber bereits wieder als geheilt. Weil das BAG langsam an seine Grenzen in der Erfassung der Patienten stösst, werde man in Zukunft die Zahl der Patienten nicht mehr zählen sondern errechnen.

Dafür …

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