Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Daniel Koch, Delegierter des BAG fuer COVID-19, hoert sich eine Frage an, waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus, am Freitag, 17. April 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Daniel Koch, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im BAG, vertraut im Rahmen der Containment-Strategie auf die Kantone. Bild: KEYSTONE

Offen gesagt

«Lieber Herr Koch, was machen Sie denn da ...»

Die wirkungsvollste Massnahme gegen den Ausbruch einer Pandemie ist eine gute Vorbereitung. Die zweitwirkungsvollste Massnahme ist das Brechen von Infektionsketten. Um die Prävention haben sich die Kantone foutiert und sie sind auch für das Social Tracing nicht bereit.



Lieber Herr Koch

An die erste Stelle dieses Briefes gehört hier die verspätete Gratulation zum 65. Geburtstag und der Glückwunsch zum erreichten Pensionsalter. Herzliche Gratulation! Auch wenn dieser neue Lebensabschnitt für Sie jetzt nicht sehr geruhsam beginnt.

Denn noch immer gilt, was ich im letzten Schreiben an Sie festgestellt habe: Sie sind nicht zu beneiden in Ihrer Position, in der Sie die Verantwortung tragen müssen für Missstände, an denen andere schuld sind. Schuld und Verantwortung sind ja nicht das gleiche.

>> Coronavirus: Alle aktuellen Meldungen im Liveticker

Umso unverständlicher ist es, dass Sie nun wieder auf dem besten Wege sind, sich die Verantwortung für ein Versagen aufhalsen zu lassen, an dem andere schuld sind. Und zwar im Bereich des Social Tracing, also dem Aufspüren und Isolieren der Kontakte von Infizierten, das für eine wirksame «Containment»-Strategie essentiell ist.

Und was machen Sie da? Die Kantone sollen das machen?

Wenn eines gesichert ist, dann dass die Kantone die Vorbereitung auf die Epidemie grobfahrlässig, wenn nicht sogar vorsätzlich verschlampt haben. Seit der grossen Pandemie-Übung von 2014 war klar und Auftrag, dass die Kantone Schutzkleidung und Masken hätten anschaffen müssen. Sie haben es nicht getan. Es war klar, dass sie Desinfektionsmittel hätten lagern müssen. Sie haben es nicht getan. Es war klar, dass sie Notspital-Kapazitäten hätten aufbauen müssen. Sie haben auch das nicht getan. Auch nicht, nachdem der Bund das 2018 festgestellt hatte. Die Kantone haben sich auch danach um die Vorbereitung foutiert.

Und noch in der besonderen Lage, nachdem die Pandemie längst die Schweiz im Griff hatte, wollten einige noch ihr Sonderzüglein fahren.

Diese Kantone sollen nun das Social Tracing sicherstellen? Die Infektionsketten brechen, damit die Fallzahlen auf nachverfolgbarem Niveau (unter 100 täglichen Fällen) bleiben und wir den Lockdown wirklich lockern können? Diesen Kantonen soll nun dieses Kernelement der Containment-Strategie im Kampf gegen Corona anvertraut werden?

Ich lasse mich gerne überraschen, aber es ist nicht anzunehmen, dass das dieses Mal funktioniert. Seit man Anfang März aufgehört hat, die einzelnen Fälle nachzuverfolgen, weil die Fallzahlen nicht mehr zu bewältigen waren, sind rund acht Wochen vergangen. In diesen acht Wochen hätten die Tracing-Teams und -strukturen auf- und, wo schon vorhanden, massiv ausgebaut werden, sowie der rasche Datenaustausch zwischen Bund und Kantonen sichergestellt werden müssen. Damit man dann vielleicht auch mal eine Übersicht hat, wo sich die Leute anstecken.

Das haben die Kantone aber wieder genau so wenig gemacht, wie sie sich auf den Ausbruch der Pandemie vorbereitet haben.

Basel-Stadt hat 3 Vollzeitstellen für Social Tracing geschaffen, Zug schickt 14 Leute von der Lungenliga los und der Riesenkanton Bern verlangt vom Bund ein «sofort einsetzbares und wirksames Tool» des Bundes. Und das, obwohl schon ab Montag die ersten Massnahme-Lockerungen zu greifen beginnen.

Dabei braucht man kein «Tool», sondern schlicht und einfach Menschen, die telefonieren. Ihr Chef Alain Berset rechnet der Öffentlichkeit vor, dass es pro Infiziertem rund 5 Vollzeitstellen braucht, um erfahrungsgemäss zwischen 50 und 100 Personen ausfindig zu machen und ihnen Isolation zu empfehlen. Das wären für 100 Fälle täglich also schweizweit rund 500 Tracer, die den ganzen Tag nichts anderes machen als telefonieren, telefonieren, telefonieren.

Eine Datenbank, um Doppelspurigkeiten zu vermeiden und Ansteckungsmuster erkennen zu können, wäre auch nicht schlecht. Doch von so etwas hört man nichts.

Angesichts der Tatsache, dass gerade Milliarden zur Stützung der Wirtschaft ausgegeben werden, könnten wir uns eine solche und vielleicht auch ein paar Tracerinnen und Tracer mehr leisten? Oder angesichts der Tatsache, dass das Spitalwesen derzeit alles andere als überlastet, Armee und Zivilschutz aber weiterhin im Einsatz sind?

Versuchen Sie, die Entscheider zu überzeugen, dass notfalls die Soldaten und Zivilschützer telefonieren sollen. Diese Organisationen haben bewiesen, dass sie nur wenige Tage brauchen, um einsatzbereit zu sein. Und nicht mehrere Jahre, um es nicht zu sein.

Dann können Sie vielleicht auch etwas früher Ihre wohlverdiente Pension geniessen.

Lieber Gruss

Maurice Thiriet

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

WHO-Chef prophezeit Verschlechterung der Corona-Situation

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

142
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
142Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ManuJot 24.04.2020 15:15
    Highlight Highlight Das ging aber schnell, dass Herr Koch auf Mo gehört hat 💪
    Play Icon
  • Thom Mulder 24.04.2020 09:31
    Highlight Highlight Wenn das nicht Gründe sind um endlich mit dem Kantönli-Zeug aufzuhören, dann weiss ich auch nicht was es dazu noch braucht. Steuern, Regeln, AHV, KK, SVA usw. also alles Staatliche gehört Schweizweit gleich geregelt. Am besten zentralisiert. SO werden enorm Ressourcen gespart und Verwirrungen und Unsinn beseitigt.
  • Orias Riese 24.04.2020 08:20
    Highlight Highlight Befördert Mo zum Sonderbeauftragten des BAG; das Revolverblättchen Watson lastet ihn zu wenig aus!
  • runthehuber 24.04.2020 08:14
    Highlight Highlight Lieber Herr Thiriet
    Wieso tun sie sich das an. Polemische und inhaltlich wenig qualifizierte Artikel schreiben.
    Ein Held wäre, wenn sie aktiv mithelfen würden bri der Bekämpfung der Situation. Alles andere ist "grössele", wenn sie wissen, was das ist...
  • Burkis 24.04.2020 07:41
    Highlight Highlight Da gäbe es noch rund 250 Personen, die haben alle ihre Sitzungen abgesagt und einzelne davon fallen im Moment nur durch Verteilen von Kritik auf. Die wären doch prädestiniert mal etwas nützliches zu tun. Los Maurice, ruf Frau Gössi und co. an...
  • So en Ueli 24.04.2020 06:07
    Highlight Highlight Corona ist ansteckend, sehr sogar. Aber noch weitaus ansteckender und noch weiterverbreitet ist das Bazillus Besserwisseriteris, wer davon einmal betroffen ist, hört nicht mehr auf, ungefragt seine Meinung über ein Thema kundzutun, wovon er oder sie gar keine Ahnung hat. Leider gibt es dazu auch keine Impfung.
  • The_real_Zippy 23.04.2020 23:35
    Highlight Highlight Sehr geehrter Maurice Thiriet,

    Ihrer konstruktiven Kritik, in diesem Thread beachtenswert, in Ehren möchte ich dennoch eines anfügen - Dies nahm schon Jahre vor dieser Pandemie seinen Lauf.
    Als damals beschlossen wurde den Sanitätsdienst im Zivilschutz (San D ), mitsamt allen San Hist und GOPS und Personal aufzulösen.
  • imposselbee 23.04.2020 22:21
    Highlight Highlight Koch vorhin im SRF läuft auf der Strasse und wird folgendes gefragt: „Sie gehören ja jetzt auch zur Risikogruppe, haben sie keine Angst vor einer Ansteckung?“ und Koch so: „das Risiko steigt nicht per fixem Datum und bei mir ist die Chance sehr klein, dass es zu einem schweren Verlauf kommt“ zudem „man darf ja nicht durch sLeben gehen, mit der Angst, dass etwas passiert“. Und alle, die die Warnungen vom BAG (sehr) ernst genommen haben:
    👏👏👏😭😭😤😤😡🤯😱🤔🤪.
    • ChlyklassSFI 24.04.2020 09:36
      Highlight Highlight Wir wissen, dass du es nicht ernst nimmst... Aber bürsten damit solltest du dich nicht. 😘😘😘😘😘😘😘😘😘😘😘😘😘
    • ChlyklassSFI 24.04.2020 12:04
      Highlight Highlight * Brüsten, nicht bürsten.
    • imposselbee 24.04.2020 18:55
      Highlight Highlight @ ChlyklassSFI : ich habe ein gesundes Mass an Respekt, wie auch vor Autos über den Zebrastreifen oder beim Velofahren, wenn ich an parkierten Autos vorbei fahre - oder Korallen und Seeigel, oder Gebiete mit hoher Kriminalität oder HIV und und und. 🤷‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • c_meier 23.04.2020 22:04
    Highlight Highlight Herr Thiriet, schreiben Sie lieber mal einen offenen Brief an die staatspolitische Kommission vom Parlament, die meinen für eine Tracing App benötigt es zuerst eine gesetzliche Grundlage... 🤦‍♂️🤦‍♂️

    Sie sehen, Herr Koch kann nicht alles selber beschliessen, da wirken viele verschiedene Einflussgruppen
  • Fioco 23.04.2020 20:18
    Highlight Highlight Die Folgen des heutigen Coronavirus erreichen nicht das im Plan für 2018 angenommene Worst-Case-Szenario. Sogar die Szenarien, die sich Ignazio Cassis 2006 vorgestellt hat, als er Kantonsarzt im Kanton Tessin war, sind schlimmer als das, was heute passiert ist. Dr. Cassis, der heutige Bundesrat, wusste genau, was getan werden musste. Welchen Sinn hat es, Dutzende von Millionen für die Ausarbeitung von Pandemieplänen und Ausbreitungskurven auszugeben? Muss uns nicht jemand erklären, warum sich die Regierung von den Pandemieplänen distanziert hat?
  • Noblesse 23.04.2020 20:17
    Highlight Highlight Dieser Brief trifft den Nagel auf den Kopf! Wo ist das gemeinsame Communique der Kantone, wie sie sich aufstellen i.S Tracking? Hab ich es verpasst? Alle zahlen schön brav Kantonssteuern. Man/frau darf erwarten, dass hier endlich was geht. Absolut richtiger Inhalt!!
  • Fioco 23.04.2020 20:12
    Highlight Highlight Die Bundesräte ließen uns glauben, dass wir die Kurve abflachen müssten, nur weil angeblich die Kantone nicht in der Lage waren, mit einer grossen Menge von Kranken umzugehen. In den Pandemieplänen ist nicht von Lockdown die Rede, sondern von der Bewältigung einer beeindruckenden Zahl von Kranken. Ziel war es, Unternehmen dabei zu unterstützen, weiterhin nach dem Prinzip des Business Continuity Management zu arbeiten.
    • Martin Mars 24.04.2020 00:25
      Highlight Highlight Wieso hier so ein Mist schreiben, wenn man nicht einmal den Pandemieplan 2018 gelesen hat?
      Ganz kleiner Auszug:
      Die zuständige Behörde kann öffentliche oder private Unternehmen schliessen oder
      diesen gegenüber bestimmte Vorschriften zum Betrieb verfügen.
      https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/das-bag/publikationen/broschueren/publikationen-uebertragbare-krankheiten/pandemieplan-2018.html
    • PeteZahad 24.04.2020 08:07
      Highlight Highlight Die Kantone sind ja nicht in der Lage, da offensichtlich die Pandemiepläne nicht eingehalten.
    • Fioco 24.04.2020 22:16
      Highlight Highlight Im Pandemieplan 2018 ist von einem frühzeitigem Einsatz der Massnahmen am Anfang der Pandemie.Die Maßnahmen mussten sofort umgesetzt werden: von den am wenigsten belastenden bis zu den am stärksten belastenden, für die persönlichen Freiheiten und die Wirtschaft.Und in diesen Prognosen wird vorausgesagt, dass 20% der Bevölkerung gleichzeitig krank wird. ☹️Im Bundesrat herrscht auch heute noch Verwirrung und Unsicherheit. Cassis hat ein schlechtes Gewissen.
  • Hüendli 23.04.2020 20:02
    Highlight Highlight Einzig der Vorschlag mit den (ZS-)Soldaten ist konstruktiv. Aber wenn unsere Kantonsärztin sagt, bei den derzeitigen Fallzahlen könne man das Tracing handeln, glaube ich ihr das. Ausserdem wird ja noch eine Halbierung der Neuansteckungen bis zur Aufhebung des Lockdowns angestrebt, und bis dann sind es wohl eher 5-10 Tel. pro Infiziertem statt 50-100. Und sonst kommen die Kantone gewiss auch auf diese Idee, schliesslich ist der Zivilschutz ja ihnen unterstellt. Würde er schon jetzt eingesetzt, wäre watson mit einem Artikel über sich langweilende Schutzdienstpflichtige bestimmt nicht weit 😜
  • Hüendli 23.04.2020 19:57
    Highlight Highlight Und bereits ist die Polemik zurück, schade. Das Teufelchen in Mo ist wohl aus der Quarantäne ausgebüxt, oder der letzte Beitrag brachte einfach nicht genug Klicks. Platzer hat sich mit einer dummen Aktion angreifbar gemacht, da darf man auf den Mann spielen. Aber bloss weil Koch zum Kopf der Krise wurde, ist er noch lange nicht für (Fehl-?)Entscheide verantwortlich, geschweige denn für vergangene Versäumnisse von Dritten!
    Den Schleim am Anfang und Ende kannst Du bei Deinen Briefen ruhig lassen, nimmt Dir eh keiner ab. Und Koch hat die Leitung abgegeben, ist nur noch Delegierter (Bildlegende).
    • ChlyklassSFI 24.04.2020 09:38
      Highlight Highlight Finanziell stehe ich noch nicht so gut da. Ich spare aber für ein Abonnement der Republik.
  • benn 23.04.2020 19:48
    Highlight Highlight Nach der krise alle gesundheitsdirektoren für ihr verpasstes handeln und für das verschulden einiger tote fristlos künden. Das wäre ein zeichen der verantwortungsübernahme!
    • Heini Hemmi 23.04.2020 20:33
      Highlight Highlight Warum nur kündigen? Sie sollen für den Schaden geradestehen!
  • De-Saint-Ex 23.04.2020 19:45
    Highlight Highlight Wie recht Sie doch haben, Herr Thiriet. Nur um zu tracen, müsste man vielleicht auch noch wissen wen?! Da immer noch nur jene getestet werden, die „eindeutige“ Symptome haben und jene, die sich melden, mit Positiv getesteten engen Kontakt gehabt haben, nicht (heute wieder so einen Fall erlebt) bringt die ganze Übung nix. Fehlt‘s immer noch an Reagenzgläser?! Ich werde das ungute Gefühl nicht los, dass man uns hier ganz gehörig zum Narren hält!
    • Max Demian 23.04.2020 21:50
      Highlight Highlight Seit nunmehr 4 Wochen weiss das BAG, dass mehr als genug Tests vorhanden wäre. Es gibt keine Knappheit.
      Die Nachfrage wurde durch die restriktiven Kriterien tief gehalten und damit das Testen, Identifizieren, Isolieren während Wochen verzögert.
    • dan2016 24.04.2020 07:03
      Highlight Highlight Quatsch, der Kanton Bern testet jede, jeden, der ein Auto hat, kann auch aus anderen Kantonen sein.
    • dan2016 24.04.2020 11:58
      Highlight Highlight "Das neue Testzentrum hat eine maximale Kapazität von täglich rund 200 bis 300 Testerfassungen. Das Zentrum dient als Pilotangebot, das laufend überprüft wird und rasch auf weitere Standorte in der Schweiz ausgeweitet werden soll. Das Gelände ist gut mit dem Auto erreichbar. Fussgängerinnen und Fussgänger sowie Personen mit Fahrrad oder Motorrad können aus Sicherheitsgründen nicht getestet werden.
      Zuweisung nur über Online-Fragebogen

      Für den Test ist keine Zuweisung eines Arztes nötig. "
  • LikeOrDislikeisthebigQuestion 23.04.2020 19:39
    Highlight Highlight Herr Thiriet, schämen Sie sich
    Benutzer Bild
  • Ursus der Rächer 23.04.2020 19:06
    Highlight Highlight Jetzt bin ich aber erst richtig am Allerwertesten. In einem SVP-Kanton wie dem Thurgau kann niemand erwarten, dass irgend ein Bürger geschützt wird. Alles wird bekämpft, was der Bürger zum Überleben bräuchte. Am Allerschlimmsten ist hier immer die Beschönigungspolitik unseres hochwohllöblichen Regierungsrats. Man muss ja schliesslich Sparen. Es interessiert nur das schnelle Wiedereröffnen der Verkaufsgeschäfte und die totale Isolation der Altersheime. Wegsperren die unnützen Alten!
    • Wetterleuchten 24.04.2020 10:18
      Highlight Highlight Nicht verzagen Ursus. Lausch dem Thurgau-Sound und werde wieder glücklich! :-)

      Play Icon
  • DrDeath 23.04.2020 18:46
    Highlight Highlight Na jetzt ist der Watschenbaum aber umgefallen! Die Ohren der Kantone werden auf Wochen in keinen Hut mehr hineingehen.
    • Sweetwater 23.04.2020 19:35
      Highlight Highlight Keinerlei Konsequenzen ausser Watschen - sehr mild!!
    • DrDeath 23.04.2020 21:54
      Highlight Highlight Ich hab vorher nie gehört, dass ein Kolumnist in der Schweiz so ausgekeilt hat. Bin noch ganz geschockt. Zutreffend ist es sicher, aber dass es einer so deutlich sagt...
  • Eiswalzer 23.04.2020 18:41
    Highlight Highlight Was mir Bedenken verursacht: In den Kommentarspalten gilt je länger je mehr jeder, der eine andere Meinung als die “Lebensretter” hat, als Menschenverachter, geldgeil oder seelenlos.
    Wenn Politiker den BR oder ein Amt kritisieren oder Vorschläge machen (von rechts bis links, Gössi bis Glättli) gelten sie als Selbstdarsteller und Demokratiefeinde. Die “eigenen” Experten jedoch gelten als Präsentierer der einzig wahren Fakten, alle anderen sind unwissenschaftlich oder unglaubwürdig. Die Strategie der jetzt folgenden Öffnung war immer vorgesehen, ein über Jahre gehender Shutdown nie eine Option.
    • Eiswalzer 23.04.2020 18:50
      Highlight Highlight Es ist wichtig, eine Debatte zu führen und keine Massnahmen sind alternativlos. In den nächsten ca. 1.5 Jahren werden wir MIT dem Virus leben müssen, versuchen mit gewissen Massnahmen wo nötig Ausbrüche zu verlangsamen. Ohne den Staat, Wirtschaft und die Gesellschaft mit Dauershutdown über den Abgrund zu stossen. Dabei geht es niemals (ausser vielleicht bei ein paar wenigen geldgeilen Säcken) um die Wirtschaft an sich. Sondern darum, massive Kollateralschäden zu verhindern, unser aller Zukunft nicht aufs Spiel zu setzen. Mittelfristig hängt übrigens auch unser teures Gesundheitssystem daran...
    • Ursus der Rächer 23.04.2020 19:10
      Highlight Highlight Ist denn Gössi nicht eine Selbstdarstellerin? Was sie zum besten gibt, sind Plattitüden. Wirtschaft, Wirtschaft, Wirtschaft. Das wissen wir alle, das muss sie nicht zu einem unangebrachten Zeitpunkt hinausposaunen.
    • medmi 23.04.2020 19:41
      Highlight Highlight Es lässt sich besser OHNE das Virus leben (oder zumindest wenn man genau weiss wo es ist). Das Teil Regional auszurotten und nicht mehr reinzulassen ist möglich, siehe Südkorea, China, Island, Neuseeland. Ausbrüche eindämmen, nicht verlangsamen. Supression, not Mitigation. #TestTraceIsolate
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 23.04.2020 18:39
    Highlight Highlight Es würde mich doch interessieren was die Kantone eigentlich seit dem Ausbruch def Pandemie unternommen haben. Es scheint mir als ob die Kantone seit der Übung 2014 nur geschlampt haben und damit jetzt fortfahren.
    • Patrik Hodel 23.04.2020 19:12
      Highlight Highlight Sie haben nichts oder zu wenig unternommen.
      Meiner Meinung nach gehört die Krisenvorsorge aber auch in die Hand des Bundes.
      So wäre sie einfacher zu kontrollieren als bei 26 Kantonen, die das Ganze nach ihrem Gusto (nicht) anpacken.
      Auch die Pflichtlager sollten vom Bund dezentral geführt werden. Statt dass vom VBS ettliche Bunker verkauft werden, sollten diese für die Lager verwendet werden.
    • Hiker 24.04.2020 01:01
      Highlight Highlight Hinterher kritisieren ist immer einfach. Niemand auf unserem Planeten hätte vor Corona ein solches Szenario ernst genommen. Die Kantone fanden die Empfehlungen des Bundes folglich als völlig überrissen. Nicht einen einzigen Journalisten hat das interessiert. Genau wie aktuell kein Schwein die Umweltproblematik und den Klimawandel zu einem Umdenken veranlasst. Ich sehe schon wie die jämmerlichen Massnahmen nach Corona zugunsten der Wirtschaft zurückgebaut werden. Wenns dann ernst wird, werden wieder die Gleichen zetern die es jetzt tun. Der Mensch ist nicht lernfähig wenns was kostet.
  • R. J. 23.04.2020 18:37
    Highlight Highlight Er hat doch klar Schuld und Verantwortung unterschieden. Das Föderalismus nicht funktioniert ist auch belegt. Sieht man auch in D. Ob Koch da jetzt entscheiden kann oder ob das der BR machen muss oder hat, ist mir nicht klar. In der Sache versagen die Kantone.
    Ohne den Bund wird das nix
  • The Rogue 23.04.2020 18:31
    Highlight Highlight Herr Maurice warum werden sie nicht Nachfolger von Herr Koch wenn Sie es anscheinend viel besser wissen und besser können? Solche Leute wie Sie braucht das Land 👍
    • R. J. 24.04.2020 00:27
      Highlight Highlight Solche wie dich nicht
  • Swen Goldpreis 23.04.2020 18:28
    Highlight Highlight Zivilschutz und Miliär haben Kapazitäten, weil sie Leute einfach abkommandieren können. In einer gebeutelten Wirtschaft ist es aber nicht besonders Weg, den Firmen nun auch noch wichtige Leute auszuspannen.

    Dazu ist das unnötig teuer, weil der Lohnausfall kompensiert werden muss. Gerade bei den etwas älteren Zivilschützern sind viele Leute mit einem etwas besseren Gehalt dabei.

    Klüger wäre es, temporäre Stellen zu schaffen, auf die sich zum Beispiel Künstler und Freischaffende bewerben können, denen die Aufträge weggebrochen sind. Viele haben da auch eine gute Ausbildung.
    • Sälüzäme 23.04.2020 20:28
      Highlight Highlight Der Vorschlag klingt verlockend und gut, das Problem werden die Freischaffenden, Künstler und Freidenkenden sein. Die lassen sich nicht so einfach in militärische Strukturen hineinpressen. Für viele andere, welche sich geordnete Verhältnisse gewohnt sind eine gute alternative zur Arbeitslosigkeit. Nur ist das wieder kantonal, wie gut das funktioniert und ausgeht wissen wir jetzt.
    • Swen Goldpreis 24.04.2020 01:01
      Highlight Highlight Das kann schon sein, dass diese Leute mit militärischen Strukturen Mühe haben - aber welcher vernünftig denkende Mensch hat das nicht?

      Wichtiger ist aber die Frage, wieso man so etwas überhaupt "militärisch" aufziehen muss. Wie leben ja nicht in China oder Nordkorea wo alles militärisch funktionieren muss.

      Da muss einfach jemand alle Leute anrufen, die auf einer Liste sind und mit ihnen vernünftig reden können. Das ist wie im Call Center - und da arbeiten ja viele Studis und Freidenker.

      Solange sich die Leute bewerben, die Lust drauf haben, funktioniert das schon.
    • Sälüzäme 24.04.2020 01:29
      Highlight Highlight Unter militärische Strukturen meinte ich nicht im Sinne von Armee, Militär oder Zivilschutz, sondern geordnete Abläufe und Vorgaben, klare Arbeitsstrukturen, klares Meldewesen, denn nur wenn es überall gleich gehandhabt wird macht es Sinn und könnte Erfolg haben. Jeder für sich gibt wieder die selbe Kakophonie wie jetzt, mal früher, mal später, mal gar nicht, mal anders und sowieso alles anders.
  • DeDanu 23.04.2020 18:26
    Highlight Highlight Die Entscheidungen, welche auch immer, stammen sicher nicht von Herrn Koch. Er ist ja lediglich der Kommunikator dieser. Die Entscheidungsträger bedienen sich schlicht Kartenspielertricks, indem sie die Verantwortung den Kantonen überlassen, im Wissen dass das Tracing ebenso schlampig und voller unvermögen umgesetzt wird wie die restlichen Vorkehrungen welche hätten vollzogen werden müssen. Resultat wir sein, falsche und zu kleine Fallzahlen was natürlich eine Rechtfertigung zur weiteren lockerung der Massnahmen auf Druck der Wirtschaft sein wird.... ziemlich durchschaubar dieses Manöver 🤔🤥
  • Was wir glauben zu wissen 23.04.2020 18:21
    Highlight Highlight Ich bin froh, dass Sie einen jetzt durchaus erträglichen Ton anschlagen und die Kritik an Ihrem Schreibstil doch etwas bewirkt hat, selbst dann, wenn die Zensur bei dieser Kritik fleissig am Werk war.
  • Mirio007 23.04.2020 18:14
    Highlight Highlight Mir scheint die contact tracing Strategie grundsätzlich unausgereift.

    Auf die App kann man sich nicht verlassen, da gemäss studien etwa 60% der Bevölkerung diese benutzen müsste um eine Wirkung zu erziehlen.

    Manuelles tracing, scheint auch nicht ausgegoren. Wenn die infizierte Person unbekannte Kontakte hatte, wie werden diese aufgespürt? (z.b. Bus, Tram, Post, Migros)

    Scheint eine alibi übung zu sein, die vielleicht vereinzelt erfolge einfahren kann, eindämmung bestimmt nicht.
    • Phrosch 23.04.2020 18:25
      Highlight Highlight Die meisten Leute stecken sich ja eher bei bekannten Kontakten an, nicht im Supermarkt.
    • medmi 23.04.2020 18:26
      Highlight Highlight Nach dem aktuellen Stand des Wissens treten die allermeisten Übertragungen bei engen Kontakten auf. Sie stecken sich nicht in der Post oder Migros an wenn sie die Abstandsregeln einhalten. Und auch ÖV sollte mit Maske und Händehygiene möglich sein.
      Contact-Tracing ist hoch effektiv. Schauen sie nach Südkorea, wo die Epidemie damit auf tiefstem Niveau gehalten werden kann. Zeitweise waren parallel gewisse generelle Massnahmen notwendig - aber im grossen und ganzen reicht Contact-Tracing + Hygienemassnahmen + Grossveranstaltungsverbot + Grenzkontrollen/Einreisequarantäne
    • Mirio007 23.04.2020 18:49
      Highlight Highlight Kausalität vs Korrelation

      Wir werden es in einigen Wochen wissen ob das kontakt tracing in der Schweiz was bringt.

      In Singapore ist es hardcore, die schauen sich sogar die Flugmanifeste an und kontaktieren passagiere die in der nähe des infizierten waren (beschränkter radius, nicht der ganze Flug)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Phrosch 23.04.2020 18:13
    Highlight Highlight Bei den ersten Sätzen habe ich mich schon gefreut, dass endlich mal jemand die Kantone ins Gebet nimmt und ihnen auf die Finger klopft. Und dann wendet sich alles doch zum Vorwurf an Herrn Koch?! 🤦‍♂️ Ja gehts noch? Zug zeigte von Anfang an, dass man das tun und aufrecht erhalten kann. Wieso sollten also alle anderen nicht nur dazu aufgefordert werden, sondern auch in der Umsetzung kontrolliert werden?
    • Mirio007 24.04.2020 05:41
      Highlight Highlight Der Bund hat die Verantwortung, die Umsetzung ist bei den Kantonen.

      Falls die Kantone nicht umsetzen, wie kann der Bund eingreiffen?

      Ich weiss es nicht.
  • Dragona 23.04.2020 17:54
    Highlight Highlight Ich meinerseits bin froh, dass es weniger schlimm ist als man annehmen könnte, wenn man nur die Stimmen der Medien hört. Die Todesfallstatistik des Bundesamtes für Statistik macht Mut, denn bisher sind die Todesfallzahlen insgesamt absolut im Mittelmass anderer Jahre. Wir haben bisher in 1.5 Monaten rund 1200 Tote welche zuvor positiv auf den Coronavirus getestet wurden, im 2015 wurden zusätzlich zur normalen Sterblichkeit 2500 Tote der damals starken Grippewelle zugeordnet. Hygienemassnahmen weiter vorantreiben ist wichtig und korrekt, es braucht jedoch keine Dramatisierung.
    • Garp 23.04.2020 18:46
      Highlight Highlight 2015 gab es keine Aufrufe zu sozialer Distanz und Handhygiene. Wir wissen nicht wieviele Tote wir ohne hätten!
    • Dragona 24.04.2020 13:36
      Highlight Highlight Korrekt, wir wissen es nicht. Etwas aus Unwissenheit dramatischer darzustellen ist genau deshalb weil wir es nciht wissen unnötig. Was wir wissen, aufgrund von Erfahrungswerten eines Landes das eine andere Strategie verfolgt ist, dass die soziale Distanz nicht ausschlaggebend ist. Das Land heisst Schweden. Hygienemassnahmen sind sinnvoll und unterstütze auch ich.
  • farbarch1 23.04.2020 17:42
    Highlight Highlight Ich muss sagen, Maurice hat hier (im Gegensatz zu früheren Statements) den Nagel auf den Kopf getroffen.
    • Herbsli69 23.04.2020 18:24
      Highlight Highlight Genau meine Gedanken!
    • sowhat 23.04.2020 18:42
      Highlight Highlight Einverstanden. Nur weiss er wohl auch, dass die Entscheidung dafür nicht bei Herrn Koch liegt.
      Das ist eine Politische. Und da ist der BR gefragt.
      Das Schlimmste daran ist, dass es zeigt, dass unser föderales System hier versagt.
    • Patrik Hodel 23.04.2020 19:19
      Highlight Highlight Nicht wirklich.
      Auch der Autor macht Daniel Koch durch die Blumen für Verfehlungen verantwortlich, welche nicht auf dessen Mist gewachsen sind.
      Koch kann nur Empfehlungen aussprechen. Was die wirklich Verantwortlichen damit machen liegt nicht in seiner Hand, denn er hat schlicht keine Entscheidungsgewalt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Black Cat in a Sink 23.04.2020 17:35
    Highlight Highlight In Krisen sind föderalistische Strukturen nicht geeignet, die Problem zu lösen und nach den Krisen sowieso so nicht. Sie stecken mit ihrem Artikel den Finger tief in die Wunde. Lassen Sie ihn stecken.
    • sowhat 23.04.2020 18:44
      Highlight Highlight Ja auch wenns weh tut, wird hier leider offensichtlich, dass wir an unserem System was umbauen sollten.
    • Kritisch Hinterfragen 23.04.2020 19:17
      Highlight Highlight Und welches System wäre besser? Diktatur wie in Deutschland? Chaos wie in Italien?

      Ich hätte vieles andere gemacht. Aber ich bin unglaublich froh, während dieser Zeit in der Schweiz zu sein.
    • Garp 23.04.2020 19:58
      Highlight Highlight Fragt sich nur wo und wie. In vielen Belangen bin ich sehr froh um den Föderalismus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 23.04.2020 17:34
    Highlight Highlight Man hätte mit dem contact tracing gar nie aufhören dürfen. Wir haben zu viele Fälle also lassen wir es ganz. Was ist das denn für eine Haltung! Contact tracing hilft auch herauszufinden, wo die kritischen Ansteckungsherde liegen.
    • medmi 23.04.2020 18:02
      Highlight Highlight Absolut korrekt Garp. Contact Tracing soll immer ein Bestandteil der Epidemiebekämpfung sein wenn das Ziel die Eindämmung ist. Dieses Ziel hat das BAG eine Zeit lang verlassen, da es an irgendwelche Durchseuchungs-/ und Herdenimmunitätsfantasien glaubte. Falls man zum Zeitpunkt x nur Kapazität hat, die Kontakte von 100 Fällen zu Tracen, dann soll man es trotzdem tun, auch wenn es insgesamt 300 sind. Es lohnt sich für jede potentielle Ansteckung, die so verhindert werden kann. Ressourcen müssen ausgebaut werden.
  • IMaki 23.04.2020 17:29
    Highlight Highlight .. allerdings, Herr Chefredaktor, die Implikationen betreffend Privatsphäre, Datenschutz und dem Aufbau eines niemals mehr rückbaubaren Ueberwachungsstaates, die hinter dem Tracing stehen, stehen auf einem anderen Blatt. Und da bin ich selbstredend nicht einverstanden.
    • R. J. 23.04.2020 18:39
      Highlight Highlight Was ich bis jetzt so gesehen habe gibt es für Deine Befürchtungen keinen Beleg. Im gegenteil
  • IMaki 23.04.2020 17:26
    Highlight Highlight Lieber Herr Chefredaktor. Auch wenn ich dauernd am heutigen Journalismus herumnörgele, komme ich nicht umhin, Ihnen meinen uneingeschränkten Respekt und Dank für diesen Kommentar auszusprechen.
  • Ohniznachtisbett 23.04.2020 17:11
    Highlight Highlight Trappatoni hat mal gesagt: "Wer kann spreche, spreche, wer kann mache, mache, wer nicht kann mache, schreibe".
    • Weiss 23.04.2020 18:10
      Highlight Highlight Du gehörst offenbar zu letzteren.
    • Marc Oh Polo 23.04.2020 18:39
      Highlight Highlight Für dieses Zitat haben Sie ein Znacht verdient!
  • lilie 23.04.2020 17:10
    Highlight Highlight Ich bin mit dem Artikel einverstanden: Der Bund hat die Marschrichtung vorgegeben, also seinen Job gemacht, jetzt ist es an den Kantonen, aus dem Dämmerschlaf und der "Der Bund müsste halt..."-Haltung aufzuwachen und nun ihrerseits ihren Job zu machen.

    Womit ich überhaupt nicht einverstanden bin, ist der Vorschlag, Militär und Zivilschutz müssten nun das Tracing übernehmen. Das ist einfach Quatsch!

    Dieses Tracing werden wir vermutlich auf Monate oder Jahre hinaus praktizieren müssen. Da müssen feste Strukturen geschaffen werden, nicht eine militärische Feuerübung!
    • medmi 23.04.2020 17:28
      Highlight Highlight Das Tracing muss so schnell wie möglich eingeführt werden - besser heute als morgen - das ist das Militär/Zivildienst durchaus erwünscht. Später kann man diese Ressourcen durch reguläre Anstellungen ersetzen. Los, jetzt, sofort! Jeder Tag, den wir warten kostet zig Millionen. Jede Ansteckung die durch Contact-Tracing verhindert werden kann zählt, jede. Denn je schneller wir die Fallzahlen drücken, desto früher können wir normales gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben wieder aufnehmen.
    • maylander 23.04.2020 17:39
      Highlight Highlight Das Militär hatte auch jahrelang Botschaften und Konsulate in Genf und Bern bewacht. Da waren mehr Personen involviert und WK Soldaten wurden bewaffnet auf die Strassen gesetzt.
    • lilie 23.04.2020 18:06
      Highlight Highlight @medmi: Es nützt nichts, genug Leute zu haben, wenn es an den grundlegenden Strukturen wie Kommunikationswegen, Datenbanken und Vorgaben zur Vorgehensweise fehlt. Da gibts noch viel zu tun, und mit diesen Dingen kann das Militär nicht helfen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benni.bk 23.04.2020 17:07
    Highlight Highlight Ich finde auch, dass sowohl Herr Koch sowie auch der gesamte Bundesrat einen super Job gemacht haben. Leider verschlampten im Vorfeld die Kantone die empfohlene Vorbereitung über Jahre und auch jetzt wieder neu über Wochen.
  • Botticelli 23.04.2020 17:05
    Highlight Highlight So einfach ist kritisieren, Herr Thiriet. Ich schaue mir seit Wochen die Medienkonferenzen des Bundes an. Wenn ich die dort von Journalisten zum Teil gestellten Fragen Revue passieren lasse, bin ich zufrieden, dass Koch oder der Bundesrat die Massnahmen verantworten und nicht Journalisten. Viele von ihnen meinen ohnehin, es besser zu wissen und zu können.
    • Plan B 23.04.2020 17:28
      Highlight Highlight Danke. Bin komplett ihrer Meinung. Der Journalismus in dieser Zeit ist eine Katastrophe.
      Jeden Tag kommt eine neue Studie von irgend einem neuen Besserwisser. Jede Studie wird abgedruckt. Das ist doch kein Journalismus mehr...
    • Ich-meins-doch-nicht-so 23.04.2020 17:44
      Highlight Highlight Aha, weil die Journalisten an den PKs komische Fragen stellen, ist Thiriets Aussage a priori falsch. Wenn also die Journalisten an der PK tolle Fragen stellen würden, dann hätte er recht? Sie sind da einer spannenden Sache auf de Spur, da gibts sicher noch mehr Zusammenhänge (aber Psst, Echsenmenschen lesen mit)
    • Weiss 23.04.2020 18:10
      Highlight Highlight Wer liest, ist im Vorteil. Er kritisiert nicht Herrn Koch, sondern die Kantone - und das zurecht.

      Schon mal daran gedacht, dass es genau der Job von Journalisten ist, Dinge kritisch zu hinterfragen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Romeo1976 23.04.2020 17:05
    Highlight Highlight Voll und ganz. Kantone blusten sich eh gegen die Bürger auf.
  • WatDaughter (aka häxxebäse) 23.04.2020 17:02
    Highlight Highlight Gut gebrüllt herr thiriet 💁‍♀️
  • fabsli 23.04.2020 16:59
    Highlight Highlight Auch wenn Maurice hier Recht hat, im Nachhinein ist man immer schlauer. Alle Länder auf der Welt sind überrascht worden vom Ausmass dieser Epidemie und dann Pandemie. Auch Länder, die das öfters erleben als wir. Niemand hat es nur annähernd perfekt gemacht.
    • medmi 23.04.2020 17:17
      Highlight Highlight Das ist doch einfach Unsinn. Jeder Mensch der etwas Ahnung von Mathematik hat, konnte relativ schnell das Ausmass erahnen. Die Schweiz hat viele Dinge verschlafen und hatte lange Zeit Durchseuchungs- und Herdenimmunitätsfantasien. Schauen sie nach Südkorea, Neuseeland, Österreich, Norwegen. Das sind gute Reaktionen auf die Epidemie.
      In der Schweiz wurde am 19.03. auf die Wichtigkeit vom Ausbau des Contact-Tracing durch praktisch sämtliche führenden Epidemiologen aufmerksam gemacht. Die Behörden hatten nun 1 Monat Zeit die Ressourcen bereit zu stellen.
    • Ramon Pokemon 23.04.2020 17:19
      Highlight Highlight Taiwan, wenig tote kein lockdown. Südkorea, wenig tote kein lockdown.
    • Mario Conconi 23.04.2020 17:20
      Highlight Highlight Die Übung 2014 basierte auf folgendem Szenario:

      Ein neues Grippevirus, das erstmals in Zentralasien nachgewiesen werden konnte, breitet sich in acht Wochen weltweit aus. Das Virus überträgt sich von Mensch zu Mensch und weist im Vergleich zu Pandemien der letzten Jahrzehnte eine deutlich höhere Letalitätsrate auf.

      2014
      Das Resultat: Ungenügend
      Der Auftrag: Die Schwächen aufarbeiten.

      2020
      Selbes Szenario
      Das Resultat: siehe 2014
      Der Auftrag: Nichts wurde seit 2014 unternommen. REIN GARNICHTS!!!

      Wer geht unvorbereitet an eine Wiederholungsprüfung?
      Im Nachhinein schlauer war man schon 2014
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bert der Geologe 23.04.2020 16:59
    Highlight Highlight Dem ist leider nichts zu widersprechen. Wenn man schon nur sieht, wie unterschiedlich die Kantone Meldung über Neuansteckungen mitteilen. Die einen um 8 Uhr morgens, die anderen zwei Tage später. Wahrscheinlich meinen die Kantone auch, es sei nun alles vorbei und bereiten sich genauso schludrig auf die nächste Welle vor. Prävention ist im Vergleich zum teuren Lockout jede Million wert.
  • Dr. Unwichtig 23.04.2020 16:58
    Highlight Highlight Wenn das Ziel wirklich sein sollte, die Neuansteckungen unter 100 Personen/Tag zu drücken (von bleiben kann keine Rede sein, denn der letzte Tag mit diesem Wert war der 9. März) kann der Lockdown gleich bis zum St. Nimmerleinstag verlängert werden...
    • Bert der Geologe 23.04.2020 17:40
      Highlight Highlight @Dr. Unwichtig: he nicht so pessimistisch, wir sind in den letzten Tagen bei 200 und darunter, also nahe dran. Heute hatten bisher schon 7 Kantone Neuansteckung= 0 gemeldet.
  • medmi 23.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Es ist mir rätselhaft, weshalb man nicht seit Wochen die Ressourcen zum Tracen aufstockt. Führende Epidemiologen wiesen am 19.03. deutlich auf die Wichtigkeit des Contact-Tracing hin https://smw.ch/article/doi/smw.2020.20225. Es ist mir auch rätselhaft, wie man auf 50-100 Kontakte kommt, das mag im normalen Leben stimmen. Wer aber aktuell 50-100 enge Kontakte hat und nicht im Spital arbeitet, hat etwas falsch gemacht.
    Schaut nach Deutschland, klarer Plan, 20'000 Contact-Tracer. Es müssem auch 300-400 Fälle pro Tag mit jeweils 1-10 Kontakten tracebar sein, liebes BAG.
    • medmi 23.04.2020 17:58
      Highlight Highlight Irgendwie funktioniert der Link nicht korrekt, für die die es interessiert:
      "COVID-19 epidemic in Switzerland: on the importance of testing, contact tracing and isolation" googeln. Meines Erachtens einer der wichtigsten Artikel, der zum Thema Eindämmung der Epidemie publiziert wurde.
    • medmi 23.04.2020 23:24
      Highlight Highlight Die Aufarbeitung der Krise wird noch einiges ans Licht führen. Die Leistung vom BAG die von gewissen Kreisen also so unglaublich toll angesehen wird, ist katastrophal. Die Kritiker (Salathé, Althaus) hat man mundtod gemacht, indem man sie einen Zettel unterschreiben lies und sie dürfen in einer wissenschaftl. Taskforce mitarbeiten. Das BAG entscheidet aber nach wie vor eigenmächtig und versucht sich zu retten. Schaut nach Norwegen, Island, Dänemark, Südkorea - wir sollten uns an den besten messen.
  • Tomtschi 23.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Genau auf den Punkt getroffen Herr Thiriet!
  • andy y 23.04.2020 16:53
    Highlight Highlight Auch wenn es die Kantone verschlampt haben, hat immer noch der Bund die Aufsichtspflicht. So leicht kommt er nicht aus der Nummer raus
    • sowhat 23.04.2020 19:05
      Highlight Highlight @andy y, Das ist mit Verlaub - Müll. Die Kantone haben 2018 eine Warnung bekommen vom Bund und haben es weiter verschlampt. Unser System lässt es nicht anders zu. Ich fürchte, dass wir zentralisierter werden müssen, wenn wir das künftig hinkriegen wollen.
      Die Kantonsregierungen haben -mit Ausnahmen-bewiesen, dass ihnen die Bevölkerung egal ist.
    • Mario Conconi 23.04.2020 19:06
      Highlight Highlight Der Bund hat die Kantone ja nochmals auf Ihre Versäumnisse hingewisen nachfem 4Jahre nichts ging. Aber auch 2Jahre später ist noch nicht viel geschehen. Was sollte der Bund denn Ihrer Meinung nach machen?
      Under Land basiert (aber funktioniert eben nicht immer) auf dem Föderalismus... Jedoch isr Föderalismus in vielen Situationen (vorallem in nationalen Krisen) nicht das beste System
  • Geff Joldblum 23.04.2020 16:50
    Highlight Highlight Word! Da gibt's nichts zu ergänzen. 👏👏👏
  • MarGo 23.04.2020 16:48
    Highlight Highlight Tja, Föderalismus ist nicht immer gut ;)
    Eigentlich in den wenigsten Fällen :D
    • P_hr 23.04.2020 17:15
      Highlight Highlight Zentralist!! Föderalismus wie es in der Schweiz gelebt wird ist seht wohl gut. Bööse so etwas zu bauhaupten ;)
    • Panna cotta 23.04.2020 17:16
      Highlight Highlight Stimme zu, Föderalismus ist nicht immer gut. Aber im realen Leben ist er meistens besser als Zentralismus.
    • sowhat 23.04.2020 19:06
      Highlight Highlight Panna cotte, nun wir haben reales Leben und sehen, dass es nicht gut ist.
  • Mafi 23.04.2020 16:45
    Highlight Highlight Ich glaube zwar nicht das diese Entscheidung bei Herrn Koch war, jedoch kann ich dem Grundton dieses Artikels Zustimmen. Zivis und Militär hätten ohne Probleme diese Kapazitäten - wieso also nicht?
    • predox 23.04.2020 16:59
      Highlight Highlight Zivilschützer und Armeeangehörige üben übrigens auch einen Beruf im zivilen Leben aus (teilweise systemrelevant). Sie wurden für den Notfall aufgeboten, um in den Spitälern/Pflegeheimen etc. zu helfen und nicht um ein paar Franken zu sparen.
    • medmi 23.04.2020 17:13
      Highlight Highlight Es liegt sehr wohl in der Verantwortung vom BAG die Kantone aufzufordern die entsprechenden Ressourcen bereit zu stellen. Es fehlte einfach schlichtweg bisher am Willen, sowohl beim BAG und bei den Kantonen, dies insbesondere deshalb ,weil man bis Ende März nicht richtig daran glaubte, dass man die Epidemie eindämmen kann und die Fälle wieder tracebar werden. Man hatte lange Zeit Herendimmunitätsfantasien, wollte einzig die Spitäler schützen, anstatt die Epidemie auf nahe 0 zu bringen. Langsam merkt man auch beim BAG, das Leben nur möglich ist, wenn die Epidemie konsequent eingedämmt wird.
    • medmi 23.04.2020 17:23
      Highlight Highlight predox:
      Es geht da nicht um ein par Franken. Unsere Wirtschaft wird gerade täglich gegen die Wand gefahren. Jede Personen die im Contact-Tracing eingesetzt wird lohnt sich um ein tausendfaches. Denn jede Ansteckung die Verhindert werden kann, spart in etwa 1 Million CHF (da wir früher auf geringe Zahlen und somit aus dem Lockdown kommen und dank ausgedehntem Tracing normaleres Leben wieder möglich sein wird.)
    Weitere Antworten anzeigen

Coronavirus in der Schweiz: Die Zahlen aus den Kantonen

Die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Gesundheit zum Coronavirus wurden am Freitagmittag publiziert. Im Vergleich zum Donnerstag sind damit über 250 neue Fälle dazugekommen. Damit haben sich bisher in der Schweiz insgesamt 1121 Personen mit dem Virus aus China angesteckt. Einige Patienten gelten aber bereits wieder als geheilt. Weil das BAG langsam an seine Grenzen in der Erfassung der Patienten stösst, werde man in Zukunft die Zahl der Patienten nicht mehr zählen sondern errechnen.

Dafür …

Artikel lesen
Link zum Artikel