Schweiz
Digital

Cyberangriff auf die SBB – Strafanzeige eingereicht

Cyberangriff auf die SBB – das wissen wir

Die Angestellten der Schweizerischen Bundesbahnen haben am Mittwoch ein beunruhigendes Schreiben erhalten.
08.02.2023, 18:1309.02.2023, 14:00

Auf die SBB ist am Wochenende ein Cyberangriff verübt worden. Bahnbetrieb und Kundendaten waren nicht betroffen, wie die Schweizerischen Bundesbahnen versichern.

In einer internen Mitteilung an die Angestellten schreiben die SBB, dass das Unternehmen am vergangenen Wochenende einem Cyberangriff ausgesetzt gewesen sei.

«Cyberkriminelle haben Schadsoftware über E-Mails verbreitet. Dabei ist es den Angreifern gelungen, in einen Teil des Unternehmensnetzwerks der SBB einzudringen.»

SBB-Sprecher Reto Schärli bestätigt auf Anfrage von watson, dass es einen Cyberangriff gegeben habe.

Wie der SBB-Sprecher weiter erklärt, seien keine Kundendaten betroffen. Ebenfalls nicht betroffen sei der Bahnbetrieb. «Die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Kundinnen und Kunden war und ist gewährleistet.»

Strafanzeige eingereicht

Laut interner Mitteilung laufen derzeit Abklärungen. Zusammen mit Partnern und den Bundesbehörden seien die SBB daran, den Cyberangriff zu analysieren.

Und man habe Strafanzeige eingereicht.

Weiter heisst es, die SBB hätten die «aktuellen Sicherheitslevels» erhöht, «zum Schutz der SBB und der eigenen individuellen Daten». Sprich: Die IT-Verantwortlichen können nicht ausschliessen, dass es weitere Angriffsversuche gibt.

Als Vorsichtsmassnahme habe die Konzernleitung zusammen mit dem Leiter Informationssicherheit entschieden, dass sämtliche Angestellten ihr persönliches Passwort ändern müssen. Und das innert weniger Tage.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht bestätigt, dass es sich um den Angriff einer Ransomware-Bande handelt.

Insider-Informationen?
watson-Redaktor Daniel Schurter ist über die verschlüsselte Schweizer Messenger-App Threema auch anonym zu erreichen. Seine «Threema ID» lautet: ACYMFHZX. Oder du schreibst an daniel.schurter [at] protonmail.com. Wer sich beim Schweizer Secure-Mail-Anbieter (kostenlos) registriert, kann verschlüsselte Mails verschicken.

Erst kürzlich ist es zu einem Cyberangriff auf die Universität Zürich gekommen, wobei die Attacken laut Mitteilung während Tagen andauerten. In der Folge wurden alle Uni-Angehörigen aufgefordert, ihr Login-Passwort zu ändern.

Der Schweizer IT-Sicherheitsexperte Marc Ruef erklärte gegenüber watson, dass die generelle Aufforderung zur Änderung der Passwörter nur dann sinnvoll sei, wenn klar sei, dass eben diese Login-Daten kompromittiert wurden.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die kleinen Freuden des Pendelns – in 13 motivierenden Memes
1 / 15
Die kleinen Freuden des Pendelns – in 13 motivierenden Memes
Bild: watson/shutterstock
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wildberry-Lillet im Speisewagen und Beats über die Zugdurchsage? SBB landen TikTok-Hit
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Mit diesem winzigen KI-Gerät will der Facebook-Konzern die Konkurrenz überholen
Meta will ein Gerät in der Grösse eines Schlüsselanhängers für den Zugriff auf seine KI-Software lancieren. Es heisst «Muse Charm» und soll bis Jahresende auf den Markt kommen.
Das Gerät bekommt ein kleines Display – sowie auch Mikrofon, zwei Kameras und Internet-Anbindung über 5G-Datenfunk. Es sei noch nicht ganz fertig, schränkte Konzernchef Mark Zuckerberg ein, der Muse Charm auf der Entwicklerkonferenz Meta Connect ankündigte. Es gibt keine Angaben dazu, in welchen Ländern es herauskommen soll.
Zur Story