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Sunrise nimmt umstrittene KI-Brillen von Meta ins Sortiment

Meta CEO Mark Zuckerberg wears artificial intelligence-powered smart glasses and a wristband as he speaks during the company's Connect developer conference Wednesday, Sept. 17, 2025, in Menlo Par ...
Meta-CEO Mark Zuckerberg trägt eine KI-Brille.Bild: FR171100 AP

Sunrise nimmt umstrittene KI-Brillen von Meta ins Sortiment – so viel kosten sie

01.10.2026, 10:5201.10.2026, 10:52

Sunrise steigt in den Verkauf von KI-Brillen ein. Ab heute bietet der Telekomkonzern verschiedene sogenannte AI Glasses von Meta an. Das günstigste Modell kostet 269 Franken, die teuerste Variante im Sunrise-Sortiment 559 Franken. Alle Infos zu den verschiedenen Modellen gibt es hier.

Sunrise sei damit der erste Schweizer Telekommunikationsanbieter mit solchen Brillen im Angebot, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Verkauft werden neben Meta-Modellen auch Brillen aus den Reihen Ray-Ban Meta und Oakley Meta. Dabei handelt es sich um Kooperationen von Meta mit den jeweiligen Brillenmarken. In den kommenden Wochen sollen Kundinnen und Kunden die Geräte in ausgewählten Sunrise-Shops ausprobieren können.

Die Brillen verfügen unter anderem über Kamera, Mikrofone und Lautsprecher. Nutzerinnen und Nutzer können damit Fotos und Videos aus ihrer eigenen Perspektive aufnehmen, telefonieren, Nachrichten verschicken oder Musik hören. Die integrierte KI soll zudem Übersetzungen liefern oder Informationen zu Gebäuden, Objekten, Texten oder Zutaten geben, die der Träger gerade betrachtet.

Aufnahmen im öffentlichen Raum

Die eingebaute Kamera ermöglicht auch Aufnahmen im öffentlichen Raum. Eine LED-Anzeige soll dabei signalisieren, wenn Fotos oder Videos aufgenommen werden. Die Aufnahme müsse jeweils aktiv gestartet werden, schreibt Sunrise auf einer FAQ-Seite zu den Brillen.

In den USA hat die Kamerafunktion solcher Brillen bereits eine Debatte ausgelöst. US-Medien berichteten über Fälle, in denen Personen ohne ihr Wissen gefilmt worden und Aufnahmen später in den Sozialen Medien veröffentlicht worden seien. Dabei hätten einige Nutzer Wege gefunden, die Aufnahme-LED zu verdecken oder deaktivieren zu lassen.

Die Brillen dürften grundsätzlich auch in öffentlichen Bereichen verwendet werden. Sunrise weist allerdings darauf hin, dass Nutzer dabei die geltenden Gesetze, die Regeln des jeweiligen Veranstaltungsorts und die Privatsphäre anderer Personen beachten müssen. Für aufgenommene oder geteilte Fotos und Videos seien die Nutzer selbst verantwortlich.

Sunrise selbst greife nicht auf die mit den Brillen gemachten Aufnahmen zu, heisst es weiter. Die Verarbeitung der Inhalte richte sich nach den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Geräte- und Dienstanbieters. (sda/awp)

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