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Punktesumme bei der Swiss: Hinter dieser SMS steckt Betrug

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Der Name der Swiss wird gerade für Phishing-SMS missbraucht.Bild: keystone

Das steckt hinter der Swiss-SMS, die Tausende Schweizer erhalten

06.12.2024, 15:2606.12.2024, 17:19

Aktuell geht eine neue Phishing-Welle durch die Schweiz. In dieser neuesten Variante versprechen die Betrüger eine Punktesumme, die die Betroffenen bei der Swiss haben. Warum bei solchen Nachrichten Vorsicht geboten ist und was du bei Erhalt tun solltest, erfährst du hier:

Die Nachricht

Die verschickten Nachrichten sehen immer ähnlich aus. Darin wird im Namen der Swiss International Air Lines auf eine «Punktesumme» oder auf «Meilenpunkte» aufmerksam gemacht:

Phishing-SMS von der Swiss: Nein, du hast keine Punktesumme.
Bild: screenshot watson

Wer die Punkte für «ein Geschenk» einlösen möchte, muss sich allerdings vorher auf einer Website registrieren. Mittlerweile ist diese Website blockiert:

Phishing-SMS von der Swiss: Nein, du hast keine Punktesumme.
Bild: screenshot watson

Dahinter stecken Betrüger, die an deine Daten und deine Kreditkartenangaben wollen.

Das sagt die Swiss

Die SMS stammt definitiv nicht von der Swiss, es handelt sich um einen Betrugsversuch. «Die unpersönliche Anrede, die litauische Ländervorwahl +370 sowie der Link auf eine fragwürdige Seite, die nichts mit Swiss zu tun hat, sind klare Anzeichen dafür», sagt Swiss-Mediensprecher Michael Pelzer zu watson. Und weiter:

«Wir kennen bei Swiss zudem keine ‹Punktesumme› und melden uns bei unseren Kundinnen und Kunden per SMS grundsätzlich nur im Zusammenhang mit einer spezifischen Buchung.»
Michael Pelzer, Mediensprecher der Swiss

Die Swiss verweist zudem darauf, dass sich Betroffene in Zweifelsfällen beim Kundendienst (0848 700 700) melden sollen.

Darum erhalten so viele Menschen die Nachricht

Swisscom, Sunrise und Salt nutzen SMS-Filter gegen betrügerische Phishing-SMS. Das Problem: Die Kriminellen umgehen diese Spamfilter der Mobilfunkprovider immer öfter. Hierzu versenden sie statt SMS seit einiger Zeit vermehrt iMessage-Nachrichten an iPhone-User oder RCS-Nachrichten – quasi der Nachfolger der SMS – an Android-Smartphones. Diese moderneren und von Apple und Google gepushten Textnachrichten werden von Swisscom und Co. nicht gefiltert bzw. können nicht blockiert werden, wenn sie wie iMessage oder WhatsApp verschlüsselt sind.

Smartphone-Hersteller wie Google versuchen daher, betrügerische Chatnachrichten direkt auf dem Smartphone zu blockieren. Das funktioniert umso besser, je schneller die Phishing-Nachrichten von den Betroffenen gemeldet werden.

Was du bei solchen Nachrichten tun musst

Bei SMS-Benachrichtigungen ist allgemein immer Vorsicht geboten. Besonders wichtig: Die Links sollte man unbedingt überprüfen, bevor man draufklickt. Sicherheits-Experte Daniel Stirnimann von der Stiftung Switch, die für den Betrieb und die Sicherheit der Schweizer Internetadressen verantwortlich ist, hat dafür einen Tipp:

«Ein einfacher Tipp ist, bei einer verdächtigen Nachricht vorerst nichts zu unternehmen und z. B. mindestens 24 Stunden zu warten. Die meisten Phishing-Seiten sollten nach 24 Stunden blockiert sein. Alternativ wenden sich Betroffene telefonisch an das Unternehmen und erkundigen sich über die Echtheit der Nachricht.»

Wer auf Nummer sicher gehen will, wendet sich direkt an das Unternehmen und fragt nach. (leo/oli)

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